Nutzt hier jemand Scalable Capital?

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von legal, 16. September 2017.

  1. legal der die Waage hält

    legal
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    Oder andere automatisierte Vermögensverwalter? Hätte gerne Erfahrungsberichte.

    Habe immer weniger Zeit zur Depotverwaltung, überlege mir daher einen Teil dort verwalten zu lassen.
     
  2. kpuhkr

    kpuhkr
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    Sinnvoller ist es dein Depot entsprechend zu strukturieren, dass man sich da nicht jeden Tag zwei Stunden dransetzen muss.
    Bei einem vernünftigen Depot reicht 1x im Jahr ein Rebalancing, das sind, mit Einarbeitung usw. vielleicht 5 Stunden Arbeit pro Jahr.
     
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  3. legal der die Waage hält

    legal
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    So disversifiziert wie die krieg ich das natürlich nie hin. Die überarbeiten das auch ein mal die Woche und können so sehr genau reagieren.

    Mein eigenes Depot behalte ich natürlich, wäre eine Ergänzung. Die Rendite kann ich dann vergleichen.

    Du hältst also nichts von Computerverwaltung?
     
  4. poff Hitler des Humors

    poff
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    Scalable Capital klingt wie ein mächtiger Euphemismus für das was Scalable Capital mit deinem Geld macht. :yes:
     
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  5. kpuhkr

    kpuhkr
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    Mit einem z.B. ETF auf den MSCI-World (1500 Einzeltitel) ist dein Depot schon ausreichend im Aktienanteil diversifiziert.
     
  6. legal der die Waage hält

    legal
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    Ich habs jetzt mal ausprobiert und die investieren auch in ETFs auf Unternehmensanleihen und Staatsanleihen, auch auf Immobilien. Ebenso auf Schwellenland-ETFs etc.

    Ich lass jetzt mal laufen und beobachte das.
     
  7. Shintaro - Steilenmein

    Shintaro - Steilenmein
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    Hab mich dem angeschlossen und seit Mitte letzter Woche ist mein Portfolio fertig.

    Sollen wir mal per PN die Zusammenstellung vergleichen? Würde mich interessieren. Welche Risikokategorie hast du?
     
  8. legal der die Waage hält

    legal
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    Hast PN
     
  9. Otscho

    Otscho
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    Was ist daran denn großartig anders als z.B. bei einem Mischfonds? Letzterer investiert auch anhand des vorgegebenen Risikoprofils in diverse Anlageklassen, betreibt Rebalancing, etc. Beim Fonds kauft man das Ding halt selber und bezahlt die Verwaltungsgebühr durch eine entsprechend geringere Performance, hier wird es direkt abgebucht.
    Ich sehe das wie einige andere hier, man kann sein Depot so aufstellen, dass die Betreuung nicht großartig aufwändig ist. Dazu benötigt man keinen Verwalter. Ich habe 5 Depots mit jeweils anderer Ausrichtung, auch das funktioniert ohne Probleme.
     
  10. legal der die Waage hält

    legal
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    Es gibt eine App :mally:
     
  11. Shintaro - Steilenmein

    Shintaro - Steilenmein
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    Und es ist halt wirklich easy. Keine 30 Minuten Aufwand. :ugly:
     
  12. das_opa Aushilfs Student

    das_opa
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  13. legal der die Waage hält

    legal
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  14. Goalus

    Goalus
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    Guter Artikel.
    ETFs funktionieren gut, solange wir uns in einem Bullenmarkt befinden. Da sind dann auch Einbrüche wie im August 2015 oder Januar/Februar 2016 nicht schlimm, weil diese nach spätestens 12 Wochen vorbei waren und von Anlegern eher als gute Kaufgelegenheit aufgefasst wurden.

    Ich möchte aber mal sehen, ob ETF-Käufer/-Besitzer auch dann cool bleiben ("der Markt steigt langfristig immer"), wenn es mal ein ganzes Jahr lang kontinuierlich abwärts geht. In einem Bärenmarkt ist es nämlich genau umgekehrt, wenn kurzfristige Ausbrüche nach oben eher als gute Verkaufsgelegenheiten angesehen werden.
     
  15. legal der die Waage hält

    legal
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    Dafür gibt man bei Scalable ja seine Risikobereitschaft an. Ist diese erreicht, wird in die ETFs anderer Anlagenklassen umgeschichtet. ZB ETFs auf Staatsanleihen.

