Jetzt mit Plus alles auf einer Seite lesen

Jahres-Abo
4,99€

pro Monat

12 Monate

Günstigster Preis
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Quartals-Abo
5,99€

pro Monat

3 Monate

14% gegenüber Flexi-Abo sparen
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Flexi-Abo
6,99€

pro Monat

1 Monat

Monatlich kündbar
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's

Seite 2: Anno 1404 - Preview: Spielt es sich besser als die Vorgänger?

Dutzende Waren

Das hinzuverdiente Geld können wir gut gebrauchen, da wir nun auf unserer Insel eine Kapelle bauen sollen. Dafür benötigen wir Werkzeuge, die wir zumindest in dieser Mission nur durch Handel erwerben können – wir dürfen also weder eine Eisenmine noch eine Werkzeugschmiede bauen. Mit diesen künstlichen Beschränkungen wollen die Entwickler sicherstellen, dass sowohl Einsteiger wie auch Profis Stück für Stück und ohne Stress ans stark ausgebaute Wirtschaftssystem herangeführt werden. Denn statt der 35 Warentypen in Anno 1701 gibt es nun 65. Viele davon müssen sogar mehrfach verwertet werden. So benötigen wir Hanfplantagen nicht nur für die Hemdenherstellung, sondern auch für die Takelagen unserer Schiffe. Für uns ist das vorerst alles noch Zukunftsmusik. Wir freuen uns vielmehr darüber, dass wir die Werkzeuge aus Lord Northburghs Kontor nun komfortabel per Maus auf unser Schiff ziehen können – eine weitere sinnvolle Bedienungsverbesserung. Die Rückfahrt zu unserer Insel beobachten wir per F1-Taste aus der neuen Verfolgerperspektive. Spielerisch eigentlich sinnlos, nutzen wir die Kino-Funktion trotzdem bei nahezu jeder Entdeckungsreise. Denn so können wir das atemberaubend schöne und vor allem glaubwürdig simulierte Wasser aus nächster Nähe erleben.

Lineare Geschichten

Eine Kapelle und zwei Baumaterial- Lieferungen später haben wir sämtliche Ziele der ersten Kampagnenmission erfüllt. Zur Belohnung sehen wir in einer weiteren Zwischensequenz, wie der Kaiserdom die nächste Baustufe erreicht – und eine große Flotte von Kriegsschiffen im Hafen von Lord Northburgh einläuft. Der Kardinal plant einen Kreuzzug gegen den »ungläubigen« Orient, und wir sollen bei den Kriegsvorbereitungen helfen. Das fiktive Abenteuer nimmt also langsam Fahrt auf und wird wie im Anno 1701- Addon Der Fluch des Drachen hauptsächlich mit Hilfe von animierten Charakterporträts erzählt. Nach unseren ersten Eindrücken ist die Geschichte recht spannend und wendungsreich, allerdings auch sehr klischeehaft. Wir treffen auf verblendete Geistliche, schmierige Berater, naive Ritter und weise Wesire.

Schlecht für den Wiederspielwert: Die Kampagne wird streng linear verlaufen. Und obwohl wir teils mehrere Aufträge lang in derselben Inselwelt unterwegs sind, dürfen wir unsere selbstgebauten Städte und Plantagen nicht mit in den nächsten Abschnitt nehmen. Stattdessen müssen wir mit sinnvoll vorgefertigten Mustersiedlungen weiter - machen. Das mag leichter sein fürs Balancing, dennoch verschenkt Anno 1404 hier viel atmosphärisches Potenzial. Dafür sind die vier von uns gespielten Missionen ebenso abwechslungswie umfangreich. Die meisten Probleme lassen sich zudem auf mehrere Arten bewältigen.

Endlose Spiele

Okzident: Hier residiert Lord Richard Northburgh, Berater des Kaisers und gleichzeitig unser Mentor. Okzident: Hier residiert Lord Richard Northburgh, Berater des Kaisers und gleichzeitig unser Mentor.

Wir verlassen die Kampagne und widmen uns dem Endlosspiel. Wie gewohnt können wir die Partie mit Hilfe von Dutzenden Einstellungsmöglichkeiten exakt an unsere persönlichen Vorlieben anpassen, von der Größe der Inseln über die Anzahl der Gegner bis hin zu den Siegbedingungen. Neu ist eine Art dynamischer Schwierigkeitsgrad-Balken, der uns bei jeder Optionsänderung sofort visualisiert, wie sich das auf die Komplexität der Inselbesiedlung auswirkt – gerade für Anno-Neulinge eine prima Idee. Serienveteranen freuen sich dagegen über das neue Punktesystem, das ihre Leistungen im Endlosspiel vergleichbar macht.

