Amazon Prime - CEO Jeff Bezos verrät erstmals Anzahl der Abonnenten

Amazon hatte sich bislang nie entlocken lassen, wie viele Kunden ein Prime-Abo abgeschlossen haben – bis jetzt.

von Georg Wieselsberger,
19.04.2018 09:29 Uhr

Amazon-CEO Jeff Bezos verrät die Anzahl der Prime-Mitglieder.Amazon-CEO Jeff Bezos verrät die Anzahl der Prime-Mitglieder.

Amazon Prime ist ein kostenpflichtiger Abo-Dienst des Online-Unternehmens, der in Deutschland beispielsweise für schnellen Versand ohne zusätzliche Kosten sorgt und viele weitere Dienste wie Prime-Video bietet oder auch mit Twitch Prime verbunden ist. Bisher hat sich Amazon aber nie in die Karten blicken lassen, was die Anzahl der Prime-Abonnenten betrifft. Daher blieben vielen Analysten nur Spekulationen darüber, wie erfolgreich Amazon Prime tatsächlich ist.

100 Millionen Prime-Mitglieder weltweit

Das hat CEO Jeff Bezos, der aktuell vermutlich reichste Mann der Welt, in seinem jährlichen Brief an die Amazon-Aktionäre nun aber geändert. Weltweit gibt es laut Bezos nun mehr als 100 Millionen Prime-Mitglieder. Im Jahr 2017 seien mehr neue Prime-Kunden gewonnen worden als in jedem anderen Jahr zuvor. Die Möglichkeit des günstigen oder kostenlosen Versands sei von den Abonnenten letztes Jahr für mehr als fünf Milliarden Produkte genutzt worden.

Die tatsächlichen Vorteile von Prime unterscheiden sich von Land zu Land aufgrund der dortigen Gegebenheiten. Bezos kündigte beispielsweise an, dass nach der Übernahme der US-Einzelhandelskette Whole Foods nun die technischen Grundlagen geschaffen würden, um Prime-Vorteile auch dort zu bieten.

Echo ein großer Erfolg

Der Brief an die Aktionäre enthält auch noch einige andere Details. So habe Amazon im Jahr 2017 so viele eigene Geräte verkauft wie noch nie zuvor. Alleine die Echo-Produkte mit der Sprachassistentin Alexa seien in einer zweistelligen Millionenzahl verkauft worden. Laut der Mitteilung hat Amazon inzwischen mehr als 560.000 Mitarbeiter.

Bezos bedankt sich auch bei den vielen Kunden – unter anderem dafür, dass sie so »göttlich unzufrieden« sind. Das sei menschliche Natur und das »Wow!« von gestern sei schnell das Gewöhnliche von heute. Die Ansprüche würden immer schneller steigen und darum müsse Amazon stets besonders hohe Standards erfüllen.


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