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Inhaltsverzeichnis

Seite 23: Die 250 besten PC-Spiele aller Zeiten - Das große GameStar-Ranking

39. Tetris

Entwickler: Ubisoft Montreal und Ukraine
Publisher: Ubisoft
Erschienen: November 2009

Natascha Becker: Kennt ihr das, wenn ein einziges Wort einen über Stunden andauernden Ohrwurm auslöst? Wahrscheinlich hat nicht nur auf mich Tetris diesen Effekt. Eigentlich seltsam, denn am meisten habe ich das Spiel in der Deluxe Version auf dem GameBoy gespielt, und auf der ist das ikonische Thema überhaupt nicht drauf. Dafür ist es bunt und wenn man gut ist, dann wird am Ende der Runde eine Rakete ins All geschossen.

Tetris gilt heute als absoluter Computerspiel-Klassiker und hat sich über 100 Millionen Mal verkauft. Einfach, war es doch für den PC 1989 im Microsoft Windows Entertainment Pack enthalten. Es ist auf mehr als 65 Plattformen erschienen, seinen größten Erfolg hatte es aber eindeutig bei Nintendo. Auf der NES-Version wird noch heute die Weltmeisterschaft ausgetragen.

Das Spielen von Tetris hat einen sehr positiven Einfluss auf das menschliche Gehirn. Es kann Stress reduzieren, Amblyopie, also Schwachsichtigkeit heilen, und kann die Dicke des Kortex um bis zu einen halben Millimeter ansteigen lassen. Der Kortex ist der Teil des Gehirns, der für Erinnerungen, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Gedanken, Sprache und Bewusstsein verantwortlich ist. Außerdem kann Tetris dabei helfen abzunehmen und mit dem Rauchen und Trinken aufzuhören. Man könnte also sagen, Tetris macht uns zu besseren Menschen.

Tetris Ultimate - Gameplay-Trailer zur Next-Gen-Auflage 0:58 Tetris Ultimate - Gameplay-Trailer zur Next-Gen-Auflage

Die dunkle Seite von Tetris - Wie das Puzzlespiel seine Erfinder verfluchte

Trivia:
- Die originale PC-Version von Tetris hatte einen "Boss Button" damit Leute, die auf der Arbeit gespielt haben, das Spiel schnell wegklicken konnten. Statt dessen hat sich eine Tabelle geöffnet.
- Der Name setzt sich zusammen aus tetra, dem grichischen Wort für vier und Tennis, dem Lieblingssport von Erfinder Alexei Paschitnow.

38. Halo

Entwickler: Bungie
Publisher: Microsoft
Erschienen: Oktober 2003

Markus Schwerdtel: Nein, um Superlative war der Kollege Lenhardt wirklich nicht verlegen, als er in seiner Titelstory der Ausgabe 05/2000 Bungies Shooter Halo lobpreist. »Pulverisiert alle grafischen Maßstäbe der Computerspiele,« liest der junge Markus da (der zu der Zeit noch braver GameStar-Abonnent ist), oder »Hier reift eines der faszinierendsten PC-Spiele seit Ewigkeiten heran.« Gierig sauge ich damals jeden Pixel der Screenshots ein und überschlage im Kopf schon mal, was ich wohl für einen Rechner an Kohle ausgeben muss, auf dem dieses opulente Meisterwerk anständig läuft.

Kurz darauf weiß ich: genau 479 Euro. Denn so viel kostet die erste Xbox, auf der Halo nach der Bungie-Übernahme durch Microsoft exklusiv läuft. Die Shooter-Steuerung mit dem klobigen Xbox-Gamepad (aka The Duke) schreckt mich nicht ab, schließlich habe ich auf der PlayStation schon Disruptor von Insomniac (jetzt Sunset Overdrive bzw. Spider-Man für die PS4) mehrmals durchgespielt. Dafür profitiere ich von der damals recht ordentlichen Rechenpower der Konsole, die Halo tatsächlich extrem hübsch auf den Fernseher bringt.

Was Bungie damals wie heute (etwa in Destiny 2) hervorragend hinbekommt, ist das sogenannte Gunplay, also das »Waffengefühl«. Egal ob mit UNSC-Sturmgewehr oder Covenant-Nadler, jede Knarre liefert sattes Schuss- und Treffer-Feedback. Obendrein ist es unglaublich befriedigend, einem Elite-Gegner im Nahkampf den Gewehrkolben zwischen die Zähne zu dreschen. Ja, brutal, aber eben auch befriedigend.

