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Inhaltsverzeichnis

Seite 21: Die 250 besten PC-Spiele aller Zeiten - Das große GameStar-Ranking

49. Dragon Age: Origins

Entwickler: Bioware
Publisher: Electronic Arts
Erschienen: November 2009

Heiko Klinge: Nach über 200 Stunden mit Baldur's Gate 2 gab es anno 2009 kein Spiel, das ich so sehr herbeigesehnt habe wie Dragon Age: Origins. Endlich wieder ein klassisches Fantasy-Epos von Bioware!

Meine Erwartungen waren turmhoch und wurden trotzdem nicht enttäuscht. Denn Dragon Age kombinierte die Tiefe eines Baldur's Gate mit der Spielbarkeit und Entscheidungsfreiheit von Star Wars: Knights of the Old Republic. Das alles verpackt in ein neues, herrlich düsteres Fantasys-Universum, in dem die Grenzen zwischen Gut und Böse deutlich stärker verschwimmen als in früheren Bioware-Titeln und das auch schwierige Themen wie Rassismus oder Misshandlung nicht scheut.

Besonders cool fand ich seinerzeit die Origin Storys, die je nach gewählter Heldenklasse und -herkunft einen anderen Spielauftakt kredenzten. Ein enormer, aber leider auch einmaliger Aufwand, beide Nachfolger mussten ohne Origin Storys auskommen.

Am meisten ins Hirn gebrannt hat sich aber meine Beziehung zu Morrigan, für mich die am besten geschriebene, weil ambivalenteste Romanze, die es je in einem Rollenspiel gegeben hat. Und die es tatsächlich geschafft hat, dass ich das Spiel wegen einer einzigen Entscheidung unterbrechen musste, um eine Nacht drüber zu schlafen. In der realen Welt, wohlgemerkt.

Dragon Age: Origins - Test-Video: Das Spiel 7:01 Dragon Age: Origins - Test-Video: Das Spiel

Dragon Age: Origins im GameStar-Test

Trivia:
- Obacht, gleich explodiert euch der Kopf: Der Name der Spielwelt »Thedas« ist ein Akronym für »The Dragon Age Setting«.
- In der englischen Version wird der Antagonist von Schauspieler Tim Curry gesprochen (u.a. Pennywise im ersten Es-Film).

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48. Bioshock Infinite

Entwickler: Irrational Games
Publisher: 2K Games
Erschienen: März2013

Elena Schulz: Bioshock Infinite spielt nicht unter Wasser in der Stadt Rapture, sondern hoch über den Wolken in Columbia. Wieder steht eine fragwürdige philosophische Einstellung im Mittelpunkt: Diesmal geht es um die Vorstellung, dass die amerikanische Nation über allem steht - da wäre Trump mit seinem »Make America great again« sicher begeistert. Allerdings handelt es sich bei Columbia auch um eine militärische Waffe, die die Amerikaner nach politischen Spannungen aufgeben müssen. Die Stadt ist fortan auf sich allein gestellt, was einen Bürgerkrieg zwischen den Gründern und dem Widerstand auslöst.

Mittendrin landen wir als Booker DeWitt, der das Mädchen Elizabeth befreien soll, um seine Schulden zu begleichen. Elizabeth ist aber in der Lage, durch Raum und Zeit zu reisen und schnell stellt sich heraus, dass nichts so ist, wie es scheint. Wie in den Vorgängern kämpfen wir mit Waffen und Kräften, die an die Plasmide erinnern. Allerdings können wir uns diesmal durch Tränke stärken - eine moralische Entscheidung wie beim ersten Teil, wo wir ADAM für uns oder zur Rettung der Little Sisters nutzen können, gibt es nicht mehr. Bioshock Infinite wird vor allem für seine für einen Shooter emotionale Geschichte, die dichte Atmosphäre und Elizabeth als gelungene KI-Begleiterin gelobt.

