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Inhaltsverzeichnis

Seite 25: Die 250 besten PC-Spiele aller Zeiten - Das große GameStar-Ranking

29. Far Cry

Entwickler: Crytek
Publisher: Ubisoft
Erschienen: März 2004

Petra Schmitz: Dass einer der bemerkenswertesten Shooter der letzten Dekade ausgerechnet aus Deutschland kam - das haben wir ja alle so ein bisschen wie eine Standarte vor uns hergetragen, oder? Ha, schaut, Deutschland spielt bei den Shootern ganz vorne mit. Wir sind nicht mehr nur das Anno- und Siedler-Land, wir sind auch Far-Cry-Land, jawoll! Dass Crytek damals schon mit einem internationalen Team arbeitete, musste man ja nicht laut hinausposaunen. Coburg klingt halt nach dem Inbegriff deutscher Gemütlichkeit. Und da hatte Crytek damals noch den Firmensitz.

Far Cry war spielerisch mit all seiner Freiheit und Größe schon mehr als prall, aber das Highlight des Spiels war die Grafik. Sowas hatte man zuvor noch nicht gesehen: Diese erstaunlich lebendig wirkende Insel, auf der der Held Jack Carver Schiffbruch erleidet, diese Bäume, diese Felsen, dieses Wasser, dieses Licht, diese Weitsicht! Far Cry diente jahrelang als Haupthürde in jedem Benchmark-Parcours für Grafikkarten.

Am lebhaftesten erinnere ich mich bei Far Cry übrigens an diesen fast schon lächerlich riesigen Test von 15 Seiten, den ich zusammen mit einigen Kollegen für die 05/2004 geschrieben habe. Das war der längste Test, den wir bis zum damaligen Zeitpunkt gedruckt hatten - glaube ich. Und dann denke ich noch an das wundervolle Multiplayer-Match, in dem Heiko die heimliche Hauptrolle übernommen hat, auch wenn man ihn nicht vor der Kamera sah.

Far Cry - Test-Video PLUS-Archiv 4:14 Far Cry - Test-Video

Far Cry im GameStar-Test

Trivia:
-Besitzer von Ati-Karten hatten in Sachen Far Cry immer so ein bisschen das Nachsehen. Der finale Patch 1.4 von 2006 ermöglichte etwa nur den Nvidia-Modellen HDR und gleichzeitiges Anti-Aliasing.
-Im März 2006 sicherte sich Ubisoft auch die Rechte an der Marke Far Cry. Für den Rest der Geschichte müsst ihr auf einen nahen Turm klettern.

28. Assassin's Creed 2

Entwickler: Ubisoft Montreal und Ukraine
Publisher: Ubisoft
Erschienen: November 2009

Natascha Becker: Assassin's Creed 2 gilt nicht umsonst bei sehr vielen Menschen als das beste Spiel der Reihe. Da kommen eine Menge Faktoren zusammen: Der Protagonist, Ezio Auditore da Firenze, ist sympathisch und spielt sich wie der dramatische, verwegene Romanheld, der er doch tief in seinem Herzen ist. Die Spielwelt ist wunderschön und so detailliert gestaltet, dass man beim Urlaub in der Toskana in Florenz, San Gimignano und Montereggione das Gefühl hat »Hier war ich doch schon mal!«. Und das Gameplay ist natürlich einfach fantastisch.Mit am besten an diesem Spiel ist aber ohne Zweifel die deutsche Synchronisation. Die Art, wie die Figuren in akzentfreier deutscher Sprache aber mit dieser so typischen, leidenschaftlichen italienischen Art sprechen, ist einfach toll. Nicht nur die Gesten, auch der Ton, die Melodie in der Stimme und dazu immer wieder eingestreute italienische Satzfetzen und Kommentare. Dazu natürlich grandioses Voice-Acting unter anderem von Simon Jäger, der in Assassin's Creed 2 Da Vinci spricht und sonst bekannt ist als die deutsche Feststimme von Matt Damon oder Heath Ledger.

Und auch heute spielt sich das Spiel noch großartig. Grafisch ist es gut gealtert und warum sollte Gameplay, das vor zehn Jahren klasse war, heute nicht mehr funktionieren. Meiner Meinung nach noch immer einwandfrei empfehlenswert.

Assassin's Creed 2 - Test-Video: Würdige Action-Fortsetzung 6:14 Assassin's Creed 2 - Test-Video: Würdige Action-Fortsetzung

Assassin's Creed 2 im GameStar-Test

Trivia:
- Bei der ersten Begegnung mit Onkel Mario sagt dieser in der englischen Version "Don't you recognise me? It's-a me, Mario!"

27. Star Wars: Jedi Knight 2 - Jedi Outcast

Entwickler: Raven Software
Publisher: LucasArts
Erschienen: März 2002

Peter Bathge: Es geht mir einfach nicht aus dem Kopf, dieses Geräusch. Ein sanftes Surren, das jederzeit zu einem langgezogenen Wuuuusch anschwellen kann, das die Luft in einem Bogen um mich herum zerschneidet. Dann wieder rhythmisches Bitzeln und Spratzen, so wie man sich das Geräusch von Blitzen vorstellt, deren Elektrizität wild hin und her springt. Ich rede natürlich - »Star Wars«-Fans werden es längst geahnt haben - von der Bandbreite an Tönen, die das handelsübliche Lichtschwert fabriziert, eine elegante Waffe aus zivilisierteren Tagen.