Und dann sind da noch die Fahrzeuge! Unzählige Spiele haben sich die simple Steuerung des Warthog-Jeeps abgeschaut, mit dem ich in Halo über die namensgebende Ringwelt heize - im Koop-Modus (seit Teil 1 ein Markenzeichen der Serie) sogar mit Kameraden hinten drauf. Und selten hat Panzerfahren so viel Spaß gemacht wie in Halo.

Ein zunächst trauriges Kapitel ist die PC-Version von Halo, die von Gearbox programmiert wird und die Ende 2003 erscheint. Denn der fehlt zum Beispiel der spaßige Koop-Modus, zum anderen verderben technische Probleme manchen Spielern den Spaß. Trotzdem ist Halo ein wegweisender Shooter und eine der wenigen Serien, von der ich tatsächlich jeden Teil (in der Regel auf der jeweils aktuellen Xbox) durchgespielt habe.

Halo - History - Special: Alle Spiele der Halo-Reihe 15:19 Halo - History - Special: Alle Spiele der Halo-Reihe

Halo im GameStar-Test

Trivia:
- Der große Bösewicht im ersten Halo ist die Künstliche Intelligenz 343 Guilty Spark. Das derzeit für die Halo-Titel zuständige Studio bei Microsoft heißt 343 Industries. Na, wer merkt was?
- Halo sollte ursprünglich für den Mac erscheinen und wurde 1999 von Steve Jobs auf der Messe Macworld vorgestellt. Die Mac-Version war aber durch die Microsoft-Übernahme am 19. Juni 2000 natürlich erstmal vom Tisch. Erst im Dezember 2003 wurde das Spiel für die Apple-Rechner veröffentlicht.

37. Need for Speed Underground

Entwickler: Electronic Arts
Publisher: Electronic Arts Canada
Release: November 2003

Nils Raettig: Ich muss zugeben, dass ich mich nicht mehr so recht daran erinnern kann, wie viel Spaß mir das Fahren in Need for Speed Underground gemacht hat. Der Grund dafür ist aber aber nicht etwa, dass es zu lange her ist, dass ich das Spiel gespielt habe. Ich gebe stattdessen eindeutig den in der Form zuvor noch nicht gesehenen Tuning-Möglichkeiten die Schuld! Und damit meine ich nicht das Tuning in Sachen Leistung, sondern in Sachen Optik.

Ich habe den größten Teil der Spielzeit damit verbracht, zwischen Dutzenden von Motorhauben, Spoilern und Lackierungen in allen Farben und Formen zu wechseln. Wirklich komfortabel ging das zwar nicht von der Hand, was den nötigen Zeitaufwand deutlich erhöht hat. Einen großen Spaß hatte ich aber trotzdem beim Tuning. Das Freischalten neuer Bauteile war dann auch die größte Motivation für mich, überhaupt diese lästigen Rennen zu fahren, die mich doch eigentlich nur vom Aufmotzen meines geliebten Wagens abgehalten haben.

Außerdem darf natürlich der großartige Soundtrack nicht unerwähnt bleiben. Noch heute muss ich sofort an das Menü von Need for Speed Underground denken, wenn ich mal wieder das gute, alte »Get Low« von Lil Jon zu hören bekomme. Lief dann noch auf dem (Röhren-)Fernseher im Hintergrund Pimp my Ride, war die perfekte Stimmung für NFS:U geschaffen - auch wenn das Spiel nicht ganz an das Tuning aus der MTV-Serie heranreichen konnte. Mit dem zweiten Underground-Teil und Most Wanted hatte ich auch noch viel Spaß, seitdem konnte mich aber kein Teil der Reihe mehr so richtig überzeugen. Es muss dringend ein gut gemachtes Need for Speed: Underground 3 her!

Need for Speed: Underground im GameStar-Test

Trivia:
- Der Fuhrpark von Need for Speed Underground umfasste 20 lizenzierte Fahrzeuge.
- Im aktuellsten Teil der Reihe, Need for Speed Payback, sind über 70 Fahrzeuge enthalten

36. Assassin's Creed 4: Black Flag

Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
Erschienen: Oktober 2013

Dimitry Halley: Wäre Monkey Island nicht ohne jeden Zweifel das beste Piratenspiel der Welt, dann gälte dieser Ehrentitel für Assassin's Creed 4: Black Flag. Dicht gefolgt von Sid Meier's Pirates. Behaupte ich. Denn in Black Flag setzt zum ersten Mal ein Triple-A-Publisher wie Ubisoft ein mehrstelliges Millionenbudget ein, um eine frei befahrbare Karibik mit Städten, Dschungeln und natürlich jeder Menge Piraten zu simulieren. Als Edward Kenway mache ich all das, was ein guter Seeräuber auf dem Kerbholz hat: Ich rekrutiere mir eine Crew, überfalle Briten und Spanier, sammle Schätze, verkaufe Plunder, leiste mir eine ordentliche Piratenmontur und jage die Mysterien der See.

