10 Jahre Google Chrome - Neues Design sorgt für viel Kritik

Vor zehn Jahren hatte Google seinen eigenen Webbrowser Chrome vorgestellt, der inzwischen der weltweit meistgenutzte Browser ist.

von Georg Wieselsberger,
06.09.2018 07:35 Uhr

Google Chrome ist jetzt zehn Jahre alt und sieht anders aus.Google Chrome ist jetzt zehn Jahre alt und sieht anders aus.

Update, 06. September 2018: Bei Reddit gibt es teilweise Reaktionen auf das neue Design von Chrome, die man wohlwollend als »recht kritisch« bezeichnen könnte. Tatsächlich sparen manche Nutzer nicht an Schimpfwörtern, um ihre Missbilligung der neuen Optik auszudrücken.

Ein starker Kritikpunkt ist mangelnder Kontrast bei Schrift und Tabs, andere beschweren sich darüber, dass Chrome nun zu viel Platz zwischen Symbolen verschwendet. Sehr oft wird auch danach gefragt, ob es denn möglich ist, das alte Design wieder herzustellen. Aktuell ist das wohl möglich, wenn chrome://flags/#top-chrome-md im Browser aufgerufen wird und dort »normal« eingestellt wird.

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Doch Google entfernt solche Möglichkeiten zur Deaktivierung neuer Features nach gewisser Zeit. Daher raten manche Nutzer, denen das neue Design ohnehin gefällt, den anderen, sich lieber gleich daran zu gewöhnen. Wie stark die Kritik tatsächlich ist, lässt sich schwer sagen, denn natürlich melden sich vor allem diejenigen Nutzer, die sich beschweren wollen und nicht die, die mit dem modernen Aussehen des Browsers gar kein Problem haben.

Update, 05. September 2018: Google hat die neue Version von Chrome veröffentlicht. Die angekündigte Überraschung dürfte wohl das neue Design mit mehr Rundungen sein, das etwas übersichtlicher sein soll. Auch Menüs und andere Informationen sollen einfacher und verständlicher dargestellt werden. Chrome kann nun Passwörter erstellen und automatisch verwenden, über mobile Versionen und die Desktop-Version (bei gleichem Account) hinweg.

Bei einer Websuche über die Omnibox (Adresszeile) zeigt Chrome nun direkt auch mögliche Antworten auf Fragen an und macht die Suche damit schneller. Wer viele Tabs offen hat, kann in der Zeile auch nach einer geöffneten Seite suchen und direkt dorthin wechseln.

Unter der Haube hat sich auch einiges getan, so verspricht Google mehr Sicherheit, Maßnahmen gegen CPU-Sicherheitslücken und einige neue, experimentale Features, die den Start, die Reaktionszeit, den RAM-Bedarf und die Verwendbarkeit des Browsers verbessern sollen.

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Update, 04. September 2018: Auf dem offiziellen Twitter-Account zu Chrome hat Google nicht nur den Geburtstag des Browsers gefeiert, sondern außerdem für heute eine Überraschung angekündigt. Was genau damit gemeint ist, ist nicht wirklich klar, allerdings ist für heute auch die Veröffentlichung der finalen Version von Chrome 69 geplant.

Der neue Browser enthält laut der Entwicklerin Parisa Tabriz unter anderem Leistungsverbesserungen und »automatische Magie«, um den Nutzern auf sichere Weise dabei zu helfen, Dinge mit weniger Klicks und Umständen zu erledigen.

Originalmeldung: Anfang September 2008 hatte Google eine Beta-Version eines neuen Open-Source-Webbrowser namens Google Chrome veröffentlicht und mit einem Webcomic die Ziele des Projekts erklärt. Der neue Browser solle für die Anforderungen des modernen Internets entwickelt werden. Dazu gehörten beispielsweise eine eigene V8-Javascript-Engine und vor allem eine Sandbox, in der jeder Tab des Browsers unabhängig von anderen verarbeitet wird.

Schon bei der Beta-Version kamen damals erste Datenschutzbedenken auf, denn die Nutzungsbedingen sahen Zwangsupdates des Browsers vor sowie das kostenlose Recht von Google an allen Nutzer-Inhalten und auf die Einblendung von personalisierter Werbung. Google hatte daraufhin erklärt, man habe nur die Bedingungen anderer Dienste übernommen und daraufhin zumindest die Einräumung der umstrittenen Rechte wieder zurückgezogen.

Seit dieser Zeit hat sich viel getan, denn Google Chrome hat auch den beliebten Firefox von Mozilla längst überholt und weltweit einen Marktanteil von rund 60 Prozent. Außerdem wurde der Browser, der zunächst nur für Windows vorgestellt worden war, längst auch für Betriebssysteme wie macOS, Linux, iOS und natürlich Android veröffentlicht.

Der Browser ist auch eine Grundlage des Betriebssystems Chrome OS und wird von Google immer wieder mit den neuesten Webstandards ausgerüstet, oft auch noch in Experimentalversionen. Das Design wird immer wieder modernisiert, zuletzt mit dem sogenannten Material Design der neuesten Version.

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Es gibt allerdings auch Kritik am Erfolg des Google-Browsers, denn die Dominanz eines Browsers hatte sich schon beim Internet Explorer von Microsoft als problematisch erwiesen. Für Nutzer, die Google ohnehin nicht oder nicht mehr als nötig verwenden wollen, gibt es aber noch immer sinnvolle Alternativen wie Firefox, Opera, Edge oder auch Vivaldi.

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