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Borderlands 3 im Test: Ein (fast) perfektes Comeback

Borderlands 3 erweist sich im Test als genau das Spiel, auf das Serienfans seit Jahren warten – mit nur einer gravierenden Ausnahme.

von Maurice Weber,
09.09.2019 16:00 Uhr

Borderlands 3 - Test-Video: Bombastischer Triumph mit nur einer Enttäuschung 17:45 Borderlands 3 - Test-Video: Bombastischer Triumph mit nur einer Enttäuschung

Wie kaum eine andere Serie hat Borderlands seinen eigenen Trend verpennt. Die Idee eines Shooters, in dem wir Waffen zusammenraffen wie Beute in Diablo, hatte Gearbox lange vor Destiny, Warframe oder The Division - aber als diese Spiele das Genre dann so richtig explodieren ließen, tauchte Borderlands einfach ab. Jahrelang!

Dabei musste es sich vor keinem dieser Konkurrenten verstecken. Es hatte seinen ganz eigenen Platz unter den Lootshootern als der einzige, in dem eine starke Kampagne im Zentrum stand und nicht einfach nur als Auftakt zu MMO-Grind herhalten musste. Und damit als einziger Genrevertreter bewies, dass selbst Beutegrind-Spiele eine wirklich fantastische Story erzählen können. In diesem Sinne: Willkommen zurück, Borderlands - wir haben dich vermisst!

Technik-Check: Wie hoch sind die Systemanforderungen auf dem PC?

Zurück in die Borderlands

Auf den ersten Blick ist Borderlands 3 einfach nur mehr Borderlands, vom Comicstil bis zum Gameplay erinnert alles direkt an die Vorgänger. Wie früher ballern wir in knalligen Gefechten haufenweise Kanonenfutter über den Haufen und lassen uns von der guten alten Motivationsspirale aus immer besseren Items und mehr XP vorantreiben.

Mit einem Feuergranatenwerfer sprengen wir die Calypso-Kultisten aus ihrem Hauptquartier. Mit einem Feuergranatenwerfer sprengen wir die Calypso-Kultisten aus ihrem Hauptquartier.

Als sogenannter »Kammerjäger« sind wir hinter den Kammern der außerirdischen Eridianer und den Schätzen darin her. Diesmal wetteifern wir darum mit zwei neuen Schurken, den Kalypso-Zwillingen Troy und Tyreen und ihrem irren Kult. Und wie früher tun wir das wahlweise allein oder im Koop mit bis zu drei Mitspielern.

Auf den zweiten Blick ist Borderlands 3 immer noch mehr Borderlands - aber an genau den richtigen Stellen verbessert! Wie eingangs erwähnt ist seit dem letzten Teil viel passiert, aber Borderlands 3 folgt nicht einfach jedem Trend, der sich seitdem im Genre etabliert hat. Es ist immer noch kein MMO und hat auch keine Shared oder gar Open World. Es beweist das Selbstvertrauen, seinen Wurzeln treu zu bleiben und wirft das Borderlands-Prinzip nicht einfach über den Haufen, nur um »modern« zu bleiben. Genau die richtige Entscheidung, denn genau dieses klassische Rezept haben wir ja so vermisst! Und es funktioniert auch heute noch hervorragend.

Vier Helden für eine neue Ära

Die neuen Klassen sind vielleicht die beste Demonstration für die Mischung aus Oldschool-Tugenden und sinnvollen Verbesserungen in Borderlands 3. Die Serie hatte immer coole Helden und motivierende Skilltree-Entwicklung, aber es blieb immer das Gefühl, dass da noch mehr möglich wäre - vor allem, weil sich jeder Held auf nur eine einzige aktive Fähigkeit beschränken musste. Und siehe da, Teil 3 baut seine Figuren hier deutlich aus!

FL4K Der Bestienmeister FL4K hat stets einen von drei Tierbegleitern an seiner Seite und kann ihm Befehle erteilen.

Moze Die Schützin Moze springt auf Knopfdruck in einen schwer gepanzerten Mech, den sie mit verschiedensten Waffen ausrüsten kann.

Amara Die Sirene Amara ist eine ungewöhnliche Magier-Heldin: Sie nutzt ihre mystischen Kräfte am liebsten, um im Nahkampf draufzuhauen!

Zane Der Agent Zane nutzt Gagdets wie Drohnen und Hologramme und kann als einziger Charakter zwei aktive Skills gleichzeitig ausrüsten.

Erneut kann sich jede Klasse über drei Skilltrees entwickeln, aber diesmal haben fast alle Helden auch drei verschiedene aktive Tricks zur Auswahl. Sirene Amara hält Feinde beispielsweise entweder magisch fest, entfesselt einen mächtigen Nahkampf-Schmetterangriff oder feuert eine Astral-Projektion, die durch alle Feinde in einer Reihe schneidet.