Neutrale Fraktionen

Korsaren: Eine stete Gefahr für unsere Handelskonvois! Korsaren: Eine stete Gefahr für unsere Handelskonvois!

Überraschung: Auch zu Beginn unserer Endlospartie begegnen wir Lord Richard Northburgh. Er ist mit seiner eigenen kleinen Kolonie in der Inselwelt vertreten. Wieder hilft er uns als freundlicher Berater bei den ersten Siedlungsschritten, quasi als optionales Tutorial. Außerdem übernimmt er die Rolle des fahrenden Händlers aus Anno 1701. Wir können bei ihm jedoch nicht nur Waren einkaufen, sondern – neu – auch Darlehen beantragen. Außerdem vergibt er als Repräsentant des Kaisers immer wieder lukrative Aufträge, etwa einen versunkenen Schatz zu bergen.

Neben Lord Northburgh gibt es noch zwei weitere neutrale Persönlichkeiten, mit denen wir uns im Endlosspiel auseinandersetzen müssen: das Korsaren- Oberhaupt und den Großwesir Al Zahir. Ersterer übernimmt die Rolle der Piratenkapitäns Ramirez aus Anno 1701, überfällt also mit seinen Schiffen ungeschützte Handelskonvois, lässt sich aber auch als Handels- und Bündnispartner gewinnen. Letzterer hilft uns bei der Erschließung des Orients – dazu gleich mehr.

Ruhmreiche Taten

Orient: Großwesir Al Zahir greift erst ein, wenn wir die südlichen Inseln entdeckt haben. Orient: Großwesir Al Zahir greift erst ein, wenn wir die südlichen Inseln entdeckt haben.

Großwesir Al Zahir kommt ins Spiel, sobald unsere Siedler die zweite Zivilisationsstufe »Bürger« erreichen. Denn dann fordern sie Gewürze , und wir müssen zwangsläufig die südlichen Inseln erschließen. Dafür benötigen wir vor allem eines: Ruhm – die neue und neben Gold wichtigste Währung in Anno 1404. Ruhm bekommen wir, wenn wir unsere Siedlung ausbauen, Piratenschiffe vernichten, Handelsverträge erfüllen, Aufträge abschließen, Turniere ausrichten – also praktisch für jedes kleinere oder auch größere Erfolgserlebnis. Mit den so gewonnenen Ruhmpunkten steigen wir im Ansehen beim Großwesir und damit auch im diplomatischen Rang. Wir beginnen als »Fremder« und können in sechs Stufen bis zum »Vertrauten des Sultans« emporklettern. Das lohnt sich, denn mit jeder Stufe schalten wir neue Gebäude und Technologien des Orients frei. Wo anfangs nur ein paar Gewürzplantagen vor sich hin welken, entstehen später dank orientalischer Wasserpumpen im wahrsten Sinne des Wortes blühende Oasen.

Orientalische Verbindungen

Auch im Orient dürfen wir Siedlungen errichten, – Samt eigener Gebäude, Produktionsketten und Zivilisationsstufen Auch im Orient dürfen wir Siedlungen errichten, – Samt eigener Gebäude, Produktionsketten und Zivilisationsstufen

Mit der entsprechenden Diplomatiestufe dürfen wir darüber hinaus auch im Orient Siedlungen errichten – samt eigener Gebäude, Produktionsketten, Zivilisationsstufen und sogar Monumentalbauten. Wir züchten Rosen, tauchen nach Perlen, befördern unsere Nomaden zu Gesandten und können schließlich sogar eine gigantische Sultansmoschee errichten – das orientalische Pendant zum Kaiserdom.

Der Kniff: Je weiter sich ihre Okzident- und Orientsiedlungen entwickeln, desto mehr müssen sie zusammenarbeiten. Orientalische Gesandte generieren etwa Handelsrechte, mit denen wir Bürger zu Patriziern befördern dürfen. Diese zahlen zwar kräftig Steuern, fordern aber auch Luxusgegenstände wie Bücher und Parfüm, die wir wiederum nur mit Indigo und Rosen, also Rohstoffen des Orients herstellen können. Das komplexe Zusammenspiel von Ruhm, Okzident und Orient macht Anno 1404 vor allem gegen Ende einer Partie deutlich anspruchsvoller als die Vorgänger. In unserer Probepartie – ein von den Entwicklern vorbereiteter Spielstand – gab es jedenfalls ständig etwas zu optimieren.

PDF (Original) (Plus)
Größe: 12,4 MByte
Sprache: Deutsch

2 von 3

nächste Seite


zu den Kommentaren (21)

Kommentare(21)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.