Battlefield 5 - Release-Version hat weniger Raytracing als die Demo – zugunsten der Performance

Dice hat angekündigt, die Raytracing-Effekte in Battlefield 5 zu verringern, um die Performance des Spiels auf dem PC zu verbessern. Allerdings soll das nicht zu Lasten von Design und Gameplay gehen.

von Sara Petzold,
06.09.2018 13:57 Uhr

Battlefield 5 mit aktiviertem Raytracing (rechts) sieht fantastisch aus, kostet aber viel Leistung. So viel, dass es im fertigen Spiel zurückgeschraubt wird.Battlefield 5 mit aktiviertem Raytracing (rechts) sieht fantastisch aus, kostet aber viel Leistung. So viel, dass es im fertigen Spiel zurückgeschraubt wird.

Auf der diesjährigen Gamescom und vorab zur Enthüllung der neuen Nvidia-Grafikkarten Geforce RTX 2080 Ti und RTX 2080 zeigte Dice eine Demo zu Battlefield 5, die Raytracing in Echtzeit veranschaulichte und für viel Aufmerksamkeit sorgte. Bei aktiviertem Raytracing spiegeln sich dabei Explosionen und Feuer in reflektierenden Flächen wie Fenstern, in Wasserpfützen und sogar in den Augen des Charakters, die bei herkömmlicher Grafikberechnung eigentlich nicht sichtbar sind.

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Erste Berichte zum Leistungshunger der Battlefield-5-Demo überschatteten jedoch schnell die grandiose Optik: Selbst das kommende, 1.259 Euro teure Topmodell von Nvidia, die Geforce RTX 2080 Ti, lieferte bei aktiviertem Raytracing anscheinend bei der Demonstration nicht mehr als 60 Bilder pro Sekunde in Full-HD-Auflösung. Ähnlich fordernd zeigte sich auch die Raytracing-Demo zu Shadow of the Tomb Raider.

Nun haben EA und Dice gegenüber Tom's Hardware aber erklärt, dass das Raytracing der Gamescom-Demo besonders exzessiv genutzt worden sei, um Nvidias RTX-Technologie zu präsentieren. In der Release-Version wollen die Entwickler stattdessen einzelne Raytracing-Effekte zurückschrauben, um die Performance des Spiels auf dem PC nicht zu stark zu belasten.

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"Ich denke, dass wir uns die Level anschauen werden und prüfen, ob dort irgendetwas heraussticht. Weil die Materialien nicht für Raytracing optimiert sind, zeigen sie möglicherweise manchmal etwas, das zu stark ist oder etwas, das so nicht vorgesehen war. Aber ansonsten werden wir die Level nicht verändern - sie werden so sein wie sie sind. Und dann müssen wir vielleicht ein paar Parameter in der RT-Engine selbst anpassen, um einzelne Dinge ein bisschen herunterzuschrauben. (Christian Holmquist, Technischer Direktor bei Dice)"

Konkret wird Dice also voraussichtlich das Raytracing bei einzelnen Objekten in den Spielleveln von Battlefield 5 anpassen, wenn diese die Performance zu stark beeinträchtigen. Wie das Endprodukt inklusive Raytracing dann aussieht, werden wir aber voraussichtlich erst am 20. November zum Release von Battlefield 5 erfahren, wenn die Entwickler das Raytracing via Day-One-Patch zugänglich machen. In der vom 6. bis 11. September stattfindenden Open Beta ist das neue Grafikfeature noch nicht integriert.

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