    Oder Rohstoffe. Oder Immobilien. Es ist ja nicht so, dass alles gleichzeitig runter rauscht. So schnell reagieren wird man als Privater aber nicht können dort wollen. Das machen dort halt die für mich.
     
  16. Goalus

    Goalus
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    Zugegebenermaßen hatte ich bei meinem Kommentar nur ETFs auf Aktienindizes im Hinterkopf.

    Nehmen wir also einmal an, dass Scalable Capital wirklich in der Lage ist, zeitnah auf größere Marktbewegungen zu reagieren und immer zur "richtigen" Zeit in die jeweils beste Anlageklasse umzuschichten, dann wäre das mMn ein echter Mehrwert, den sie anbieten. Ich persönlich denke allerdings, dass sie dass nur schaffen, indem sie von vorn herein diversifizieren, was natürlich die Performance schmälern kann. Je nach dem wie gut sie sich das bezahlen lassen, kann es dann entweder sinnvoll oder nicht sinnvoll für den Anleger sein. Ich selber mache lieber alles selbst.
     
  17. legal der die Waage hält

    legal
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    Je nach Risikobereitschaft ist anders diversifiziert. ZB 65% Aktien oder 55% etc. und Rest halt anderes Zeug.

    Obs klappt? Ich werde berichten.
     
  18. Goalus

    Goalus
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    Ja, wäre nett :hoch:
     
  19. Shintaro - Steilenmein

    Shintaro - Steilenmein
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    Man muss sich ja nicht für "entweder - oder" entscheiden.

    Hab jetzt mit Scalable Capital angefangen, allerdings in einer geringeren Risikoklasse als legal und daurch ein etwas anderes Portfolio.

    Für Spielgeld mit hohem Risiko bleib ich bei CFDs. Ist immerhin Oktoberanfang. Ich bin gespannt wie hoch der DAX steigt... :ugly:
     
  20. kpuhkr

    kpuhkr
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    Das bezieht sich ja nicht nur auf ETF, sondern auf Wertpapiere generell. Wer z.B. Aktienfonds (egal ob ETF oder nicht) als Ersatz mit mehr Zinsen für Tagesgeld sieht, ist definitiv auf der falschen Spur.


    Sind sie nicht. Gibt etliche Studien dazu, dass sowas nicht klappt. Bei vielen z.B. Riester-Aktienfonds sieht die Reaktion auf größere (negative) Marktbewegungen auch so aus, dass in Rentenfonds umgeschichtet wird und das Geld dann da bleibt. Natürlich ist das jetzt auch eine Besonderheit bei Riester, dass der Anbieter natürlich seine Garantie stellen muss.
     
  21. kpuhkr

    kpuhkr
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    a) Die Frage ist, ob eine Reaktion überhaupt nötig ist. Ist es in den meisten Fällen nämlich nicht.
    b) Ja, es kann auch alles gleichzeitig runter rauschen. Siehe 2007.


    c) Deine Kommentare deuten eher darauf hin, dass du dich noch ein wenig mit Wertpapieren beschäftigen solltest. Das ist nicht böse gemeint! Lies dir bitte mal diesen Thread plus die angehängten durch. https://www.wertpapier-forum.de/topic/49689-investieren-für-einsteiger/
     
  22. Shintaro - Steilenmein

    Shintaro - Steilenmein
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    Ich weiß schon warum ich mich nicht durchringen konnte einen allgemeinen Thread zur Geldanlage aufzumachen. Es lockt immer irgendeinen an der mit seinem Allwissen protzt und dann einfach nur in der Gegend rumverlinkt ohne selbst was erklären zu können.
     
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  23. legal der die Waage hält

    legal
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    a) Ob eine Reaktion nötig ist, entscheidet man ja über seine Risikoeinstufung.

    b) Dann gehts im Zweifel wohl aufs Tagesgeld, wir werden sehen (hoffentlich aber nicht :D )

    c) Eben weil ich nicht so sehr von meinem Pro-Wissen überzeugt bin, lasse ich ja andere diesen Teil meines Depots verwalten. Ich bin nicht so, mit Verlaub, arrogant an zu nehmen, dass ich immer den Markt schlage.
    Sowas ist leicht, wenns aufwärts geht so wie die letzen Jahre am Aktienmarkt. In volatileren Märkten kanns klappen, oder eben nicht.

    Daher teilte ich jetzt mein Depot in zwei Hälften, eine mach ich selbst, eine machen die.
     
