Battlefield 2018 - Gerücht: Kommt mit Lootboxen, aber Entwickler vorsichtig

Die Kontroverse hat Spuren hinterlassen: Man will beim neuen Battlefield angeblich auf keinen Fall die Fehler von Star Wars: Battlefront wiederholen - trotz Lootboxen.

von Elena Schulz,
03.03.2018 11:19 Uhr

Das neue Battlefield soll sich bei Lootboxen zurückhalten.Das neue Battlefield soll sich bei Lootboxen zurückhalten.

Wie sieht es mit Lootboxen in Battlefield 2018 aus? Unterschiedliche Quellen berichten aktuell Gerüchten zufolge von einem vorsichtigen Vorgehen aufgrund der Lootbox-Kontroverse, geplanten Mikrotransaktionen und rein kosmetischen Items.

Das kommende Battlefield soll aus der Lootbox-Kontroverse um Star Wars: Battlefront 2 gelernt haben und auf keinen Fall die gleichen Fehler wiederholen. Generell seien Studios mittlerweile extrem vorsichtig geworden, was Lootboxen angeht. Das will Kotaku von Quellen erfahren haben, die der Entwicklung von Battlefield 2018 nahestehen.

"Niemand wird mehr irgendwelchen Pay2Win-Kram machen. Wir haben keinen Teil der Lootbox-Kontroverse auf die leichte Schulter genommen."

Lootboxen geben soll es aber durchaus, wie eine weitere Quelle gegenüber USGamer bestätigt hat. Sie sollen allerdings nur kosmetische Items enthalten. Bereits Battlefield 1 verfügte über rein kosmetische Lootboxen.

"Die Lootboxen sind zurück, aber nur kosmetische. Es wird weitaus mehr Anpassungsmöglichkeiten für die Soldaten als in bisherigen Spielen geben."

Zwei weitere Quellen betonen allerdings gegenüber Kotaku, dass die Angabe gegenüber USGamer etwas vorschnell ausfalle. Demnach könne sich bis zum Release noch alles ändern - man hoffe aber tatsächlich auf rein kosmetische Lootboxen.

Battlefield 2018: Soll Battlefield 5 heißen und im Zweiten Weltkrieg spielen

Battlefield 2018 - Video: Mikrotransaktionen statt BF Premium für Battlefield 5 15:16 Battlefield 2018 - Video: Mikrotransaktionen statt BF Premium für Battlefield 5

Battlefront 2 soll die Branche verändert haben

Wie Jason Schreier von Kotaku weiter ausführt, soll sich durch das Lootbox-Debakel von Battlefront 2 aber viel geändert haben. Die ganze Branche vom großen Studio wie BioWare oder Ubisoft bis hin zum kleinen Indie-Entwickler sei vorsichtig geworden, was das Thema angeht - niemand wolle das nächste Battlefront 2 entwickeln. So soll Anthem von BioWare angeblich ebenfalls auf rein kosmetische Mikrotransaktionen setzen.

Auch »Battlefront 2«-Entwickler sollen sich ihm gegenüber frustriert, aber auch optimistisch geäußert haben. So glaubt man, man könnte die Fehler in Zukunft vermeiden. Zusätzlich sei man in Sorge über die politischen Reaktionen, die Lootboxen teilweise als Glücksspiel qualifizieren wollten. Demnach könne dieser Schritt den Spielern auch schaden, da Politiker oft nicht detailliert im Spiele-Thema drinsteckten und die Nuancen nicht abschätzen könnten. Näheres zu dieser Sichtweise wird in einem interessanten Video des Entwickler-Youtube-Kanals Extra Credits erklärt.

Sind Lootboxen bald Glücksspiel?

Die Lootbox-Affäre hat in jedem Fall letztes Jahr einen bleibenden Eindruck hinterlassen. So hat das ESRB (die US-Variante der USK) erst kürzlich einen neuen Verpackungshinweis für Ingame-Käufe angekündigt. Der Staat Hawaii hat wiederum einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der verlangt, Gewinnchancen offenzulegen und der Altersbeschränkungen plant. Auch viele andere Länder und Politiker hatten sich vorher bereits zum kontroversen Thema geäußert. Schweden strebt ebenfalls eine Gesetzesänderung an. Auch ein Verbot in Deutschland erscheint durch Glücksspielgefahr mittlerweile möglich.

Auch wir hatten die Lootboxen zu unserem Fail des Jahres 2017 erklärt und euch gefragt, ob wir für die Beutekisten abwerten sollen.

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