Dark Souls: Remastered - Für wen lohnt sich die Neuauflage?

Im Mai erscheint das Remaster des ersten Dark Souls mit verbesserter Technik und 4K-Optik. Wir klären vorab, ob sich die Neuauflage nur für Serienveteranen oder auch für Souls-Neulinge lohnt.

von Michael Herold,
03.04.2018 16:00 Uhr

In Dark Souls: Remastered treten wir erneut gegen Monster, Dämonen und sogar Drachen an.In Dark Souls: Remastered treten wir erneut gegen Monster, Dämonen und sogar Drachen an.

Das Spiel der tausend Tode kehrt zurück: Am 25. Mai 2018 erscheint Dark Souls: Remastered und führt uns zurück in die tödliche Welt von Lordran. Die Neuauflage bietet exakt dieselben Inhalte wie die Prepare-to-Die-Edition des ersten Dark Souls aus dem Jahr 2012, kommt aber mit verbesserter Technik und 4K-Optik.

Wir haben das Remaster in unserer Plus-exklusiven Preview bereits zwei Monate vor Release angespielt und verraten euch parallel dazu in diesem Artikel hier, ob sich sowohl Kenner des Originals als auch Souls-Neulinge auf das Action-Rollenspiel freuen können.

Die komplette Preview mit Vorschau-Video zu Dark Souls: Remastered bei GameStar-Plus

Souls-Magie für Neueinsteiger

Wer noch nie zuvor in einem Souls-Spiel gegen Untote, Drachen oder turmhohe Endgegner angetreten ist, der hat definitiv etwas verpasst. Dark Souls begeistert seine Fans seit Jahren mit einer ganz eigenen Magie.

Dafür sorgt vor allem der extreme Schwierigkeitsgrad und das daraus resultierende Erfolgsgefühl, wenn man trotzdem gewinnt. Sobald man einen der scheinbar unbesiegbaren Bosse nach dem zehnten Versuch doch endlich erledigt, erlebt man Dark Souls von seiner besten Seite und erfährt einen Motivationsschub, wie ihn kaum ein anderes PC-Spiel auslösen kann.

Lordran, die Spielwelt von Dark Souls, zieht den Spieler auf ganz eigene Weise in ihren Bann: Obwohl sie gefährlich, düster und vielerorts sogar trostlos wirkt, lädt sie doch stets zum Erkunden ein. Fast alles in Dark Souls begegnet dem Spieler als Feind und umso größer ist der Triumph, wenn man sich die Welt endlich Untertan gemacht hat.

Dark Souls: Remastered - Preview-Video zur 4K-Neuauflage PLUS 3:33 Dark Souls: Remastered - Preview-Video zur 4K-Neuauflage

Falls ihr also noch nie ein Dark Souls gespielt habt und diese Spirale aus frustrierenden Rückschlägen, stetig wachsender Motivation und erlösendem Erfolg noch nicht an eurem PC erlebt habt, empfehlen wir euch das Remaster von Teil 1 als perfekten Startpunkt, um in die Souls-Reihe einzusteigen.

Schönere Tode für Kenner des Originals

Souls-Veteranen erhalten mit dem Remaster des ersten Dark Souls nach sechs Jahren Wartezeit endlich eine ordentliche PC-Portierung, die wurde ihnen in der »Prepare to Die«-Edition von 2012 nämlich noch nicht geliefert. Damals sorgte vor allem die Technik des Ports für große Probleme, sodass wir den Titel in unserem damaligen Test sogar eine »Portierung aus der Hölle« nannten.

Grafisch kam das Original nur auf eine native Auflösung von 1024x720, nur mit Hochskalieren gab es das Spiel auch in 1920x1080 zu sehen. Trotz der geringen Grafikqualität hatte Dark Souls mit Framerate-Einbrüchen zu kämpfen und war auf 30 Bilder pro Sekunde begrenzt.

Im Remaster haben wir von den alten Problemen aber nichts mehr gespürt. Beim Anspielen der PC- und PS4-Version (auf der Xbox One konnten wir es noch nicht spielen) haben wir uns selbst davon überzeugen können, dass die Neuauflage wesentlich besser läuft. Die Bildraten-Limitierung liegt nun bei 60 Frames, die fast konstant gehalten werden. Gleichzeitig sieht das Spiel in Full-HD und dank neuer Lichteffekte und Texturen deutlich besser aus als das Original. Auf dem PC, der PS4 Pro und der Xbox One X lässt sich die Auflösung sogar auf 4K hochskalieren, wodurch die Spielwelt noch schärfer wird.

Vor allem Flammeneffekte und die Umgebungstexturen sehen in Dark Souls: Remastered deutlich besser aus als im Original.Vor allem Flammeneffekte und die Umgebungstexturen sehen in Dark Souls: Remastered deutlich besser aus als im Original.

An die Optik von Dark Souls 3 oder dem PlayStation-exklusiven Bloodborne kommt das Remaster zwar nicht heran. Für Serienveteranen lohnt sich die Neuauflage aber allein deswegen, weil sie Lordran und seine schönen Gebiete wie Anor Londo oder den Feuerlinkschrein darin noch einmal in verbesserter Grafik erleben können.

Sterben wird jeder in Dark Souls

Bockschwer ist das Spiel auch heute noch. Obwohl wir uns durchaus als erfahrene Souls-Spieler bezeichnen würden, sind wir beim Anspielen wieder genau wie früher mehrfach am Taurus-Dämon, dem zweiten Bossgegner im Spiel, gescheitert und mussten vor zu vielen Untoten immer wieder die Flucht ergreifen. Vor dem Game Over sind in Dark Souls: Remastered also auch Serienveteranen nicht sicher.

Eine Warnung für Souls-Veteranen müssen wir aber auch deutlich aussprechen: Die Neuauflage bietet keinerlei inhaltlichen Neuerungen oder Verbesserungen, schließlich handelt es sich um ein Remaster und kein Remake. Erwartet also keine neuen Waffen, Gebiete oder Bosse.

Lediglich der Multiplayer wurde überarbeitet und soll künftig Sitzungen für bis zu sechs Spieler ermöglichen. Davon konnten wir uns beim Anspielen aber noch nicht selbst überzeugen und Bandai Namco wollte uns auch noch keine genaueren Infos zum Mehrspieler geben. Deshalb können wir nur spekulieren, dass der Mehrspieler des Remastered so funktionieren wird wie in Dark Souls 3, wo in einer Koop-Runde bis zu vier Spieler gemeinsam antreten und zwei weitere als feindliche Invasoren in die Session einfallen können.

Dark Souls - Original gegen Remaster im Grafikvergleich 2:16 Dark Souls - Original gegen Remaster im Grafikvergleich


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