  24. Qua'KenTe

    Qua'KenTe
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    0,75% zusätzlich zu den üblichen Gebühren finde ich aber sehr viel Geld für das Umschichten von ETFs.
     
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  25. legal der die Waage hält

    legal
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    Ja das ist happig, muss natürlich auch erst mal verdient werden. Ich lasse das jetzt mal zwei drei Jahre laufen und überprüfe die Performance dann gründlich.
     
  26. blurps

    blurps
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    Sehe ich ähnlich, gerade die niedrigen Gebühren sind ja eines der wesentlichen Argumente für die ETFs und bei schlechter Marktentwicklung würde das noch viel stärker in den Vordergrund treten. Mit dann insgesamt 1%-1.25% ( wenn ich das richtig gesehen habe ) liegt man dann zwar immer noch deutlich unter den meisten aktiven Fonds, aber auch das muss erstmal erwirtschaftet werden. Da ist mir ein gesunder Kapitalsockel aus Wandelanleihen und anderen weniger volatilen Anlageformen lieber.
     
  27. legal der die Waage hält

    legal
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    Ich rechne auch ein bisschen die Zeit mit ein, die ich mich nicht selbst mit dem Depot befassen muss. Quasi eine "Lebenszeitrendite". :D
     
  28. Juser Abi Null Sex

    Juser
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    Warum soll es leichter sein, den Markt zu schlagen, wenn der Markt sich im Aufschwung befindet? :parzival:
     
  29. legal der die Waage hält

    legal
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    Leichter als wenns über Jahre volatil wird.

    Man muss ja ansonsten einfach nur auf eine Aktie setzen die mehr Rendite gibt und fertig. Das ist aber wohl nicht sehr nachhaltig.
     
  30. Shintaro - Steilenmein

    Shintaro - Steilenmein
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    Weil du beständig reagieren kannst.

    Kauf im Oktober, verkauf im Mai, Juni und die Sommerflaute, die den DAX um 1000 Punkte drückt interessiert dich nicht.

    Gleichzeitig kannst du bei kleinen Korrekturen Short gehen. Natürlich mit CFDs, aber es geht.
     
  31. Qua'KenTe

    Qua'KenTe
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    Gut. Es hat aber auch nicht jeder minimum 10.000 Euro die er einfach mal ein paar Jahre liegen lassen kann um so etwas auszuprobieren. Aus meiner Sicht würde ich in der Anlagehöhe (die 10.000 machen ja scheinbar nur ca. die Hälfte aus) nicht mehr nur auf ETFs allein setzen.
     
  32. Juser Abi Null Sex

    Juser
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    Wenn man die Sommerflaute als gegeben ansieht (ich bezweifle, dass sie das ist), dann könntest du auch in einem Bärenmarkt den DAX (stellvertretend für den Aktienmarkt) schlagen, wenn du im Oktober Aktien sämtlicher Dax-Unternehmen kaufst und im Mai wieder verkaufst (Gebühren mal außen vor).

    Oder meintest du, dass die Sommerflaute nur in einem Bullenmarkt gegeben ist?
     
  33. Qua'KenTe

    Qua'KenTe
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    Wenn es im Aktienmarkt Sicherheit geben würde wären wir alle reich.
     
  34. legal der die Waage hält

    legal
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    Muss ja auch nicht jeder, das ist halt ne individuelle Sache. Hab aber noch sehr viel konservativere Anlagen, die das ausgleichen.
     
  35. kpuhkr

    kpuhkr
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    Ich kenne mich hier (bei Scalable Capital) jetzt nicht so genau aus, aber normalerweise entscheidet die Risikoeinstufung über die Zusammensetzung des Depots, sprich wie groß ist der Aktienanteil und wie groß der z.B. Anleihenanteil. Wenn ich mir 90% deutsche langlaufende Staatsanleihen ins Depot haue, dann habe ich entsprechend auch eine sehr geringe Volatilität, entsprechend auch wenig Risiko für Verluste (aber auch entsprechend wenig Gewinnchancen). Die Risikoeinstufung entscheidet weniger über Umschichtungsmaßnahmen.
     
  36. legal der die Waage hält

    legal
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    Hm. Vermutlich hast du recht. Es bestimmt aber den Anteil am Depot der ungeschichtet wird. So wie ich das verstehe, haben die bis zu 14 ETFs welche sie je Kundeneinstufung unterschiedlich rein mischen. Wenn eines abschmiert, wird es getauscht oder fällt raus und das hat dann ja mehr oder weniger Auswirkungen auf die einzelnen Depots.
     
