Asrock wird Grafikkarten-Hersteller - Neue Phantom-Gaming-Serie bestätigt

Asrock ist vor allem als Mainboard-Hersteller bekannt und wird sein Geschäftsfeld nun um Grafikkarten erweitern.

von Georg Wieselsberger,
18.03.2018 10:49 Uhr

Asrock bietet viele verschiedene Mainboards an – und demnächst wohl auch Grafikkarten. Asrock bietet viele verschiedene Mainboards an – und demnächst wohl auch Grafikkarten.

Update: Die Gerüchte um Asrock als kommenden Grafikkarten-Hersteller haben sich bestätigt. Das Unternehmen hat ein kurzes Video veröffentlicht, in dem eine erste Grafikkarte aus der neuen Serie Phantom Gaming zu sehen ist.

Laut den Gerüchten sollte es sich dabei um ein Radeon-Modell handeln, aber das Video lässt nur den Rückschluss auf eine Grafikkarte mit einen 8-Pin-Anschluss zu, die wohl zwei Slots im Rechner belegen dürfte. Bei Twitter wurde die Veröffentlichung des Teasers auch noch mit den Hashtags schnell, mysteriös und unvorhersagbar begleitet.

Grafikkarten - für Gamer oder Miner?

Originalmeldung: Das 2002 von Asus gegründete Unternehmen Asrock sollte ursprünglich Mainboards für OEM-PC-Hersteller produzieren, als Konkurrent für Auftragshersteller wie Foxconn und abseits des Geschäfts von Asus selbst. Doch im Laufe der Jahre wurden die Mainboards von Asrock auch bei PC-Nutzern beliebt, die sich ihre Rechner selbst zusammenstellen. Laut einem Bericht von Digitimes wird Asrock ab April 2018 zusätzlich Grafikkarten herstellen und sich dabei vor allem auf Produkte von AMD konzentrieren.

Der Bericht handelt ansonsten von den starken Mainboard-Verkäufen von Asrock im Jahr 2017, vor allem auch im High-End-Bereich und bei Produkten für Krypto-Miner. Der Einstieg von Asrock als Grafikkarten-Hersteller könnte also vielleicht nicht nur zu neuen Radeon-Grafikkarten für Gamer führen, sondern auch zu speziellen Produkten für Krypto-Miner. Konkrete Hinweise dazu gibt es in der Meldung aber nicht.

Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass es keine Anzeichen dafür gibt, dass AMD mehr Grafikchips herstellen wird. Sollte das stimmen, würde sich die vorhandene Menge an Radeon-GPUs einfach nur auf ein Unternehmen mehr als bisher verteilen.

Noch keine Bestätigung von Asrock

Mehr Grafikkarten für Gamer wären dann auf dem Markt nicht zu finden und die gestiegene Konkurrenz zwischen den Herstellern um die verfügbaren Grafikchips und den ohnehin schon teuren Videospeicher könnte sogar zu weiter steigenden Preisen führen.

Es bleibt also abzuwarten, ob der Einstieg von Asrock in den Grafikkarten-Markt für Gamer bei der aktuellen Lage ein Grund zur Freude ist. Langfristig dürfte es sicher vorteilhaft sein, mehr Möglichkeiten zur Auswahl zu haben. Von Asrock selbst gibt es aber noch keine Bestätigung für den Bericht von Digitimes.

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