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In Worms Revolution sollen mehr Physik und mehr Wasser den Würmerkrieg auffrischen. Ob die wirbellosen Soldaten damit baden gehen oder doch eher ihr blaues Spaßwunder erleben, zeigt unser Test. - Seite 1
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Worms Revolution im Test

Worms ist dicker als Wasser

In Worms Revolution sollen mehr Physik und mehr Wasser den Würmerkrieg auffrischen. Ob die wirbellosen Soldaten damit baden gehen oder doch eher ihr blaues Spaßwunder erleben, zeigt unser Test.

Von Marcus Rätzke |

Datum: 19.10.2012


Zum Thema » Worms-History Alle Spiele der Serie » Worms Revolution Trailer zur Neuauflage Die Würmer freuen sich in Worms Revolution auf neue Einsätze und ihr dürft sie wie in dem Klassiker Worms in spaßigen Teamschlachten vom aildschirm fegen. Der vor siebzehn Jahren entwickelte erste Teil unterhält bis heute mit aberwitzigem Charme und roher Waffengewalt prächtig. Es folgten im Laufe der Zeit unzählige Ableger: Mal in der klassischen 2D-Seitenansicht, mal in der zwar modernen, aber nicht wirklich geliebten dritten Dimension.

Zudem bevölkerten die Kriechtiere bereits jede Plattform. Sei es auf dem PC, dem Gameboy, den Konsolen oder gar dem iPhone – die Parasiten waren stets präsent. Dabei sprangen unter anderem Kuriositäten wie Worms Pinball oder das letztes Jahr erschienene Worms Crazy Golf heraus. Danach wärmte die Serie allerdings nur noch die alten Teile auf, anstatt frischen Wind wehen zu lassen. Im Test klären wir, ob’s in Worms Revolution genauso ist.

Steam-Pflicht
Worms Revolution muss über Valve’s Onlineplattform Steam registiert werden. Hierzu ist eine Internetverbindung notwendig, lässt sich aber im Folgenden auch offline starten. Allerdings ist aufgrund der Kontobindung ein Weiterverkauf nicht möglich.

Worms Revolution
Mal sehen, wie lange deine Burg noch steht.

Back to the roots

Vom neuen Lüftchen wird man auf den ersten Blick höchstens sanft gestreichelt und nicht umgeweht: Worms Revolution macht alles genau wie seine Vorgänger. Ein Spieler bestimmt vier Teammitglieder, die für ihn auf dem Spielfeld gegen bis zu maximal drei weitere Mannschaften antreten. Die werden durch humorige Würmer dargestellt, die auf meist engen Karten mit teils hirnverbrannten Waffen die gegnerischen Maden niederstrecken sollen. Die heilige Granate ist dabei genauso ein Waffenklassiker wie das blökende und auf Knopfdruck explodierende Schaf. Das Spieldesign existiert in dieser Form schon seit 1995.

Worms Revolution : Das Fass in der Mitte von den Vieren könnte noch nützlich werden Das Fass in der Mitte von den Vieren könnte noch nützlich werden Das Gute dabei: Es funktioniert heute genauso gut wie damals. Denn Schadenfreude ist immer noch die schönste Freude. Den Umgang mit Waffen lernen Neulinge in der Einzelspieler-Kampagne. Die ist aber ihren Titel nicht wert. Nach ein paar Runden hat man verinnerlicht, wie viel Kraft und welcher Winkel benutzt werden sollten. Schlussendlich steht auf der Lenkrakete der Name des feindlichen Wurms und diese muss bestenfalls auch bei ihm einschlagen.

Worms ist seit jeher ein rundenbasiertes Spiel, das besonders mit seiner Physik punktet. Ein versehentlicher Bazooka-Schuss vor die eigenen Füße statt auf die andere Insel, eine Granate, die unfreiwillig auf einem befreundeten Wurmschädel landet, katastrophale Kettenreaktionen, die mit einer simplen Bananen-Streubombe beginnen all das bietet durchgehend Anlass zur Schadenfreude.

Die Karten werden dabei bis in die kleinsten Stücke zerschossen und Krater verunstalten das Landschaftsgefüge. Nichts ist sicher, und ein Versteck zögert das Unvermeidliche nur hinaus. Das kann allerdings wichtig sein, denn die Matches sind zeitlich begrenzt. Nach einer 30-minütigen Frist steigt der Meeresspiegel an und die Trefferpunkte sinken von 100 auf den Wert 1 – der so genannte Sudden Death.

Revolution statt Evolution - oder war's doch umgekehrt?