Naja, und quasi als Kleinigkeit enthält Black Flag auch all die Dinge, die ein Assassin's Creed ausmacht: Parkour, versteckte Klingen, eine (diesmal karibische) Verschwörungsgeschichte um Templer und Meuchler. Traditionalisten kam dieser Part zu kurz, ich persönlich halte die Mischung von Black Flag aber für eine absolut famose Spielerfahrung. Und ich habe damals schon gesagt, was ich auch beim aktuellen Assassin's Creed: Odyssey den Kritikern sage: Dieser ganze Templer-Assassinen-Bumms hat doch mittlerweile so einen Bart. Wenn ich stattdessen eine historische Open World bekomme, in der ich meine kühnsten Seeräuber-Fantasien ausleben kann, dann unterschreibe ich diesen Freibeuter-Vertrag liebend gern.

Diese Freiheit nutzt Black Flag nämlich für einige tolle erzählerische Kniffe. Während Edward im Spiel immer mehr Reichtum, Waffen und Fähigkeiten anhäuft, verliert er analog in der Geschichte nach und nach all seine Gefährten. Ein Gangster-Drama also, das bis heute in dem, was es verwirklicht, unübertroffen bleibt. Oh, und Shantys!Help me, Bob, I'm bully in the alley, way-hey, hey-hey, bully in the alley.

Assassin's Creed 4: Black Flag - Test-Video der PC-Version 10:39 Assassin's Creed 4: Black Flag - Test-Video der PC-Version

Assassin's Creed 4: Black Flag im GameStar-Test

Trivia:
- In den englischen Untertiteln werden alle Nomen großgeschrieben, weil es zu der Zeit im Englischen üblich war.
- Olivier Garneau, der Chef von Abstergo in Black Flag, wird von Aiden im ersten Watch Dogs getötet. Seither sind beide Story-Universen verbunden.

35. Mass Effect

Entwickler: Bioware
Publisher: Electronic Arts
Erschienen: Juni 2008

Petra Schmitz: Es war im Winter 2009. Ich wollte Rollenspiel, ich wollte Bioware, ich griff zu Dragon Age: Origins. Das ich nach ca. sechs Stunden aus diversen Gründen blöderweise wieder aufgab. Na gut, probiere ich es mit Science Fiction, dachte ich und wechselte zum längst überfälligen Mass Effect, auch wenn nach dem Origins-Reinfall (Jehova, Jehova!) leise Zweifel bezüglich Bioware an mir nagten. Allerdings nur bis zu dem Moment, in dem ich das erste Mal die Menü-Musik (Uncharted Worlds!) hörte und instinktiv wusste: Das wird was. Fort war die Skepsis. Und die kam auch nicht mal ansatzweise wieder. Ich hab gestaunt, ich hab' gelacht, ich hab' geflucht, ich hab' gejohlt, ich hab' vor Freude in die Hände geklatscht, ich hab' gezittert wie Espenlaub. Am Schluss habe ich geweint.

Es geht in Mass Effect niemals um die Mechanik, es geht niemals darum, ob diese Rüstung oder jene Waffe nun besser ist als eine andere. Es geht darum, der Commander dieses großartigen Schiffs zu sein. Es geht darum, durch seine Entscheidungen, seien sie auch noch so gering, die eigene Geschichte zu schreiben. Dass Letzteres nur eine Illusion ist, bleibt dabei unwichtig. Spiele sind immer nur Illusion und den wenigsten gelingt es, eine gute zu sein. Aber ein paar, ein paar ganz seltene Exemplare schaffen eine derart fantastische, tiefe und erlebenswerte Welt, dass man aus ihr nicht mehr hinaus möchte. Und wenn man es dann schließlich muss, fühlt man so etwas wie Verlust. Das Fühlen ist das Erfolgsgeheimnis von Mass Effect.

GameStar TV: Mass Effect - Folge 26/08 PLUS 08:23 GameStar TV: Mass Effect - Folge 26/08

Mass Effect im GameStar-Test

Trivia:
-Der Schlusssong von Mass Effect (M4, Part II) stammt von den Faunts, einer Band aus Edmonton in Kanada, wo auch Bioware seinen Hauptsitz hat.
-Jennifer Hale, die weibliche Stimme von Shepard in der englischen Version, spricht in so vielen Spielen, dass es fast unglaublich erscheint, dass sie mit dem besten Medium von allen ansonsten nichts am Hut hat.

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