BioShock Infinite - Test-Video zu Irrationals »himmlischem« Shooter 12:48 BioShock Infinite - Test-Video zu Irrationals »himmlischem« Shooter

Bioshock Infinite im GameStar-Test

Trivia:
- 2013 verwendet die US-amerikanische The National Liberty Foundation ein Artwork, dass die rassistische Gesinnung der Columbia-Gründer widerspiegelte, um gegen Zuwanderung zu protestieren.
- 2014 kommt das Logo-Artwork von Bioshock Infinite mit dem Schriftzug »Defending the Homeland« bei einem Interview mit dem texanischen Gouverneur Rick Perry zum Einsatz, der unter anderem über illegale Einwanderung spricht. Chef-Entwickler Ken Levine bezeichnet die Verwendung des Logos als Ironie.

47. Batman: Arkham Asylum

Entwickler: Rocksteady Studios
Publisher: Eidos Interactive
Erschienen: August 2009

Michi Obermeier: Um zu verstehen, warum Batman: Arkham Asylum so großartig ist, muss man verstehen, wie Superhelden-Videospiele vor Batman: Arkham Asylum waren - nämlich alles andere als großartig. Entsprechend niedrig waren vor dem Spielen meine Erwartungen, entsprechend weggeblasen war ich ein Arkham-Marathon-Wochenende später. Denn das Freeflow-Kampfsystem und der Detective-Modus schaffen, was ich für unmöglich gehalten habe: Man fühlt sich als Normalo plötzlich wie Batman. Und der zerlegt Gegnerhorden nun mal eben im Vorbeigehen und löst jeden Fall im Handumdrehen.

Dank schicker Unreal-Engine-Grafik sieht das auch noch beeindruckend schick aus. Das alleine hätte Arkham Asylum schon in Hit-Sphären erhöht, das Spiel findet aber auch noch in einer von Lore-Details triefenden Spielwelt statt, die von Comicfans für Comicfans handgebaut wurde. Und weil's so ja noch nicht perfekt genug ist, hat der Entwickler Rocksteady Studios die Helden meiner Kindheit für Story und Hauptrollen verpflichtet. Batman: The Animated Series-Schöpfer Paul Dini, sowie die Originalsprecher Kevin Conroy und Mark Hamill als Batman und Joker. Für ein langes Wochenende war ich mir deshalb nicht sicher, ob ich dieses Über-Spiel gerade wirklich spiele, oder mir in einem Fiebertraum nur eingebildet habe.

Die geschickt eingestreute Scarecrow-Albtraumsequenzen haben den Eindruck sogar noch verstärkt. Heute weiß ich: Das war alles echt - und der Startpunkt einer unvergesslichen Spielereihe, die leider bis heute viel zu wenig Nachahmer gefunden hat.

Batman: Arkham Asylum - Test-Video zum Action-Abenteuer 6:24 Batman: Arkham Asylum - Test-Video zum Action-Abenteuer

Batman: Arkham Asylum im GameStar-Test

Trivia:
- Der Entwickler Rocksteady war sich seiner Sache sehr sicher. In einem versteckten Raum sind bereits die Baupläne der Gefängnisstadt aus der Fortsetzung "Batman: Arkham City" zu finden.
- Im Verlauf des Spiels wird Batmans Rüstung nicht nur immer ramponierter, ihm wachsen sogar Bartstoppeln nach.

46. GTA 3

Entwickler: Rockstar North
Publisher: Rockstar Games
Erschienen: Mai 2002

Markus Schwerdtel: GTA war mir zu hektisch und mit seiner 2D-Pixeloptik zu hässlich, GTA 2 erst recht. Und bei den London-Episoden mochte ich eigentlich nur den Soundtrack. Was für eine Offenbarung, als 2001 - zunächst auf der PlayStation 2 - GTA 3 erscheint. Auch wenn die 3D-Grafik aus heutiger Sicht unglaublich texturarm und verwaschen wirkt, war sie damals ein echter Hingucker, zumal in einer so riesigen, offenen Spielwelt.

