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Datenschutz-Skandal - Facebook: "Wir wurden betrogen und sind unglaublich wütend"

Mark Zuckerberg hat sein Schweigen zum Datenschutz-Skandal rund um Cambridge Analytica gebrochen und eingeräumt, dass Facebook Fehler gemacht hat.

von Maurice Weber,
23.03.2018 17:08 Uhr

Mark Zuckerberg hat sich zum Skandal um Facebook und Cambridge Analytica geäußert (Quelle: Brian Solis, www.briansolis.com / bub.blicio.us / CC-BY).Mark Zuckerberg hat sich zum Skandal um Facebook und Cambridge Analytica geäußert (Quelle: Brian Solis, www.briansolis.com / bub.blicio.us / CC-BY).

Der Shitstorm um Facebooks Datenschutz-Skandal reißt nicht ab, und jetzt hat erstmals CEO und Gründer Mark Zuckerberg Stellung genommen. Er gestand ein, dass er eine Reihe von Fehlern im Umgang mit der kontroversen Analyse-Firma Cambridge Analytica gemacht hat. "Es tut mir sehr leid, dass all das passiert ist", erklärte er gegenüber CNN. "Das war ein riesiger Vertrauensbruch." Zuvor hatte Facebook in einem Statement erklärt:

"Mark, Sheryl und ihre Teams arbeiten rund um die Uhr, um alle Fakten zu sammeln und den richtigen Kurs für die Zukunft einzuschlagen, weil sie verstehen, wie ernst diese Angelegenheit ist. Wir wurden betrogen und die ganze Firma ist unglaublich wütend. Wir sind entschlossen, unsere Richtlinien mit aller Kraft durchzusetzen, um die Informationen unserer Nutzer zu beschützen und werden dafür tun, was immer nötig ist. "

So leicht kam Cambridge Analytica an Facebooks Daten

Stein des Anstoßes war die Analyse-Firma Cambridge Analytica. Die war laut CEO Alexander Nix unter anderem für den kompletten digitalen Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump zuständig. Whistleblower Christopher Wylie enthüllte kürzlich dem Observer, dass Cambridge Analytica die persönlichen Daten von über 50 Millionen Facebook-Nutzern ohne deren Zustimmung gesammelt hatte. Dieses Wissen habe man genutzt, um Wähler gezielt anzusprechen und zu beeinflussen.

In einem Facebook-Post erklärte Zuckerberg, wie es dazu kommen konnte. 2013 stellte der Forscher Aleksandr Kogan einen Persönlichkeits-Test auf Facebook, an dem 300.000 Leute teilnahmen. Aber wegen der damals laxen Datenschutzrichtlinien konnte die App dadurch auch die Daten von Millionen ihrer Freunde sammeln. 2015 fand Facebook heraus, dass Kogan diese Informationen an Cambridge Analytica weitergereicht hatte. Daraufhin habe man die App entfernt und sowohl Kogan als auch Cambridge Analytica darum gebeten, die Daten zu löschen.

Allerdings verlangte Facebook als einzigen Beweis dafür eine formelle Bestätigung. Diese beim Wort zu nehmen, "war eindeutig ein Fehler", so Zuckerberg gegenüber CNN. Er bereue außerdem, dass Facebook betroffene Nutzer nicht damals bereits informiert hatte. Wylie sagte dazu: "Das war für mich das Unglaublichste an der ganzen Sache. Sie haben zwei Jahre gewartet und absolut nichts getan, um sicherzustellen, dass die Daten wirklich gelöscht wurden."

Facebooks nächste Schritte

Zuckerberg will nun weitere Schritte einleiten, um Nutzerdaten in Zukunft besser zu schützen - und betont, dass Facebook seit dem Debakel bereits viel getan hat. Apps wie Kogans hätten bereits seit 2014 keinen so weitreichenden Zugriff mehr.

Zuckerberg versprach aber eine tiefgehende Untersuchung aller Apps, die damals größere Mengen an Informationen sammeln konnten. Entwickler, die dem nicht zustimmen oder die erwiesenermaßen persönliche Daten missbrauchten, will er von der Plattform werfen. Außerdem soll der Datenzugriff für Entwickler weiter eingeschränkt werden und sie müssen einen Vertrag unterschreiben, bevor sie Facebook-Nutzer um persönliche Informationen bitten. Zuletzt möchte das soziale Netzwerk alle User informieren, deren Daten möglicherweise kompromittiert sein könnten. Ein bereits existierendes Tool, das alle Apps mit Zugriff auf unsere Daten auflistet und uns erlaubt, diesen zu widerrufen, will Zuckerberg besser sichtbar an die Spitze des Newsfeeds pinnen.

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