Am 13. November war Großkampftag bei Spielehändlern: Einem ausgehungerten Wolfsrudel gleich stürzten sich die Käufer auf ein Pappschächtelchen mit der Aufschrift Wrath of the Lich King. Doch für Spieler von World of Warcraft stecken darin Wochen, Monate, vielleicht Jahre allerfeinster Unterhaltung. Zeit war’s, schließlich lebt Blizzards Online-Koloss von jenen Helden, die sich seit dem Serverstart durch Azeroth, Kalimdor und (seit dem Addon Burning Crusade) die Scherbenwelt kämpfen. Die zweite Erweiterung versorgt die Fans nun mit neuen Abenteuern.

World of Warcraft: Wrath of the Lich King : Der Lich-König Arthas taucht immer wieder am Ende längerer Auftragsketten auf. Der Lich-König Arthas taucht immer wieder am Ende längerer Auftragsketten auf.

Nördliche Abenteuer

Hoch im Norden koppelt Wrath of the Lich King einen neuen Kontinent an die Welt von Warcraft: Nordend, die Heimstatt des Lich-Königs. Das vergrößert die Landfläche um rund 20 Prozent. Außerdem kitzelt Blizzard erstaunlich stimmungsvolle Panoramen aus der betagten Engine, zum Beispiel am Heulenden Fjord, auf den Sturmgipfeln und in den verheerten Trollruinen von Zul’Drak.

Allerdings bestreiten Sie in den schönen Landschaften meist hundsgewöhnliche Jagd- und Sammelaufträge. Immerhin bricht Wrath of the Lich King dieses Einerlei hin und wieder mit frischen Ideen auf: Zum Beispiel bestreiten Sie Luftschlachten auf lenkbaren Drachen oder reiten auf Riesen. In Auftragsketten erzählt Blizzard zudem glaubwürdigere Geschichten, dank des neuen Server-Phasings: Jeder Spieler kann nun seine eigene Variante der Spielwelt sehen. Wenn Sie etwa einen Stützpunkt erobern, bekommen Sie dort fortan weitere Aufträge. Doch wer die ursprüngliche Quest noch nicht erledigt hat, begegnet an gleicher Stelle weiterhin nur Feinden.