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Inhaltsverzeichnis

Seite 24: Die 250 besten PC-Spiele aller Zeiten - Das große GameStar-Ranking

34. Tomb Raider

Entwickler: Core Design
Publisher: Eidos
Erschienen: Oktober 1996

Petra Schmitz: Lara war vielleicht nicht so cool und humorvoll wie Indy, aber sie war eine Frau, Archäologin und konnte schießen und springen, als gäb's kein Morgen mehr. Und Rätsel durfte ich auch mit ihr lösen. Das Spiel hatte mich nach nur wenigen Sekunden. Und mit meiner Faszination war ich nicht allein. Frau Croft wurde - wenn auch nicht gleich - zum popkulturellen Phänomen, das auch weit über die Grenzen der Spiel(er)welt hinweg bekannt wurde.

Das Tolle an Tomb Raider war die Verknüpfung von Jump'n Run mit Knobelkram. Dass ich dabei einer drallen Britin auf den Pixelhintern schauen durfte, war für mich jetzt nicht so wahnsinnig relevant, für andere Menschen hingegen schon; Lara wurde im Laufe der Jahre immer draller und praller. Ich mochte schlicht, dass sie eine Frau war und dass sie Hirn mit Wehrhaftigkeit kombinierte. Wobei natürlich unterm Strich immer ich das Hirn war, klar. Und der Archäologie-Aspekt war für mich auch höchst spannend, wenn sich auch das meiste um Fantasie-Archäologie drehte. Aber hey, ich hätte mich 1994 beinahe für just diesen Studiengang in Köln eingeschrieben. Also nicht Fantasie-Archäologie, die andere, die echte.

Am meisten wird mir an Tomb Raider übrigens immer die große Pyramide in Erinnerung bleiben. Die hat x Etagen und ich habe Lara von jeder in den Tod stürzen lassen, um dabei die Zeit zwischen Absprung und Genickbruchknacken zu stoppen. Leider habe ich meine Notizen von damals nicht mehr. Ich fände das heute noch genau so interessant wie früher.

Tomb Raider: Historie - Teil 1-6 im Rückblick Video 10:39 Tomb Raider: Historie - Teil 1-6 im Rückblick Video

Tomb Raider im GameStar-Test

Trivia:
- Toby Gard, Laras Erfinder, war nicht sonderlich glücklich über die Art, dass Eidos Lara als eine Art Pin-up vermarktete.
- Lara taucht sogar in einem Musikvideo der Ärzte auf. Das Lied? Männer sind Schweine.

33. Crysis

Entwickler: Crytek
Publisher: Electronic Arts
Erschienen: November 2007

Peter Bathge: Es wird Zeit für einen neuen PC. Also Mainboard ausgetauscht, den neuen Prozessor draufgeklatscht und die fette Grafikkarte wird auch noch irgendwie ins Gehäuse gezwängt. Fein, das wird eine Monstermaschine! Dreistellige Fps-Zahlen und 4K-Auflösung, endlich. Wenn nach der Installation des Betriebssystems die Suche nach einem geeigneten Benchmark für die neue Rechenpower ansteht, fällt die Wahl auch heute noch oft auf einen Klassiker des Shooter-Genres: Crysis.

Der deutsche Ballerspaß sieht selbst elf Jahre nach Veröffentlichung hervorragend aus, ist technisch anspruchsvoll - und bringt immer noch reihenweise Grafikkarten ins Schwitzen. Stabile 60 Fps in 4K? Träumt weiter! Nicht umsonst wurde »But can it run Crysis?« zu einem populären Internet-Meme, wann immer es um PC-Zusammenstellungen und neue Hardware geht. Die erstaunliche Antwort im Jahr 2018: Nein, die meisten PCs packen Crysis immer noch nicht.

