Das Reboot von Spawn kommt vielleicht nie, meint Regisseur und Comic-Autor Todd McFarlane

Todd McFarlane möchte seine düsteren Spawn-Comics mit Jamie Foxx und Jeremy Renner selbst verfilmen. Nun gibt es Streit über die Ausrichtung des Films.

von Vera Tidona,
27.05.2019 18:25 Uhr

Seit Jahren möchte Todd McFarlane seine Spawn-Comics verfilmen.Seit Jahren möchte Todd McFarlane seine Spawn-Comics verfilmen.

Kommt der Superheld aus der Hölle nun in die Kinos, oder doch nicht? Die Rede ist von der seit langer Zeit geplanten Comicverfilmung Spawn. Die Produktion stockt und selbst Todd McFarlane als Regisseur des Films und Autor der düsteren Comic-Vorlage ist sich nun nicht mehr so sicher, ob der Film überhaupt umgesetzt wird.

Todd McFarlanes Comic-Verfilmung stockt

Im Interview mit der Webseite ComicBook.com gibt Todd McFarlane nun bereitwillig Auskunft über den Stand der Produktion und macht seiner Unmut Luft. Demnach scheint die Finanzierung des Films zu stehen, jedoch gibt es Schwierigkeiten mit dem Drehbuch.

McFarlane möchte seinen eigene Comic-Vorlage verfilmen und schreibt auch das Drehbuch selbst. Doch seine Version gefällt offenbar nicht allen Verantwortlichen und so gibt es unterschiedliche Meinungen über die Ausrichtung des Films. Inzwischen zeigt sich McFarlane genervt und bemängelt, dass er für eine Handvoll Leute zu viel an seiner Vorlage ändern müsste, wofür er nicht bereit ist.

Pläne für ein Spawn-Spin-off über Sam Burke & Twitch gibt es auch schon.Pläne für ein Spawn-Spin-off über Sam Burke & Twitch gibt es auch schon.

Kinofilm mit Jamie Foxx und Jeremy Renner geplant

Dabei sah es zunächst alles sehr gut aus: Mit Schauspieler Jamie Foxx (Django Unchained, Baby Driver) stand bereits die Hauptrolle fest, und auch Jeremy Renner sollte in der Rolle des Detective Twitch Williams mitspielen.

Nun überlegt Todd McFarlane offen, vom Film-Projekt zurückzutreten. Ob es wirklich so weit kommt, und ob es notfalls einen Ersatz geben wird, ist noch völlig offen. Dabei hätte die Vorlage durchaus Potential für ein Spawn-Universum mit Filmen und Serien, beispielsweise einer möglichen Serie über Sam Burke & Twitch. So jedenfalls sahen die Pläne von McFarlane aus.

Spawn als Comic, Film, Serie und Spiel

Der Spawn-Comic erschien erstmals im Jahr 1992 und wurde bereits 1997 von Regisseur Mark A.Z. Dippé fürs Kino verfilmt. Allerdings kam der Film weder bei den Kritikern noch bei den Fans gut an. Auf dem US-Sender HBO lief auch mal eine Spawn-Zeichentrickserie, in der die Figur Twitch ihren ersten Auftritt hatte. Darüber hinaus gibt es ein Spiel aus dem Jahr 2003 für die Xbox, PlayStation 2 und Nintendo GameCube.

Die Vorlage handelt von dem Ex-Agent Al Simmons, der von seinem CIA-Vorgesetzten verraten wird. Als der ihn töten lässt, landet Simmons im Jenseits, kann aber mit dem Höllenfürsten Malebolgia einen Deal aushandeln, um seine geliebte Frau Wanda noch einmal sehen zu können. Fürchterlich entstellt kehrt er als Spawn mit magischen Kräften ausgestattet zurück. Eigentlich sollte er dem Dämon dabei helfen, die Welt zu beherrschen. Doch der Anti-Held hat andere Pläne. Während er seinen eigenen Mörder jagt, hilft er den Unschuldigen und Schwachen.


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