GTA 3 beherrscht perfekt, was späteren Serienteilen immer mehr fehlt: Ich kann die Umgebung nutzen, um die Missionen zu lösen. Nur selten ist etwa ein Fahrzeug vorgegeben, die Aufträge laufen nicht so stark »auf Schienen« wie in den späteren GTAs. Dieser Umstand bedeutet zwar auch, dass man manche Missionen mehrmals probieren muss, wenn es blöd läuft, aber das erzeugt eben dieses spezielle GTA-Gefühl der Freiheit.

Völlig weggeblasen hat mich damals der Soundtrack von GTA 3. Der ist bei weitem nicht so umfangreich wie etwa der von Vice City oder San Andreas und die Songs sind obendrein komplett unbekannt, weil teils extra für das Spiel gemacht, doch Radiostationen wie Lips 106 oder mein persönlicher Favorit K-Jah passen perfekt zur Atmosphäre von Liberty City.

Natürlich gibt's auch in GTA 3 schon die irren Sprüche der Radio-DJs. Natürlich gibt es 2001 noch keine Websites, wo man die Radiosender in irgendwelchen Youtube-Videos oder Spotify-Playlists in Ruhe nachhören kann. Deshalb bleibe ich tatsächlich einfach oft am Straßenrand stehen und lasse GTA 3 mit aufgedrehtem Sound laufen, damit ich bei der Hausarbeit »Radio« hören kann.

Grand Theft Auto 3 - Test-Video PLUS-Archiv 4:14 Grand Theft Auto 3 - Test-Video

GTA 3 im GameStar-Test

Trivia:
- Der Radiosender Lips 106 spielt unter anderem den Song »Bump to the Music«, den Jahre später Franklin aus GTA 5 als Klingelton auf seinem Handy hat.
- Die Sprecher der Radiostationen sind schon in GTA 3 prominent besetzt. Der Medienmogul Donald Love wird etwa von Kyle MacLachlan (»Dune«, »Twin Peaks«, »Desperate Housewives«) gesprochen.

45. Overwatch

Entwickler: Blizzard
Publisher: Blizzard
Erschienen: Mai 2016

Sandro Odak: Uff, mit Overwatch hatte ich ja anfangs so meine Probleme. Weil es in einem Zeitraum erschien, in dem MOBAs gerade die Sau waren, die durchs Dorf getrieben wurde, hatte sich in meinem Kopf ein Bild manifestiert, das eigentlich gar nicht der Realität entsprach. Dass Overwatch kein MOBA-Shooter - und damit irgendein Kurzzeit-Trendgewächs ist - hat sich mir erst nach einer Weile erschlossen. Aber seitdem lässt mich dieses Spiel nicht mehr los! Denn hinter der kunterbunten Comic-Optik verbirgt sich ein waschechtes Taktik-Monstrum. Alles in Overwatch dreht sich um Teamplay und Helden-Zusammensetzung. Damit hat der Shooter mehr Tiefgang als manch ein Konkurrenz-Produkt, in dem sich Horden von einsamen Wölfen über die Karte ballern.

Dabei waren die Vorzeichen ja denkbar schlecht. Da arbeitet Blizzard sieben Jahre lang an seinem ominösen Geheimprojekt Titan und zieht dann den Stecker. Aus den Resten von Titan entsteht Overwatch. Als reiner Online-Shooter, ohne Kampagne oder Singleplayer. Heute ist um Overwatch eine richtige E-Sport-Liga gewachsen, hinter der viel Geld steckt und Blizzard fügt peu à peu neue Helden, Karten und Eventmodi hinzu.

Overwatch - Test-Video: Blizzards Multiplayer-Messias? 5:45 Overwatch - Test-Video: Blizzards Multiplayer-Messias?

Overwatch im GameStar-Test

Trivia:
- Wenn es nach den Fans gegangen wäre, hätte Schauspieler und Muskelberg Terry Crews die Rolle von Doomfist spielen sollen - er ist es jedoch nicht geworden.
- Die Hintergrundgeschichten der Overwatch-Helden werden in Internet-Clips und Comics erzählt, aber nicht im Spiel selbst. Eine Kampagne ist bis jetzt nicht geplant.

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