Denn anders als bei den stärker auf die Anforderungen der Konsolen von Microsoft und Sony zugeschnittenen Nachfolgern hat Entwickler Crytek sich hier das Ziel gesetzt, das Potenzial damals aktueller wie künftiger PCs voll auszureizen. Das Ziel war klar: den bestaussehenden, technisch anspruchsvollsten Ego-Shooter aller Zeiten zu entwickeln. Doch was als glorifizierte Grafikdemo zur Fußnote in der Geschichte der Videospiele hätte verkommen können, geriet zum weltweit Aufsehen erregenden Musterbeispiel dafür, was deutsche Studios leisten können. Denn Crysis sieht nicht nur exzellent aus - es ist auch ein brillanter Ego-Shooter.

Das liegt zum einen daran, dass seine offene Level-Struktur viele Freiheiten bietet: Mit dem Panzer herumfahren, im Tarnmodus durch den Dschungel schleichen, nordkoreanische Soldaten ins Meer werfen - alles ist möglich. Zum anderen ist die künstliche Intelligenz der Feinde (wenn sie nicht gerade in hohem Bogen ins Wasser fliegen) bemerkenswert, die Schusswechsel sind dadurch immer aufs Neue spannend und abwechslungsreich. In Crysis steckt so viel drin, von spannenden Duellen mit anderen Nanosuit-Trägern über riesige Schlachten mit Dutzenden von Teilnehmern sowie Flugeinlagen im Senkrechtstarker bis hin zu spektakulären Bosskämpfen gegen Riesenaliens. Und das alles sieht einfach nur famos aus - auch wenn es selbst auf aktueller Hardware ab und zu noch ruckelt.

Crysis - Test-Video zum Far Cry-Nachfolger 0 Crysis - Test-Video zum Far Cry-Nachfolger

Crysis im GameStar-Test

Trivia:
- Für eine möglichst fotorealistische Darstellung flogen Mitarbeiter von Crytek nach Tahiti und brachten Fotos von Felsen, Vegetation und Hütten mit zurück nach Frankfurt.
- Ursprünglich sollte der Spieler in der zweiten Hälfte der Kampagne mit den anfangs verfeindeten Nordkoreanern zusammenarbeiten. Der Plan der Entwickler: Wer anfangs möglichst wenige Gegner umnietet oder sie nur betäubt, erhält später im Kampf gegen die Außerirdischen mehr Unterstützung.

32. Borderlands 2

Entwickler: Gearbox
Publisher: 2K Games
Erschienen: September 2012

Markus Schwerdtel: Zugegeben, wir haben es vielleicht ein wenig unterschätzt, dieses Borderlands. Zumindest Teil 1, der bei uns mit einer vergleichsweise niedrigen Wertung aus dem Test kam. Aber da hatte Gearbox die knifflige Mischung aus Shooter und Rollenspiel noch nicht so gut im Griff wie ein paar Jahre später bei Borderlands 2.

Interessiert hat mich das »Baller-Diablo« zwar schon von Anfang an, aber erst beim zweiten Teil ist der Funke richtig übergesprungen. Das liegt nicht nur am einzigartigen Grafikstil, sondern vor allem am Humor. Ich mag die zynischen Kommentare der Figuren und die teils abseitigen Quests. Klar, die laufen am Ende oft auf dumpfe Sammeleien hinaus, sind aber immer in eine lustige Geschichte verpackt und bauen oft aufeinander auf. Obwohl ich gestehen muss, dass ich mit Claptrap nie wirklich warm geworden bin, der laute Roboter ist mir dann stellenweise doch zu nervig.

Der Clou sind aber natürlich die Kämpfe selbst, die dank stark unterschiedlicher Charaktere mit jeweils eigenen Fertigkeitsbäumen tatsächlich sehr abwechslungsreich verlaufen. Mein Liebling ist der Commando Axton mit seinem mobilen Geschütz. Ich lasse eben einfach gern andere für mich arbeiten. Endgültig zu Höchstform läuft Borderlands im Koop-Modus mit Kumpels auf, wenn man die Fähigkeiten der Helden sinnvoll kombiniert.

Apropos Arbeiten: Gearbox könnte mit Borderlands 3 ruhig mal ein bisserl Gas geben. Schließlich habe ich mich nun schon mehrmals durch Borderlands: The Pre-Sequel sowie die unzähligen Erweiterungen für Borderlands 2 geballert und könnte wirklich langsam neuen Stoff gebrauchen.