  37. Otscho

    Otscho
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    Wobei man dazu sagen muss, dass in den 0,75% so wie ich es verstanden habe auch die Ordergebühren drin sind. Wenn die also fleißig Umschichten, dann kann das preislich schon attraktiv sein bzw. günstiger, als man es privat machen kann. Gerade wenn es darum geht "nur" 10.000€ auf verschiedene ETFs aufzuteilen und dann auch noch zwischen denen regelmäßig umzuschichten, dann würden bei so kleinen Beträgen die Ordergebühren ordentlich reinschlagen bzw. wäre es privat so schlicht nicht sinnvoll.
    Von daher: Wenn man glaubt, entsprechendes Reagieren auf das Marktumfeld ist möglich und soviel Vertrauen in das Management hat, dass man auch glaubt, die kriegen das brauchbar hin, dann sehe ich die 0,75% eigenlich als relativ günstig an, wenn es um kleine Beträge geht..
     
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  38. Goalus

    Goalus
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    Wenn du Einzelwerte hast, kannst du aber in Krisenzeiten mehr machen als mit Indexfonds. Die Fonds rauschen automatisch in die Tiefe, während du bei Einzelwerten zumindest das Gefühl hast, mündig agieren zu können. Bilde ich mir zumindest ein (habe noch keinen Crash wie 1987/2000/2008 aktiv miterlebt). Es gibt (Einzel-)Aktien bei denen ich keine Bauchschmerzen hätte zu 100% investiert zu sein, während deren Wert um 50% fällt. Bei Indexfonds dagegen schon, weil der ganze "Müll" den ich eigentlich nicht haben will den Wert runterzieht. Deshalb glaube ich dass es als ETF-Besitzer schwerer ist 2 Jahre Bärenmarkt auszuhalten als als Besitzer von Einzelwerten.
     
  39. legal der die Waage hält

    legal
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    Wie wie aber bei den Banken oder jetzt bei VE gesehen haben, sind Einzelwerte halt mit Risiken behaftet. Ich habe mir daher ein Limit von 5 Einzelwerten gesetzt die ich dann auch scharf beobachte. Also auch das Marktumfeld etc. so dass ich ggf was mitbekomme bevor es abwärts geht.
     
  40. Otscho

    Otscho
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    Ich habe sowohl 2000 als auch 2008 aktiv miterlebt. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass man sich als Privatanleger meiner Meinung nach bei Einzelaktien schwerer tut loszulassen. Man hat diese vorher schließlich ausgewählt, sich evtl. monatelang mit den Unternehmen beschäftigt, Geschäftsberichte gewälzt, sich u.U. auch laufend mit Neuigkeiten zu den Unternehmen beschäftigt und man glaubt eigentlich an die "Story" des Unternehmens. Wenn es dann deutlich nach unten geht, dann tut man sich schwerer rechtzeitig zu verkaufen als bei einem Fonds. Und es kommt auch noch dazu, dass es bei Einzelaktien ein größerer Eingeständnis des eigenen "Unvermögens" benötigt, als wenn man nur einen Fonds abstößt. Beim Fonds kann man sich selbst einreden, ich gehe einfach aus dem Markt, bei der Einzelaktie muss man sich sagen, ich lag wohl ziemlich falsch.

    50% sind nichts. :D
    Ich hatte selbst bei Fonds schon Rücksetzer um 80%, bei Aktien auch mal einen Totalausfall.
    Problem beim Aussitzen:
    Bei einem Fonds, sofern er nicht zu speziell ist kann man eigentlich damit rechnen, dass er auch mal wieder hoch geht. Bei Aktien muss das nicht so sein. Und es kann durchaus so sein, dass eine Aktie am Anfang eines Bärenmarktes noch vielversprechend aussieht (z.B. ein innovatives Unternehmen in einer Zukunftsbranche), dann aber schlicht im Verlauf des Bärenmarktes mehr und mehr in Probleme kommt (in einem Zukunftmarkt können sich die Verhältnisse auch mal schnell ändern). Das Verlustpotential bei Einzelaktien ist da einfach deutlich größer, zusammen mit der größeren emotionalen Bindung sehe ich Einzelaktien gerade im Bärenmarkt als deutlich gefährlicher an, insb. wenn man unerfahren ist.
     
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