Die augenscheinlichste Neuerung von Worms Revolution ist die neue Grafik-Engine, die nun die Umgebungen und Protagonisten gänzlich in echtzeitberechnetem 3D darstellt. Keine handgezeichneten oder pixeligen Hintergründe mehr, alles erstrahlt in einem weichen Comiclook, der bereits aus den Vorgängern bekannt ist. An dieser Stelle muss sich der geneigte Fan der Serie aber keine Sorgen machen. Es ist nicht der neuerliche Versuch der Entwickler, die Serie krampfhaft in die Ego-Perspektive zu pressen, gekämpft wird in der althergebrachten Seitenansicht.

Worms Revolution : Hier erkennt man die neue 3D-Darstellung von Worms Revolution. Hier erkennt man die neue 3D-Darstellung von Worms Revolution.

Dafür gibt’s neue Physikspielereien, dank denen wir unter anderem Level-Objekte durch Telekinese oder die Ufo-Waffe bewegen können. Außerdem stellt Worms Revolution die Schwerkraft glaubwürdiger dar. In der Landschaft steckende Schraubenschlüssel lassen sich mit einem beherzten Bazooka-Schuss so treffen, dass sie gewichtsbedingt runterfallen und den Weg für den Feind versperren. Auch das legendäre Ninjaseil wirkt nun einen Tick realistischer, lässt sich aber nicht so flüssig wie im ersten Teil steuern. Der gleitende Segelflug mit einem Fallschirm wirkt dagegen butterweich.

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Avatar -teuphil
-teuphil
#1 | 19. Okt 2012, 18:09
Das neue Ninjaseil geht mir ziemlich auf den Sack.. Stecke sehr oft in ner Wand fest mit dem Teil, obwohl ich früher recht gut damit umgehen konnte.
Ansonsten find ich ist es ganz lustig, stimme dem Fazit zu. Eher Evolution als Revolution aber das ist ja auch so gewollt.
Und für ~13€ ists schon ok :)
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Avatar FKFlo
FKFlo
#2 | 19. Okt 2012, 18:16
Ich persönlich finde den Fall Damage noch übertrieben und komme als alter Worms Spieler nicht mit dem neuen Seil zu Recht, aber dennoch nen netter neuer Serien Teil. Die Wasser Physik ist ne echt nette Spielerei. :)

EDIT-
Nach längeren Spielen muss ich mein Feedback ändern.

Leider macht sich die an sich nette Physik Spielerei nämlich auch auf das Ninja Seil bemerkbar und dadurch sind die aus den alten Teilen bekannten, akrobatischen Schwünge auf höhere Ebenen nur noch mit viel Glück zu schaffen. Das zerstört in meinen Augen sämtlichen Spielspaß, denn dieses Seil gehörte einfach dazu.. :(
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Avatar musixx
musixx
#3 | 19. Okt 2012, 18:17
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Projekt95
Projekt95
#4 | 19. Okt 2012, 18:17
nichts geht über das alte Worms fürs Dos :D
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Avatar JohnMarsten
JohnMarsten
#5 | 19. Okt 2012, 18:31
Für zwischen durch ist Worms immer gut.
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Avatar JDaum
JDaum
#6 | 19. Okt 2012, 18:32
Nichts gegen die neuen Redakteure, ich lese auch ihre Artikel sehr gerne und halte sie für sehr kompetent (bei gamestar eig. Standart),
aber ich würde mir doch ml wieder einen Test von Fabian wünschen (natürlich nicht zu Worms)
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Avatar Geezy
Geezy
#7 | 19. Okt 2012, 18:40
Ich lese den Artikel später, aber die Überschrift geht mal gar nicht!
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Avatar Morrich
Morrich
#8 | 19. Okt 2012, 18:54
Worms ist rundenbasierte Langeweile. Hatte noch nie Spaß an diesen Spielen, weil es einfach überhaupt keine Dynamik gibt und man ewig drauf warten muss bis die Gegner mal mit ihrem Zug fertig sind.

Einfach nur öde.
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Avatar Hochnerd
Hochnerd
#9 | 19. Okt 2012, 20:05
Zitat von Morrich:
Worms ist rundenbasierte Langeweile. Hatte noch nie Spaß an diesen Spielen, weil es einfach überhaupt keine Dynamik gibt und man ewig drauf warten muss bis die Gegner mal mit ihrem Zug fertig sind.

Einfach nur öde.


Dann Spiel mal mit Freunden anstatt mit Bots.
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Avatar Jack24
Jack24
#10 | 19. Okt 2012, 20:28
Spiele die Serie zum Großteil auf dem iPad - wenn diese Version dafür umgesetzt wird, wird es gekauft (Gerade das Wasser scheint interessant zu sein und vielleicht auch das Klassensystem)
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