Apex Legends Kampf gegen Cheater - Neues Reporting-Tool hilft fast 800.000 Betrüger zu bannen

Dank der Report-Funktion von Apex Legends funktionieren Respawns Anti-Cheat-Tools jetzt besser. Die Zahl der Cheater soll um 50% zurückgegangen sein.

von Mathias Dietrich,
04.05.2019 14:56 Uhr

Apex Legends hat immer weniger Cheater. Respawns Bemühungenzahlen sich aus.Apex Legends hat immer weniger Cheater. Respawns Bemühungenzahlen sich aus.

Respawn Entertainment hat wieder einige Informationen zu seinem Kampf gegen Cheater in Apex Legends veröffentlicht: Die Zahl der gebannten Accounts geht auf die Millionen zu und über 300.000 Betrüger hinderte man bereits an der Erstellung eines Kontos.

Wenn es um Maßnahmen gegen Cheater geht, können die Entwickler nicht viele Informationen bekannt geben. Das hat Gründe: Was man öffentlich preisgibt, wissen auch die Betrüger. Und jede noch so kleine Notiz könnte denen helfen, die Gegenmaßnahmen zu umgehen.

Der Kampf gegen Cheater in Zahlen

  • 770.000 Spieleraccounts gebannt
  • 300.000 Kontoerstellungen bekannter Cheater verhindert
  • 4.000 Accounts von Cheatverkäufern und Spambots in den letzten 20 Tagen (Stand 3. Mai 2019) entfernt.
  • Mehr als 50% weniger Matches mit Cheatern auf dem PC innerhalb des letzten Monats

Beim Entwickler ist der Kampf gegen Cheater keine Sache für nebenbei. Ganze Teams kümmern sich ausschließlich darum und verdienen damit ihr Geld. Um Betrügern in dem Battle-Royale-Shooter den Garaus zumachen, arbeitet das Studio außerdem mit Experten von EA und Dice und auch dem Entwickler des Anti-Cheat-Tools EAC zusammen.

Reportfunktion verbessert Anti-Cheat-Tools

Besonders viel Auswirkung hatte die erst kürzlich eingefügte Funktion, mit der Spieler verdächtige Accounts an Respawn Entertainment melden können. Diese half dabei Cheater ausfindig zu machen, deren Tools von den automatischen Funktionen nicht entdeckt wurden.

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Dazu dürften auch so genannte Soft-Cheats gehören. Spieler berichteten diese bemerkt zu haben, nachdem die großen Bannwellen anfingen. Die Aimbots helfen den Betrügern dann nur noch beim zielen in einem Rahmen, der dem Anti-Cheatprogramm nicht auffällt. Dafür setzen die unlauteren Tools absichtlich manche Schüsse daneben. Einem Zuschauer fällt das auf, einem Programm hingegen nicht.

Mit den durch Reports gefundenen Information hat Respawn jetzt aber Easy-Anti-Cheat verbessert, wodurch die bisher schwer zu erfassenden Cheats nun auch automatisch erkannt werden.

Community wünscht sich weitere Funktionen

Selbst die subjektive Beobachtung der Community bemerkt einen Rückgang an Cheatern. In den Kommentaren auf Reddit äußern sich viele Spieler positiv über die Bestreben von Respawn Entertainment und auch in unseren eigenen Tests auf den asiatischen Servern treffen wir kaum noch auf Spam-Accounts. Vor wenigen Monaten hingegen waren diese in so gut wie jedem Match vertreten.

Verbesserungsvorschläge haben die Nutzer aber immer noch. Zu diesen gehören:

  • Eine Killcam: Derzeit könnt ihr zwar dem Spieler zusehen, der euch tötete, seht aber nicht, wie er euch ausschaltete. Nutzte er gegen euch einen Cheat und hält danach den Kopf unten, werdet ihr das also nicht bemerken.
  • Entfernen der Benachrichtigung, wenn einem Spieler zugesehen wird: Seid ihr noch am Leben und ein anderer Spieler schaut euch zu, so teilt Apex Legends euch das im Benutzerinterface mit. Für Cheater ist das ein Zeichen nicht mehr so auffällig zu betrügen und daher hinderlich dabei, diese zu entdecken.
  • Beobachten der Squadmitglieder eurer Nemesis: Wie bereits gesagt könnt ihr nur dem Spieler zuschauen, der euch erledigt hat, nicht aber seinen Teamkollegen.
  • Meldungen nach Abschluss eines Matches: Ist die Runde vorbei, dann könnt ihr Betrüger nicht mehr aus dem Spiel heraus melden.

Für Respawn bedeutet das große Interesse an Apex Legends übrigens eins: Titanfall muss warten. Der Battle-Royale-Shooter hat erst einmal Vorrang. Laut unserer Umfrage werden die wenigsten von euch ein Problem damit haben: Gamestar-Nutzer halten Respawns Free2Play-Spiel für das beste BR auf dem Markt. Nur knapp dahinter ist Battlefield 5 mit seinem Firestorm-Modus. Der Platzhirsch Fortnite schaffte es hingegen nicht einmal unter die Top 3.

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