Borderlands 2 - Test-Video zur PC-Version 9:38 Borderlands 2 - Test-Video zur PC-Version

Borderlands 2 im GameStar-Test

Trivia:
- Gearbox-Chef Randy Pitchford ist ein talentierter Hobby-Magier. Darauf weißt schon sein Twitter-Handle @duvalmagic hin, den Namen benutzt er zum Beispiel auch für seinen Streetpass-Account auf dem Nintendo 3DS.
- Gearbox ist ein vergleichsweise altes Studio, zu den Erstlingswerken zählen die Half-Life-Addons Opposing Force oder Blue Shift. Bekannt wurde das Studio durch die Reihe Brothers in Arms, berüchtigt durch das grottige Aliens: Colonial Marines und das legendär schlechte Duke Nukem Forever. Auf ewig einen Platz in unseren Herzen hat sich Gearbox mit der Homeworld Remastered Collection verdient.

31. Anno 1404

Entwickler: Related Designs
Publisher: Ubisoft
Erschienen: November 2007

Heiko Klinge: Es gibt wohl kaum eine langlebige Spielereihe, bei der so viel Fan-Einigkeit über den besten Serienteil herrscht wie bei Anno. Überwältigende 56,84% unserer Community wählten anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Aufbauspielegende Anno 1404 auf den ersten Platz. Da kann selbst Serien-Urvater Anno 1602 mit 16,55% auf Rang 2 nur anerkennend mit dem Strategenhaupte nicken.

Die Gründe für die bis heute ungebrochene Beliebtheit von Anno 1404 sind mannigfaltig: das historische Szenario, zahlreiche geniale Neuerungen wie Orient, Monumentalbauten oder modularer Hafen; dazu eine Bilderbuchoptik, die selbst neun Jahre später kaum was von ihrem Wohlfühl-Charme eingebüßt hat. Das alles verpackt in eine spannende Solokampagne, ein umfangreichst konfigurierbares Endlosspiel und mit dem Addon »Venedig« sogar Multiplayer-Partien, einschließlich eines enorm spaßig Koop-Modus.

Im Ergebnis ergab das ein bis heute beispielloses Aufbauspiel-Komplettpaket, das keine Genreliebhaber-Wünsche offen lässt und selbst nach Hunderten von Stunden noch spielenswert bleibt. Ich muss es wissen, denn ich habe seinerzeit insgesamt 22 Seiten an Preview- und Testartikel über Anno 1404 geschrieben - bis heute mein GameStar-Rekord - ohne dass mir das Spiel auch nur eine Sekunde überdrüssig wurde. Damit ist Anno 1404 für mich absolut verdient das beste Aufbauspiel in unserem Ranking, ich persönlich hätte es sogar noch weitaus höher einsortiert.

Anno 1404 im Video-Rückblick - »Eigentlich sollte Anno 1404 schon Anno 1800 werden« PLUS 6:09 Anno 1404 im Video-Rückblick - »Eigentlich sollte Anno 1404 schon Anno 1800 werden«

Anno 1404 im GameStar-Test

Trivia:
- Monkey-Island-Hommage: Wer in Anno 1404 in Diplomatie-Verhandlungen 20 mal seinen Gegenüber beleidigt, erhält den Erfolg »Du kämpfst wie eine Kuh«.
- Weil Ubisoft bei der Preview-Präsentation auf unsere Frage nach einem Multiplayer-Modus antwortete »Dazu sagen wir erst später was.«, schrieben wir seinerzeit unter Berufung auf das Zitat, dass »definitiv« einer kommen wird, was die Entwickler später in arge Erklärungsnot brachte. Denn der Multiplayer wurde fürs Hauptspiel nicht rechtzeitig fertig und musste ins Addon verschoben werden.

