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Asus Geforce GTX 1050 Ti ROG Strix OC - Hoch übertaktet, flüsterleise gekühlt

Die Asus GTX 1050 Ti ROG Strix OC kann im Test dank des DirectCU-II-Kühlers mit hohen und konstanten Taktraten sowie einem leisen und kühlen Betrieb überzeugen.

von Christoph Liedtke,
06.02.2018 15:01 Uhr

Die Asus Geforce GTX 1050 Ti ROG Strix OC ist ab Werk übertaktet, mit bewährtem DirectCU-II-Kühler bestückt, hinzu kommen eine Backplate und eine (sehr eingeschränkte) RGB-Beleuchtung.Die Asus Geforce GTX 1050 Ti ROG Strix OC ist ab Werk übertaktet, mit bewährtem DirectCU-II-Kühler bestückt, hinzu kommen eine Backplate und eine (sehr eingeschränkte) RGB-Beleuchtung.

Die Geforce GTX 1050 Ti ROG Strix OC von Asus erreicht als fünftes Custom Design einer GTX 1050 Ti die Redaktion. Im Test schicken wir das Modell durch unseren Benchmark-Parcours und vergleichen sie mit den zuvor getesteten Karten Gigabyte G1 Gaming, MSI Gaming X 4G und den Palit-Modellen KalmX und StormX.

Für das hauseigene Topmodell dreht Asus ordentlich an der Taktschraube: Die GTX 1050 Ti ROG Strix OC ist ab Werk auf 1.379 MHz (1.493 MHz Boost) übertaktet – ein Taktplus von sieben Prozent gegenüber den Vorgaben Nvidias. Damit taktet der GP107-Grafikchip bei Asus im Vergleich mit den bisherigen Testkandidaten am höchsten. Gigabyte und MSI sind mit Boost-Taktraten von 1.480 beziehungsweise 1.468 MHz aber nicht gravierend langsamer.

Beim Videospeicher orientiert sich Asus hingegen an den Richtlinien von Nvidia: Der 4,0 GByte große GDDR5-VRAM taktet mit effektiven 7,0 GHz. Einzig MSI liefert das eigene Topmodell Gaming X 4G mit einem leicht höheren Takt von 7,1 GHz aus.

Die Asus GTX 1050 Ti ROG Strix OC ist zwar wie alle GTX-1050-Ti-Modelle mit einer TDP von 75 Watt ausgezeichnet, besitzt aber wie die übertakteten Modelle von Gigabyte und MSI einen zusätzlichen 6-Pol-Stromanschluss, sodass sie theoretisch bis zu 150 Watt aufnehmen kann.

6-Pol-Stromanschluss Neben den Modellen von Gigabyte und MSI besitzt auch die Asus ROG Strix OC einen zusätzlichen 6-Pol-Stromanschluss, damit kann die Grafikkarte bis zu 150 Watt Strom aufnehmen.

RGB-Beleuchtung Understatement: Die RGB-Beleuchtung fällt sehr dezent aus, einzig das »Republic of Gamers«-Logo leuchtet auf der Seite und kann mithilfe der Asus Aura Software konfiguriert werden.

Asus bestückt die GTX 1050 Ti ROG Strix OC mit der eigenen DirectCU-II-Kühlung. Der genügsame GP107-Grafikchip hat direkten Kontakt zu den zwei kupfernen Heatpipes, die die anfallende Abwärme an die horizontal ausgerichteten Kühllamellen aus Aluminium abgeben. Die Luft strömt wie bei der Gaming X 4G von MSI aus einer entsprechenden Öffnung an der Slot-Blende beziehungsweise dem Kartenende.

Zwei Axial-Lüfter mit einem Durchmesser von jeweils 100 Millimeter übernehmen die aktive Kühlung des Custom Designs und ruhen im Leerlauf bis zu einer Temperatur von 55 Grad. Durch die Lüfterwahl ist die ROG Strix OC mit 24 Zentimetern die längste GTX 1050 Ti im Test. Wie die anderen Modelle auch kommt sie auf eine Höhe von zwei Slots und ist mit 13,1 Zentimetern auch nicht sonderlich breit.

