Das Ende von Microsoft Edge - Microsoft arbeitet anscheinend an Chromium-Nachfolger

Microsoft Edge, der Nachfolger des Internet Explorer, hat angeblich ausgedient. Aktuellen Berichten zufolge werkelt Microsoft bereits an einem neuen Browser auf Chromium-Basis.

von Sara Petzold,
05.12.2018 19:15 Uhr

Microsoft will den Edge-Browser respektive dessen Render-Engine offenbar zu Grabe tragen und erwägt anscheinend auf Chromium als Render-Engine umzusteigen.Microsoft will den Edge-Browser respektive dessen Render-Engine offenbar zu Grabe tragen und erwägt anscheinend auf Chromium als Render-Engine umzusteigen.

Gibt Microsoft Edge auf? Nach einigen verzweifelt wirkenden Versuchen, den Browser populärer zu machen, scheinen die Windows-Entwickler das Ende des Edge-Browsers in seiner jetzigen Form beschlossen zu haben. Microsoft Edge hatte während der vergangenen Monate immer weiter an Nutzern gegenüber Chrome und Firefox verloren und bringt es aktuell nur noch auf Nutzerzahlen im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Nachfolge des Internet-Explorer-Erbens soll wohl ein neuer Browser auf Chromium-Basis (dem frei verwendbaren Code-Anteil von Googles Chrome-Browser) antreten.

Eine anonyme Quelle nannte gegenüber Windows Central (via Heise) auch den Projektnamen des neuen Browsers, nämlich »Anaheim«. Mit Anaheim soll Microsoft die vollständige Abkehr von der hauseigenen EdgeHTML-Engine (auf der der aktuelle Edge-Browser basiert) wagen, die Microsoft offenbar selbst mittlerweile für nicht zukunftsfähig hält. Stattdessen wollen die Edmonder wohl einen neuen Browser auf Basis von Chromium entwickeln - der könnte allerdings weiterhin Edge heißen, denn auch die Android-Version des Edge-Browsers nutzt bereits Chromium, behält aber den Namen.

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Wie ComputerBase berichtet, könnte unter anderem die Webseitenkompatibilität des künftigen Browsers der Grund sein, warum Microsoft sich für Chromium entschieden hat - damit wären entsprechende Probleme des Edge-Browsers ebenfalls Geschichte.

Zusätzlich könnte Microsoft darauf abzielen, das Electron-Framework, worauf viele Crossplattform-Apps wie etwa Discord basieren, und das Chromium als Unterbau nutzt, in Windows zu integrieren. Dadurch würden entsprechende Electron-Apps weniger Speicher und RAM beanspruchen (da jede Electron-App eine eigene Chromium-Instanz sowohl im Installationspfad als auch im RAM benötigt, die unter Windows bislang nicht geteilt wird), was wiederum die Performance auf Windows-Rechnern verbessern könnte.

Die Redaktion von The Verge behauptet übrigens, dass Microsoft noch in dieser Woche erste offizielle Details zu dem neuen Browser veröffentlichen werde. Wir informieren euch auf jeden Fall zeitnah, sobald es weitere Informationen zu Project Anaheim gibt.

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