AMD Ryzen 5 1600(X) - Manche Exemplare haben acht aktive Kerne

Die beiden Prozessoren AMD Ryzen 5 1600 und Ryzen 5 1600X sind im Handel in Versionen aufgetaucht, bei denen acht statt sechs CPU-Kerne aktiv sind.

von Georg Wieselsberger,
04.10.2017 11:38 Uhr

Der Ryzen 5 1600(X) wurde anscheinend teilweise mit acht aktiven Kernen ausgeliefert.Der Ryzen 5 1600(X) wurde anscheinend teilweise mit acht aktiven Kernen ausgeliefert.

Normalerweise bieten die beiden AMD-Prozessoren AMD Ryzen 5 1600 und Ryzen 5 1600X jeweils sechs CPU-Kerne und können 12 Threads gleichzeitig bearbeiten. Acht Kerne sind den größeren Modellen vorbehalten. Doch im Internet sind nun mehrere Berichte von Käufern eines Ryzen 5 1600 oder 1600X aufgetaucht, laut denen ihr gekauftes Exemplar ohne jegliche Manipulation direkt acht aktive Kerne besitzt.

Ryzen 5 1600X wird identisch zum Ryzen 7 1800X

Ein Ryzen 5 1600X mit 3,6 GHz Basis-Takt, 4,0 GHz Turbo-Takt und acht statt sechs aktiven Kernen ist aber von dem Top-Modell Ryzen 7 1800X nicht mehr zu unterscheiden, da dieser bis auf die Kern-Anzahl und den damit verbundenen L2-Cache pro Kern die gleichen technischen Daten bietet. Ein Ryzen 1600 mit acht Kernen hingegen muss sich dann mit etwas geringerem Takt abfinden, es sei denn, der Besitzer übertaktet den Prozessor zusätzlich.

Inzwischen ist laut wccftech klar, dass es sich wohl in allen berichteten Fällen um Prozessoren handelt, die in der 36. Woche des Jahres 2017 in Malaysia hergestellt wurden. Der sogenannte Batch-Code des Prozessors verrät, wann und wo die CPU produziert wurde. Die unerwarteten Achtkerner der Ryzen-1600er-Reihe haben hier einen Code, der mit UA 1736P beginnt, beispielsweise UA 1736PGT.

Ursache bisher nicht klar

Die glücklichen Käufer haben ihre ungewöhnlichen Prozessoren natürlich inzwischen auch getestet und bestätigt, dass die CPUs bei den Taktraten eines Ryzen 7 1800X auch tatsächlich eine identische Leistung liefern. Wieso allerdings Sechskern-Prozessoren von AMD direkt aus der Verpackung ohne weiteres Zutun mit acht Kernen funktionieren, ist bisher nicht klar.

Normalerweise wird jede CPU vor dem Verpacken und Versenden in der Fabrik getestet, sodass dort eigentlich hätte auffallen müssen, dass acht Kerne aktiv sind. Denkbar wäre laut wccftech, dass die hohe Nachfrage nach 1600er-Modellen kurzzeitig dazu geführt hat, dass bei der Produktion CPU-Dies des weniger beliebten 1800X verwendet wurden.

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