Das Ende des Geforce Partner Programs - Asus stellt Arez für AMD Radeon doch nicht ein

Asus wird seine neue Marke Arez für Radeon-Grafikkarten von AMD wohl doch nicht einstellen. Die Meldung stammte von einem inoffiziellen Account.

von Georg Wieselsberger,
23.05.2018 07:06 Uhr

AMD ging mit der »Radeon Freedom of Choice«-Kampagne gegen das GPP vor. (Bildquelle: AMD)AMD ging mit der »Radeon Freedom of Choice«-Kampagne gegen das GPP vor. (Bildquelle: AMD)

Update: Die Zweifel an dem Twitter-Account Asus_Arez, die wir gestern erwähnt hatten, waren berechtigt. Wie Asus gegenüber Forbes erklärt hat, handelt es sich nicht um einen offiziellen Asus-Account, außerdem ist auch das verwendete Arez-Logo nicht die offizielle Version.

Laut Forbes handelt es sich sogar um ein Mockup, das von der Webseite wccftech entworfen worden war. Asus werde wie geplant eine ganze Reihe an Radeon-Grafikkarten unter der Marke Arez in den Handel bringen.

Meldung bei Twitter

Update: Offiziell hat noch immer keiner der Nvidia-Partner bekanntgeben, ob das inzwischen eingestellte Geforce Partner Program (GPP) von Nvidia tatsächlich den Zwang enthielt, bisher genutzte Gaming-Marken nur noch für Geforce-Produkte zu verwenden. Doch nun hat sich der Twitter-Account Asus_Arez, einer nach dem GPP extra für Radeon-Grafikkarten neu erschaffenen Marke, zu Wort gemeldet.

Asus wird Arez wieder einstellen und auch für Radeon-Grafikkarten von AMD wieder das altbekannte Republic of Gamers (ROG) verwenden. In der Diskussion zu dieser Nachricht teilt der Account auch noch mit, dass das GPP »aufgegeben« habe - mit Smilie. Der Bezug zwischen Arez und dem GPP ist also eindeutig. Eventuell werden die bisher hergestellten und verkauften Arez-Modelle auf diese Weise sogar zu Sammlerstücken.

Es gibt allerdings noch etwas Zweifel, da der Account »Asus Arez« bei Twitter nicht verifiziert wurde und daher nicht klar ist, ob es sich nicht nur um einen privaten Account eines Radeon-Fans handelt. Legit Reviews - mit guten Kontakten zu AMD - scheint die Nachricht aber für echt zu halten.

Kaufberatung: Die besten Grafikkarten für Spieler

Originalmeldung: Wir haben schon mehrmals über das Geforce Partner Program (GPP) berichtet, das laut vielen Quellen den Grafikkartenherstellern, die Nvidia als Partner bezeichnet, viele Bedingungen aufzwingen soll, wollen sie nicht die umfangreiche Unterstützung von Nvidia verlieren.

Ein Beispiel für die inoffiziell bekannt gewordenen Bedingungen ist, dass die Hersteller ihre Gaming-Marken nur noch für Nvidia-Produkte verwenden dürfen. Hinweise darauf, dass das tatsächlich zutrifft, gibt es einige, etwa bei Gigabyte oder MSI.

Asus stellt Radeon-Marke Arez vor

Nun hat auch Asus seine aus Gerüchten schon bekannte Marke Arez vorgestellt, die nur für Radeon-Grafikkarten geschaffen wurde. Die eigene Marke Asus wird dabei nicht mehr erwähnt. Einen Grund dafür gibt Asus nicht an, aber das ist wohl inzwischen auch nicht mehr notwendig. AMD selbst hat nun eine Kampagne gestartet, die unter dem Motto »Freedom of Choice« läuft. Die Marke Arez sei nur der Start, viele weitere Partner würden bald neue Marken nur für Radeon vorstellen.

AMD verpflichtet sich laut eigener Aussage dazu, offene Innovation zu fördern, transparente Branchenstandards wie Freesync zu unterstützen und nicht etwa Gamer mit Steuern für proprietäre Hardware und einer eingeschränkten Monitorauswahl zu »bestrafen«. Man arbeite mit allen Partnern eng und auf gleicher Augenhöhe zusammen und baue auch Vega-Features in Spiele wie Far Cry 5 ein, ohne die Konkurrenz zu bestrafen.

Versteckter Hinweis auf das GPP im Video

Ein kleiner Hinweis auf das GPP findet sich im Video.Ein kleiner Hinweis auf das GPP findet sich im Video.

Kyle Bennett von HardOCP, der als Erster auf das GPP von Nvidia aufmerksam gemacht hat, lobt Nvidia in einer Meldung sarkastisch dafür, dass sie eine einzigartige und von Herzen kommende Marketing-Kampagne für AMD und Radeon geschaffen haben. AMD erwähnt Nvidia und das GPP zwar nicht direkt, doch im Video zu Freedom of Choice ist kurz eine Laufschrift zu sehen: »Dell and HP ain't down with the GPP«. Eine Überschrift von PC Perspective zur Meldung, dass große PC-Hersteller wie Dell und HP nicht am GPP teilnehmen (wollen).


Kommentare(59)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

Sponsored

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen oder schließen