Anno 1404: Gold Edition für 12,19€ bei GOG

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30. The Elder Scrolls 5: Skyrim

Entwickler: Bethesda Game Studios
Publisher: Bethesda
Erschienen: November 2011

Michael Graf: Ah, Skyrim, das wichtigste »Aber« der Spielegeschichte. Denn nein, es ist natürlich kein perfektes Rollenspiel. Die Hauptstory passt auf ein vollgeschnäuztes Taschentuch, und so vielschichtig wie selbiges sind auch die Charaktere. Wer führte noch gleich die Graubärte an? Oder die kaiserlichen Truppen? Aber! Diese! Welt! Dieses Abenteuer! Diese Freiheit, diese Wikingerromantik, diese Drachen und überhaupt der Turm da drüben und die Höhle da hinten und die Ruine da oben - Skyrim zelebrierte die Kunst der Ablenkung wie kein anderes Rollenspiel. Der zu früh verstorbene GamePro-Kollege Henry Ernst schrieb so wunderschön von »der Unmöglichkeit, geradeaus zu gehen«. Wer braucht eine gute Story in einer Welt, in der man eigene Geschichten einfach dadurch schreibt, wohin man geht? Das verschneite Himmelsrand steckt so voller Abenteuer, voller spannender Schauplätze, voller Nebenquests und Zufallsbegegnungen (Ist das ein Drache da drüben auf dem Dach?), dass sie eine ganze Rollenspielgeneration prägt. Nach Skyrim braucht jedes ernstzunehmende Rollenspiel eine Open World. Punkt.

Viele Spieler argumentieren bis heute, die Vorgänger Oblivion oder Morrowind seien besser gewesen. Aber das stimmt nicht - mit Ausnahme der Assassinen-Gilde aus Oblivion, die war genial. Okay, und der Vampirfamilie aus Morrowind. Was Skyrim jedoch auszeichnet, ist die Dynamik seiner Welt, in der Stadtwachen sogar auf meine Ausrüstung, meine Fähigkeiten und meine aktuellen Aufträge reagieren; einer Welt, in der allerlei Zufälliges passiert, zum Beispiel drückt mir ein vorbeihastender Dieb rasch einen Gegenstand zur »Aufbewahrung« in die Hand. Für einen Kasten im Testartikel sammle ich damals Kuriositäten, Details und versteckte Quests, die man in Himmelsrand entdecken kann - wusstet ihr etwa, dass NPC-Bauern bemalte Kühe als Opfergabe in die Lager von Riesen treiben? Zudem lädt die Skyrim-Welt mit ihren Gipfeln und Nadelbäumen mehr zum Erkunden ein als, sagen wir, das Hinterland in Dragon Age: Inquisition, weil spitz zulaufende Formen den Spielerblick nach oben und in die Ferne lenken - ein Psychotrick, der den Reiz des Bergsettings erklärt.

Und dann wären da ja noch die Mods, die Skyrim bis heute zum Dauerbrenner machen. Alleine Enderal steckt in Sachen Storytelling viele professionell entwickelte Rollenspiele ins Inventar. Apropos: Letzteres erweist sich im ursprünglichen Skyrim als absolut schrecklich, aber auch dafür gibt's Mods, wie auch für fast jeden anderen Aspekt des Spiels. Auch wenn sich Skyrim in unserer Liste den erzählerischen Schwergewichten *Piep* und *Piep* geschlagen geben muss, hat es sich als Meilenstein in die Spielegeschichte eingebrannt. Oh, und sensationell verkauft, aber das weiß man ja.

20 Jahre GameStar: Die zehn wichtigsten Spiele (5/10) - Skyrim: »Der Goldstandard für Open World« PLUS 8:55 20 Jahre GameStar: Die zehn wichtigsten Spiele (5/10) - Skyrim: »Der Goldstandard für Open World«

The Elder Scrolls 5: Skyrim im GameStar-Test

Trivia:
- Skyrim gibt es für so gut wie jede Plattform, neben Virtual Reality und Nintendo Switch auch als (witziges) Text-Adventure für Amazons Alexa.
- Es kann vorkommen, dass sich zwei NPCs um einen Gegenstand streiten, den man in Himmelsrand fallen lässt.

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