Die GTX 1050 Ti ROG Strix OC ist wie für die aktuelle Asus-Reihe gewohnt von einer schwarzen Kühlerabdeckung umhüllt. Eine sehr dezente RGB-Beleuchtung in Form des »Republic of Gamers«-Logo ist seitlich zu finden, die Platinen-Rückseite wird von einer matt-schwarzen Backplate bedeckt. Am Kartenende kann zudem ein Gehäuse-Lüfter angeschlossen werden, der in Abhängigkeit der aktuellen Chip-Temperatur regelbar ist.

Außerdem verfügt die ROG Strix OC über per Software aktivierbare Takt-Profilen (OC- und Silent-Mode), die den Chiptakt im Falle des OC-Profils jedoch nur geringfügig (13 MHz) anheben und aufgrund der guten Kühlung und dem daraus resultierenden hohen Boost-Takts fast belanglos sind. Doch dazu mehr auf den nächsten Seiten.

Technische Daten

Asus 1050 Ti
ROG Strix OC

Gigabyte 1050 Ti
G1 Gaming

MSI 1050 Ti
Gaming X 4G

Grafikchip

GP107-400

Chiptakt (Basis/Boost)

1.379 /
1.493 MHz

1.366 /
1.480 MHz

1.354 /
1.468 MHz

Shader / TMUs / ROPs

768 / 48 / 32

Fertigung

16 nm FinFET

VRAM

4,0 GByte GDDR5

Speichertakt
(effektiv)

7.0 GHz

7,1 GHz

7,0 GHz

Speicher
-interface

128 Bit

Speicher
-bandbreite

112 GB/s

114 GByte/s

TDP

75 Watt

Testsystem & Benchmarks

In unserem Testsystem arbeitet ein Intel Core i7 7700K, den wir mit den maximalen Standardtaktraten laufen lassen. Der Prozessor wird dank des hohen Taktes seiner vier Kerne sowie aufgrund der Fähigkeit, acht Threads gleichzeitig bearbeiten zu können erst spät zu einem potenziellen Flaschenhals. Gekühlt wird die CPU mit der All-in-One-Wasserkühlung EVGA CLC 240 samt zwei 120 Millimeter großen Axial-Lüftern und 240 Millimeter großem Radiator.

Das ASUS ROG Maximus IX Hero mit Z270-Chipsatz ist mit 16,0 Gbyte DDR4-Arbeitsspeicher von G.Skill bestückt, den wir mit dem von Intel ausgewiesenen Takt von 2.400 MHz betreiben. Strom liefert ein be quiet! Power Zone mit 1.000 Watt. Softwareseitig setzen wir auf Windows 10 (64 Bit), die Anwendungen und Spiele sind dabei auf einer Crucial BX200 SSD sowie einer Toshiba OCZ RD400 mit jeweils 480 GByte installiert.

Für die Spiele-Messungen muss sich die Grafikkarte in drei DX11-, einem DX12- und einem Vulkan-Spiel beweisen (Battlefield 1, Doom, Rise of the Tomb Raider, The Witcher 3: Wild Hunt, Watch Dogs 2). Alle genannten Titel testen wir mit dem höchsten Preset samt Kantenglättung und sechzehnfacher anisotroper Filterung.

Der gemessene Stromverbrauch bezieht sich auf das gesamte System, die Temperaturen ermitteln wir mit dem MSI Afterburner unter typischer Spielelast. Unsere Lautstärke-Messungen führen wir in einem schallgedämmten Raum mit einem Voltcraft SL200 durch. Das Messgerät wird im Abstand von 50 cm, schräg zur Grafikkarte und dem offenen Testsystem platziert.

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