AMD Radeon Pro Vega 20 - Benchmarks der ersten 7-Nanometer-Profi-Grafikkarte aufgetaucht

Noch ist nicht bekannt, ob es Spieler-Grafikkarten mit Vega in 7 Nanometern geben wird. Zumindest eine Profi-Karte ist jetzt aber in einem Spiele-Benchmark aufgetaucht.

von Christoph Liedtke,
22.06.2018 11:10 Uhr

AMDs GPU-Portfolio besteht neben Gaming-Grafikkarten auch aus Profi-Modellen der Radeon-Pro-Reihe. Diese setzen vermutlich bald auf Vega-20-GPUs in 7 Nanometern.AMDs GPU-Portfolio besteht neben Gaming-Grafikkarten auch aus Profi-Modellen der Radeon-Pro-Reihe. Diese setzen vermutlich bald auf Vega-20-GPUs in 7 Nanometern.

AMD entwickelt neben den aktuellen Spieler-Grafikkarten der RX-500- und RX-Vega-Reihe auch GPUs für den professionellen Markt. Darunter finden sich sowohl Modelle der Radeon-Instinct-Reihe für Server als auch die Radeon-Pro-Reihe für Workstations.

Allein wegen der hohen Preise sind solche Modelle für Spieler in der Regel nicht interessant, außerdem haben sie grundsätzlich einen ganz anderen Einsatzzweck. Jetzt ist aber dennoch eine neue »Radeon Pro Vega 20« in der offiziellen Datenbank zu Benchmarks von Ashes of the Singularity aufgetaucht.

Die besten Grafikkarten für Spieler

Auf der diesjährigen Computex Anfang des Monats kündigte das Unternehmen erste Vega-20-GPUs im 7-Nanometer-Verfahren an. Das feinere Fertigungsverfahren ermögliche eine doppelt so hohe Leistungseffizienz und verglichen mit der im 14nm-Verfahren gefertigte Vega-10-GPU eine um 35 Prozent gesteigerte Leistung.

Nach Aussagen AMDs soll Vega 20 nur auf professionellen Karten der Radeon-Instinct-Serie zum Einsatz kommen und sich in erster Linie den Arbeitsfeldern der künstlichen Intelligenz und dem Deeplearning widmen. Der besagte Datenbankeintrag legt allerdings nahe, dass AMD die neuen 7nm-GPUs auch in die Radeon-Pro-Serie bringen könnte.

AotS-Benchmark: Radeon Vega Pro 20 Der Benchmark-Eintrag in der AotS-Datenbank setzt auf eine Radeon Pro Vega 20, Ryzen 7 2700X und 16,0 GByte RAM.

vs. Geforce GTX 1080 Ti Mit denselben Grafiksettings und im Hardware-Setup nur mit einer anderen GPU (GTX 1080 Ti) erreichen wir die dreifache Leistung.

Die Grafikkarte wurde zusammen mit einem AMD Ryzen 7 2700X samt 16,0 GByte DDR4-Arbeitsspeicher in UHD-Auflösung und im DirectX12-Modus gebencht. Das Setup kommt so auf 2.500 Punkte. Um das erzielte Ergebnis besser einordnen zu können, haben wir den AotS-Benchmark unter gleichen Testbedingungen nachgestellt.

Dabei setzen wir ebenfalls auf den Ryzen 7 2700X, identisch großen Arbeitsspeicher und die selben Grafikeinstellungen, verwenden aber Nvidias Geforce GTX 1080 Ti. Damit erreicht unser System 7.500 Punkte, also den dreifachen Wert der 7nm-AMD-GPU.

Eine Aussage zur Leistungsfähigkeit der vermeintlichen Radeon Pro Vega 20 kann zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht erfolgen. Die noch nicht veröffentlichte Grafikkarte befindet sich momentan in der Entwicklung, sodass noch diverse Verbesserungen insbesondere bei den Treibern zu erwarten sind. Eine hohe Spieleleistung dürfte bei der Entwicklung außerdem nicht im Fokus stehen.

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Zwar handelt es sich bei dieser Grafikkarte um ein Modell für den professionellen Einsatz, doch bereits AMDs erste Vega-Grafikkarte, die Radeon Vega Frontier Edition, bot in frühen Benchmarks einen Ausblick auf die Leistungsfähigkeit der Spieler-Varianten, die später als Radeon RX Vega 56 und RX Vega 64 in den Handel gelangten.

Im Gegensatz zu den Vega-10-Grafikkarten ist es allerdings noch nicht ganz klar, wann und ob Vega-20-Grafikkarten überhaupt auch für Spieler erscheinen. Laut AMD werde das »ziemlich sicher« nicht der Fall sein, deshalb müssen wir uns vermutlich noch bis ins Jahr 2019 und zum Erscheinen der nächsten GPU-Architektur namens Navi gedulden. Die könnte dabei laut aktuellen Gerüchten maximal in den Leistungsregionen von Vega-10 wildern, statt Nvidias GTX 1080 Ti (und kommenden Nvidia-Modellen auf Turing-Basis) im High-End-Bereich Konkurrenz zu machen.

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