Diablo 4 mit Betas und ohne Server-Probleme - Entwickler wollen Fehler nicht wiederholen

Blizzard erklärt, welche alten Probleme von Diablo 3 beim Release von Diablo 4 in Vergessenheit geraten sollen.

von Christian Just,
05.11.2019 19:09 Uhr

Diablo 4 soll ohne alte Nickeligkeiten auskommen und einen reibungsloseren Start erleben. Diablo 4 soll ohne alte Nickeligkeiten auskommen und einen reibungsloseren Start erleben.

Der erste Eindruck ist wichtig, das gilt beim Vorstellungsgespräch genauso wie bei einem neuen Spiel. Um die Vorfreude der Spieler nicht zu enttäuschen, will Blizzard alte Probleme von Diablo 3 möglichst nicht zum Release von Diablo 4 mitschleppen.

Dafür hat der Entwickler im Interview mit Polygon drei Punkte genannt, die bei Diablo 4 besser laufen sollen, um einen reibungslosen Launch aufs Parkett zu legen.

Kein Echtgeld-Auktionshaus

Dem bei Diablo 3 viel kritisierten Auktionshaus-Feature erteilte Blizzard direkt eine Absage. Wir erinnern uns: Spieler konnten mit Ingame-Gold oder Echtgeld Items untereinander handeln.

Das System hatte den eigentlichen Spielsinn, die Jagd nach Ausrüstung, ein Stück weit untergraben. So soll in Diablo 4 verhindert werden, dass sich die Gameplay-Spirale um Gold-Farmen dreht, damit man sich die besten Items bei anderen Spielern kaufen kann.

Stattdessen will Diablo 4 vornehmlich aus Loot-Jagd bestehen - aber weiterhin die Option bieten, in Städten mit anderen Spielern Beute zu handeln und zu tauschen. Der Executive Producer Allen Adham dazu:

"Es gibt viele tolle Elemente mit Handel, wenn es in einer geschlossenen Weise geschieht. Wir haben einige ziemlich gute Ideen, wie man den Handel rentabel machen kann, ohne dass er das Spiel stört."

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Weniger Serverprobleme durch längere Betas

Blizzard erklärte im Interview, dass man sich bei den Betas zu Diablo 3 verschätzt habe. Um möglichst wenige Inhalte zu spoilern, hatten die Betas relativ wenig zu bieten. Entsprechend konnte auch nicht ausreichend unter Live-Bedingungen getestet werden.

Bei Diablo 4 wählt Blizzard nun einen anderen Weg. Die Betas sollen über einen längeren Zeitraum stattfinden und sich eher an den Beta-Programmen eines WoW orientieren. Dort werden Betas teils über Monate mithilfe von Test-Servern auf Herz und Nieren geprüft.

Außerdem planen die Entwickler einen umfassenden Stress-Test vor Release. Für diesen Fall wäre etwa eine Open Beta denkbar, bei der alle interessierten Spieler mitspielen könnten.

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Lasst den Content fließen!

Ein weiterer wichtiger Aspekt für ein Live-Service-Spiel ist der stetige Fluss an neuen Inhalten, um die Hardcore-Fans bei Laune zu halten. Darauf bereite sich das Team bereits vor. Produzent Allen Adham äußerte dazu:

"Wir streben danach, mehr Inhalte mit höherer Geschwindigkeit zu generieren, und deshalb bauen wir das Team von Grund auf darauf aus."

Ob Blizzard hier von zusätzlichen Inhalten in Form von kostenpflichtigen DLCs, kostenlosen Content-Updates oder von beidem spricht, wurde aus dem Gespräch nicht klar. Deutlich dagegen machten die Entwickler, dass sie bei Diablo 4 aus den alten Fehlern des Vorgängers die richtigen Schlüsse ziehen möchten.

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