Politik in Spielen - Civilization 6 und Urban Empire im Gameplay-Vergleich

Mittwoch, 24. August 2016 um 09:36

Urban Empire und Civilization 6 sind zwei grundverschiedene Aufbauspiele. Ebenso grundverschieden widmen sie sich dem Gameplay-Aspekt der Politik. Wie die in den beiden Spielen funktioniert, was Politik in Spielen so interessant, aber auch frustrierend macht und welche Ausprägungen es da eigentlich gibt - darüber diskutieren der Strategiespiel-Youtuber Daniel »The Writing Bull« Blum und Michael Graf im Gamescom-Studio.

Civilization 6 und Urban Empire sind optimale Beispiele, weil sie - in politischer Hinsicht - zwei völlig unterschiedliche Spielertypen ansprechen. Die einen wollen in einem Spiel möglichst frei schalten und walten, was Civilization 6 ermöglicht. Hier kann man zwar über den neuen »Civics«-Forschungsbaum politische Aktionskarten und neue Regierungsformen freischalten, die Entscheidungen trifft man dann aber völlig frei. Wer eine militaristische Diktatur führen möchte, führt sie einfach ein. Wer  hingegen eine wirtschaftlich und wissenschaftlich starke Demokratie bevorzugt - kein Problem.

Urban Empire geht einen anderen Weg. Der City Builder von Kalypso erlaubt zwar kein so detailliertes Bauen wie das großartige Cities: Skylines, und auch Verkehrmanagement spielt keine Rolle, weil die Straßenwege nicht simuliert werden. Dafür legt das Spiel ein viel größeres Augenmerk auf die Politik; über wichtige Entscheidungen des Spielers wird im Stadtrat abgestimmt. Das Politiksystem wird dabei immer komplizierter, es kommen mehr Parteien und Einflussmöglichkeiten hinzu. Die im Genre übliche bürgermeisterliche Freiheit wird also ersetzt durch politisches Ränkespiel.

 

 

 

Gamescom
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Civilization 6
Genre: Strategie
Release: 21.10.2016


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