»Das Steam-Monopol dauert schon viel zu lange« - Robot Cache über Epic Store: »Konkurrenz belebt das Geschäft«

Der CEO der Gebrauchtspiel-Verkaufsplattform Robot Cache, Lee Jacobson, sieht den Start des Epic Games Store als positives Signal im Konkurrenzkampf mit Steam. Mehr Anbieter tragen demnach dazu bei, einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen, und brächten Vorteile für Spieler wie Entwickler.

von Peter Bathge,
12.12.2018 13:30 Uhr

Robot Cache verbindet Mining nach sogenannten Iron-Tokens mit dem Weiterverkauf gebrauchter Spiele. Damit will man sich nicht nur gegen Steam, sondern auch den neuen Mitbewerber Epic Games Store behaupten, erklärt CEO Lee Jacobson im Interview.Robot Cache verbindet Mining nach sogenannten Iron-Tokens mit dem Weiterverkauf gebrauchter Spiele. Damit will man sich nicht nur gegen Steam, sondern auch den neuen Mitbewerber Epic Games Store behaupten, erklärt CEO Lee Jacobson im Interview.

Der Epic Games Store und die Kampfansage der Fortnite-Entwickler an Marktführer Steam ist eine gute Sache - findet jedenfalls Lee Jacobson, CEO von Robot Cache, einem Mitbewerber im Online-Vertrieb von PC-Spielen. Im Interview fragte GameStar den Mann, der mit dem Weiterverkauf gebrauchter Spiele ohne Disc eine Nische im Handel mit Download-Keys finden will, was er vom Start des Epic Store hält:

"Bei der PC-Spiele-Distribution hielt eine Firma zu lange das Monopol. Als Entwickler hattest du keine andere Wahl [als zu Steam zu gehen, Anm. d. Red.]. [...] Der PC-Spiele-Markt ist riesig und braucht mehr Optionen, zwischen denen Spieler wählen können. Es gibt mehr als genug Raum für mehrere Vertriebsplattformen und keinen Grund dafür, dass viele verschiedene Marktplätze nicht erfolgreich nebeneinander existieren können. [...] Wir glauben, dass Wettbewerb zu Spitzenleistungen führt. "

Lee Jacobson hofft, dass »bessere, fairere und ehrlich gesagt spaßigere Zeiten für Spieler und Entwickler« auf uns zu kommen. Mit Blick auf Robot Cache selbst sagte der CEO: »Wir glauben, dass wir etwas komplett Anderes und Einzigartiges anbieten. Wir schätzen unsere Chancen gut ein, denn wir bieten Features, mit denen sonst niemand wirbt. [...] Robot Cache ist die weltweit erste digitale Vertriebsplattform, die es Spielern erlaubt, die Spiele aus ihrer Bibliothek weiterzuverkaufen, und die erste, bei der Entwickler an den Einnahmen durch den Verkauf gebrauchter Spiele beteiligt werden.«

Robot Cache - Alle Spiele des Steam-Konkurrenten ansehen

Die Besitzrechte an den rein virtuellen Spielen verwaltet Robot Cache per Blockchain-Technologie. Während Valve bei Steam 30% des Verkaufspreises an einem Spiel als Service-Gebühr einbehält, verlangt Epic in seinem Store lediglich 12% von den Entwicklern. Robot Cache wirbt damit, dass Anbieter hier sogar noch weniger Geld abgeben müssen. Lee Jacobson im Interview: »Entwickler bekommen 95% des Verkaufpreises, das ist der höchste Wert in der Branche. Wenn ein Spieler sich dazu entscheidet, die digitale Kopie seines Spiel zu veräußern, dann erhält der Entwickler davon 70% und der Spieler 25%, sobald das gebrauchte Spiel verkauft ist. In allen Fällen nimmt Robot Cache lediglich 5%.«

Epic Games versucht, die Popularität seines Stores mit Exklusivspielen zu erhöhen. Valve will dagegen den drohenden Steam-Exodus großer Publisher aufhalten, indem man die Provision bei Umsätzen ab 10 Millionen Dollar kürzt. Mehr zu Robot Cache (Launch 2019) und seinem Geschäftsmodell, bei dem auch Kryptowährung eine (optionale) Rolle spielt, lest ihr im großen Hintergrund-Report bei GameStar Plus:

Steam-Konkurrent Robot Cache - Zu Besuch in der Gebrauchtspiele-Mine

Gebrauchte Download-Spiele verkaufen - Robot Cache kämpft mit Kryptowährung gegen Steam 0:30 Gebrauchte Download-Spiele verkaufen - Robot Cache kämpft mit Kryptowährung gegen Steam


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