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2018 war das Fortnite-Jahr - Und auch 2019 wirkt es unschlagbar

Kein anderes Spiel machte 2018 so die Runde wie Fortnite. Was als halbgares Tower-Defense-Spiel begann, ist mittlerweile eines der erfolgreichsten Spiele der Welt - und das wird sich voraussichtlich auch 2019 nicht ändern.

von Robin Rüther,
17.01.2019 19:06 Uhr

Fortnite ist einer der größten Gewinner des Spielejahres 2018. Fortnite ist einer der größten Gewinner des Spielejahres 2018.

Fortnite, von den einen verabscheut, von den anderen geliebt: Der Battle-Royale-Shooter gehört zu den erfolgreisten Spielen 2018. PUBG brach im Dezember 2017 die drei Millionenmarke für die gleichzeitigen Spieler online. Und Fortnite? Fortnite lächelt da nur müde drüber: Im November 2018 kamen 8,3 Millionen Spieler gleichzeitig im Battle-Royale-Shooter zusammen.

Und das ist nicht die einzige beeindruckende Statistik für Epics Shooter. Insgesamt haben sich mittlerweile über 200 Millionen Spieler registriert, von denen rund 80 Millionen aktiv spielen. Ja, Fortnite ist ein Spiel der Superlative und hat im vergangenen Jahr auch Youtube dominiert: Von den 50 meistgesehenen Gaming-Videos 2018 drehten sich 39 um den Battle-Royale-Shooter.

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Doch so eine ähnliche Situation haben wir auch ein Jahr zuvor mit Playerunknown's Battlegrounds erlebt. Auch PUBG einen vergleichbaren Auftakt in 2017, verlor aber 2018 einen großen Teil seiner Spieler. Trotzdem ist es unwahrscheinlich, dass das auch Fortnite widerfährt.

Der Traum von einem Service-Game

Wer Fortnite spielt, braucht eine gute Internetleitung. Nicht etwa wegen möglicher Verbindungsprobleme, sondern wegen der zahlreichen Updates, die Entwickler Epic Games Woche für Woche veröffentlicht. Das fängt mit den Skins an: Jeden Tag frischt Epic den Fortnite-Shop auf und bietet neue Outfits, Spitzhacken und Gleiter an.

Kosmetische Gegenstände allein machen aber noch kein Service-Game aus. Darum gibt es für alle Spieler jeden Donnerstag eine Reihe von neuen Herausforderungen, die Abwechslung in die Matches bringen und Bonus-Erfahrungspunkte abwerfen. Daneben reihen sich wöchentliche Inhalts-Updates, die nicht nur Bugfixes enthalten, sondern auch neue Waffen, Fahrzeuge und sogar temporäre Spielmodi einführen - komplett kostenlos.

Dabei geht Epic auch immer wieder gezielt auf die Community ein. Beispielsweise erfüllte der Entwickler den Wunsch eines Jungen, der seinen selbstgezeichneten Hühnchen-Skin im Spiel sehen wollte. Der Chicken Trooper ist mittlerweile ein fester Teil des Spiels.

Doch auch hier ist noch nicht Schluss: Alle zehn Wochen startet eine neue Season mit eigenem Thema in Fortnite, die die Karte verändert und neue Mechaniken einführt. Das Ganze geschieht sogar dynamisch: Als sich beispielsweise kurz vor Season 5 ein Portal in der Spielwelt öffnete, tauchte der Durrr-Burger in der Wüste Kaliforniens auf, kurz darauf erschienen Lama-Statuen auf der ganzen Welt.

Ein zeitlich begrenzter Spielmodus mit Thanos gehörte bisher zu den Highlights der regelmäßigen Fortnite-Updates. Ein zeitlich begrenzter Spielmodus mit Thanos gehörte bisher zu den Highlights der regelmäßigen Fortnite-Updates.

Zusammengefasst ist Fortnite damit ein Paradebeispiel für Service-Games: Die Entwickler ziehen ihre Spieler jeden Tag aufs Neue ins Spiel. Langweilig wird es in Fortnite also nicht - und daran scheint sich auch in Zukunft nichts zu ändern. Stagnation war einer der Hauptgründe, warum das Interesse an PUBG 2018 nachgelassen hat.

Der Entwickler PUBG Corp. versuchte zwar mit einer Bugfix-Kampagne die Hauptprobleme des Spiels zu beheben, beendete diese aber ohne den erwünschten Erfolg. Epic wirkt dagegen gekonnt gegen den Stillstand.

Die Konkurrenz ist aufgewacht

2017 sah die Battle-Royale-Konkurrenz noch spärlich aus. Playerunknown's Battlegrounds erfand den Spielmodus zwar nicht, verhalf ihm aber zu extremer Popularität, weil es das erste und lange Zeit einzige Spiel war, das Battle Royale einer großen Masse zugänglich machte.

Fortnite hat es nicht mehr so leicht. Mittlerweile ziehen auch die großen Publisher nach und fügen ihren AAA-Spielen Battle-Royale-Modi hinzu: Call of Duty: Black Ops 4 hat Blackout, in Battlefield 5 erscheint in Kürze Firestorm und Counter-Strike: Global Offensive hat zeitgleich mit seiner Free2Play-Umstellung ebenfalls einen Battle-Royale-Modus namens Danger Zone bekommen.

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Dennoch behält Fortnite die Nase vorn: Die gerade genannten Beispiele imitieren nämlich eher PUBG, von dem sich Epics Shooter mit bunter Optik und Arcade-Gameplay distanziert und so eine Lücke stopft, die auch andere Konkurrenten wie Realm Royale nicht zu füllen wussten. Und durch diese Grafik hat Fortnite noch einen weiteren Vorteil gegenüber der aktuellen Konkurrenz: Auch Kinder und Jugendliche dürfen es spielen.

In der Studie für Jugend, Information und Medien (JIM) entpuppte sich Fortnite als beliebtestes Spiel deutscher Jugendlicher. Sie brachte auch eine interessante Erkenntnis hervor: Während Fortnite bei den 12- bis 17-Jährigen ungeschlagen führt, verschwindet es bei den 18- und 19-Jährigen komplett aus der Top 3.

Insgesamt stehen die Zeichen also sehr gut für Fortnite, seinen Siegeszug auch 2019 fortsetzen zu können. Denn ein Battle-Royale-Spiel, das mit der Update-Frequenz und dem Fanservice von Fortnite mithält und dabei auch noch eine breite Altersschicht abdeckt, ist momentan nicht in Sicht.

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