Und dann hat sie zum einen noch verschiedene Varianten von allen diesen Fähigkeiten in petto und kann eins von mehreren Upgrades ausrüsten, die sich alle frei mit jedem Skill kombinieren lassen. Zum Beispiel kann sie wahlweise ein schwarzes Loch hinzufügen, das nahe Feinde heranzieht, oder eine Nova, die Extra-Flächenschaden austeilt. Und als Sahnehäubchen legt sie obendrein noch fest, ob sie damit Feuer-, Säure- oder Schockschaden anrichten will.

Jeder Held hat eigene solche Spezialmechaniken. Der Agent Zane darf etwa als einziger Charakter sogar zwei aktive Skills gleichzeitig kombinieren. Die Schützin Moze dagegen steigt immer in ihren schwer gepanzerten Mech, rüstet den aber mit verschiedensten Waffen wie Flammenwerfern und Gatling-Kanonen aus.

Mozes Mech kann verschiedenste Waffen wie Gatling und Flammenwerfer einsetzen. Mozes Mech kann verschiedenste Waffen wie Gatling und Flammenwerfer einsetzen.

Kurzum: Die Helden von Borderlands 3 haben die bislang eindrucksvollsten Skills der Serie und die größte Freiheit, sie anzupassen - willkommene Verbesserungen also in einem Bereich, in dem noch einige Luft nach oben war. Wobei's immer noch Raum für Verbesserung gibt: Noch cooler hätten wir's gefunden, wenn gleich alle Helden wie Zane mehrere Skills auf einmal nuzen könnten!

Waffen, jede Menge Waffen

In Sachen Knarrenvielfalt war Borderlands schon mit Teil 2 Genre-Primus, aber Teil 3 setzt doch tatsächlich nochmal ordentlich einen drauf! Fast alle Schießprügel bringen jetzt einen alternativen Feuermodus mit. Sturmgewehre wechseln zwischen Voll- und Halbautomatik, Elementarwaffen schalten von Feuer zu Frost und ein Raketenwerfer wird auch mal zum Mörser.

Obendrauf haben die Entwickler die Besonderheiten jedes Waffenherstellers massiv ausgebaut. Hyperion-Waffen projizieren jetzt beim Zielen einen Schutzschild nach vorne und Atlas-Knarren können Feinden einen Tracking-Chip auf den Pelz brennen. Dann verfolgen unsere Kugeln den Gegner selbst um Ecken! Tediore-Waffen schmeißen wir statt nachzuladen einfach weg und sie werden dann zu Granaten oder Geschütztürmen. Und selbst das sind noch die simpleren Waffen.

Coole Standardwaffen... Atlas-Waffen holen per Zielverfolgung auch hartnäckige Feinde aus der Deckung.

und noch coolere einzigartige Eine unserer Lieblingswaffen: Eine Shotgun, die eine ganze Reihe von Feuerraketen in Wellenform verschießt.

Dazu kommen völlig einzigartige wie ein Raketenwerfer, der … vergiftete Burger schießt. Aber das wohl größte Kunststück bei all dieser Vielfalt ist, dass sich all diese Feuerwaffen tatsächlich durch die Bank fantastisch anfühlen: Knallige Effekte und wuchtige Sounds machen es zur schieren Freude, sie zu benutzen. Und damit setzt Borderlands 3 in Sachen Waffenvielfalt tatsächlich einen neuen Genrestandard, an dem sich künftig alle anderen Shooter messen müssen.

Exklusiv bei Epic

Borderlands 3 ist für die ersten sechs Monate nach Release auf dem PC ausschließlich im Epic Games Store erhältlich. Das wirkt sich auf das Spiel selbst nicht aus, aber auf eine Reihe nützlicher Store-Features müsst ihr damit verzichten:

- Epic unterstützt derzeit keine Achievements.
- Cloud Saving gibt es zwar im Epic Games Store, aber es funktionierte in unserer Testversion von Borderlands 3 nicht. Wir mussten die Dateien manuell von einem PC auf den nächsten übertragen.
- Ihr könnt die Sprache des Spiels nur umständlich über einen Kommandozeilen-Befehl umstellen, es gibt keine einfache Option im Store wie bei Steam. Wir haben bei Publisher 2K angefragt, ob sich dies zur Release-Version noch ändern wird, aber bislang noch keine Antwort erhalten.

Weil sich diese Punkte allerdings nicht auf das Spiel selbst auswirken, sehen wir davon ab, sie in die Wertung einfließen zu lassen.

Borderlands 3 Wertungsdiskussion - Maurice und Heiko streiten über die Testversion PLUS 30:00 Borderlands 3 Wertungsdiskussion - Maurice und Heiko streiten über die Testversion

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