AMD vs. Intel - Erste Preissteigerungen bei AMD-Mainboards

Die aktuellen Lieferprobleme bei Intel sorgen beispielsweise in China dafür, dass immer mehr Kunden zu AMD greifen und dort nun günstige AM4-Mainboards ausverkauft sind.

von Georg Wieselsberger,
27.09.2018 06:25 Uhr

Intel vs. AMD - Nicht nur in China verkauft AMD immer mehr Chipsätze und Prozessoren.Intel vs. AMD - Nicht nur in China verkauft AMD immer mehr Chipsätze und Prozessoren.

Update 2: Der Erfolg von AMD hat auch Nachteile, die sich nun wie zuvor erst in China zeigen. Die Mainboard-Hersteller dürften sich zwar über 15 Prozent gestiegene Verkäufe freuen, doch die hohe Nachfrage nach AMD-Prozessoren sorgt inzwischen in China dafür, dass auch die Preise steigen. Mainboards kosten dort nun zwischen 3 und 50 Prozent mehr als zuvor und die Branche geht laut einem Bericht der China Times davon aus, dass die Preise auch im Oktober weiter steigen werden.

All das ist auch ein Effekt der Lieferprobleme von Intel. Im Oktober werden zwar neue Prozessoren und Intel-Mainboards erwartet, doch die dürften laut der Meldung »unvermeidlich« schnell ausverkauft sein. AMD kann im Gegensatz dazu die Liefermengen noch erhöhen, daher sollte das 4. Quartal für AMD noch besser ausfallen als das 3. Quartal.

Update 1: Laut Digitimes könnte AMD im 4. Quartal 2018 bei Prozessoren einen Marktanteil von 30 Prozent weltweit erreichen. Auch die Mainboard-Hersteller wie Asus, MSI, Gigabyte und Asrock hätten ihre Produktion und die Auslieferungen von Hauptplatinen für AMD-Prozessoren erhöht.

Im 3. Quartal 2018 soll der Marktanteil von AMD weltweit schon bei 20 Prozent gelegen haben und nun noch weiter steigen. Bei den Servern soll AMD immerhin 5 Prozent Marktanteil bis Ende des Jahres erobern, obwohl der große Angriff mit den Epyc-Prozessoren in 7nm auf Zen-2-Basis erst 2019 bevorsteht.

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Originalmeldung: Intel hat laut vielen Meldungen Probleme, ausreichend Chipsätze und Prozessoren zu liefern, was sich aktuell auch in deutlich steigenden Preisen für manche Produkte auswirkt. Gerade bei Kunden, die gerne zu den günstigeren Angeboten greifen, hat das in China große Auswirkungen, wie Expreview berichtet. Dort ist vor allem der günstige H310-Chipsatz von Intel betroffen, der praktisch kaum erhältlich ist. Das sorgt nun im Gegenzug dafür, dass es auch bei AMD Lieferprobleme gibt, deren Ursache allerdings in den steigenden Verkäufen liegt.

Während Intel anscheinend schlicht nicht liefern kann, reißen die chinesischen Kunden den Händlern AM4-Mainboards von Asus und Gigabyte geradezu aus den Händen. Günstige Asus-Mainboards für AMD-Prozessoren, beispielsweise mit dem A320-Chipsatz, sind daher in China ständig ausverkauft. In den Lagern und bei den Großhändlern gibt es kaum noch Nachschub und auch die Liefermengen sind für die Nachfrage nicht mehr ausreichend.

Inzwischen steigen sogar die Verkäufe von Hauptplatinen mit B450-Chipsatz stark an und der Vorrat wird langsam knapp. Sogar der A68H-Chipsatz für den inzwischen veralteten Sockel FM2+ verkauft sich so gut, dass im Handel die Produkte langsam knapp werden, doch hier gibt es noch ausreichend Vorräte im Großhandel. Bei Gigabyte sieht es ähnlich aus, Produkte mit A320 und B450 sind praktisch ausverkauft, der A68H ausreichend vorhanden. Von MSI ist nur bekannt, dass auch hier die Verkäufe von AMD-Mainboards gestiegen sind.

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Die Lage bei den B450-Produkten wird noch durch gleichzeitig laufende Aktionen mit Prozessor-Bundles verschärft und soll daher insgesamt nicht so kritisch sein wie beim A320. Im Normalfall sollte aber zu jedem Mainboard auch ein AMD-Prozessor verkauft werden, wenn es sich nicht gerade um Ersatz für einen Defekt handelt. AMD dürfte also von den Problemen bei Intel zumindest in China gerade stark profitieren.

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