Jedi Outcast kommt direkt aus diesen zivilisierteren Tagen: Es ist ein wundervolles Einzelspieler-Abenteuer, das die »Star Wars«-Lizenz bis zum Letzten ausreizt, vom fantastischen Soundtrack über die Original-Schauplätze wie Cloud City oder Yavin 4 bis hin zu den perfekt nachgebildeten Sturmtruppen-Outfits, Umgebungsdetails und ja, Lichtschwert-Geräuschen. Was als Ego-Shooter mit Blaster und Thermaldetonator beginnt, entwickelt sich zum Third-Person-Actionspiel, in dem Serienheld Kyle Katarn widerwillig erneut in die Roben eines Jedi schlüpft.

Die mitreißende Geschichte um Rache und den Kampf Gut gegen Böse ist ungefähr 634 Mal durchdachter als alles, was George Lucas in der Prequel-Trilogie fabriziert hat. Auch weil die Charaktere so glaubwürdig sind und der Humor nicht zu kurz kommt. Außerdem treffe ich Luke Skywalker, darf AT-STs steuern und gegen Dutzende dunkle Jedi antreten. Diese Lichtschwertkämpfe sind so spannend und dynamisch umgesetzt wie in keinem anderen Spiel mit Ausnahme des Nachfolgers Jedi Academy. Selbst der reduzierte Gewaltgrad in der deutschen Version mindert den Spielspaß nur unwesentlich, zumal mit ein bisschen Fummelei an Spieldaten und Cheat-Konsole die Gliedmaßen auch hierzulande fliegen.

Die tolle Kampfmechanik macht sich nicht nur in der exzellenten Kampagne bemerkbar, auch die Multiplayer-Gefechte profitieren enorm von den ausgeklügelten Schwertduellen - nur leider findet sich heutzutage kaum noch jemand, der die online mit mir spielen will. Schade, dass EAs Battlefront-Serie in dieser Beziehung nie ein vollwertiger Ersatz für Jedi Knight war. Vielleicht schafft es aber Titanfall-Entwickler Respawn endlich, einen würdigen Nachfolger auf die Beine zu stellen. In Sachen Namensgebung ist Star Wars Jedi: Fallen Order ja schon mal auf dem richtigen Weg …

Star Wars: Jedi Knight 2 -Jedi Outcast - Test-Video PLUS-Archiv 3:11 Star Wars: Jedi Knight 2 -Jedi Outcast - Test-Video

Jedi Knight 2 bei GameStar-Test

Trivia:
- Im Mehrspielermodus war es üblich, vor einem Lichtschwertduell in die Hocke zu gehen und nach unten zu schauen - als rituelle Verbeugung und Zeichen des Respekts vor dem Gegner.
- Wer auf dem Doomgiver-Sternenzerstörer die Brücke aufsucht und per Cheat-Code in den Hyperspace-Wirbel fliegt, den erwartet ein überraschender Anblick: die Erde, wie sie gerade von einem riesigen Asteroiden getroffen wird.

26. Left 4 Dead

Entwickler: Turtle Rock Studios
Publisher: Valve
Erschienen: November 2008

Peter Bathge: Nichts geht über »No Mercy« im Schwierigkeitsgrad »Experte«! Einige meiner besten Koop-Erlebnisse hatte ich im abgewrackten Krankenhaus-Level von Left 4 Dead. Wieder und wieder bin ich auf die Server rauf, das Headset mit Mikro auf dem Kopf, mit drei mir meistens völlig unbekannten Menschen in meiner Gruppe. Und dann begann der Überlebenskampf, so intensiv, spannend und kooperativ, wie ihn kein anderer Multiplayer-Shooter zu zelebrieren vermag.

Die Genialität von Left 4 Dead beruht nämlich auf einer simplen Tatsache: Man ist auf die anderen Spieler angewiesen! Nur zusammen kann man sich Smoker, Tanks und Hunter vom Hals halten - wenn der Boomer einen vollkotzt, braucht es die Gefährten, um der angelockten Zombie-Horde Herr zu werden. So verliefen meine Online-Partien dann auch immer ungemein harmonisch: Gefundene Schmerzmittel wurden brüderlich geteilt, verletzten Kameraden half man auf und heilte sie mit Medkits.

Doch früher oder später brach auf den höheren Schwierigkeitsgraden Panik aus, dann wurde um Hilfe geschrien, gejohlt und gezetert, aber auch viel gelacht. Auch deshalb kann ich selbst heute noch in Gedanken eine Karte meiner Lieblingslevels nachzeichnen, einfach weil jede Ecke verbunden ist mit geschätzten Erinnerungen an famose Koop-Momente.

Die mit atmosphärischen Kommentaren der vier Charaktere akzentuierten, wie klischeebeladene Zombie-Filme aufgemachten Multiplayer-Kampagnen à la »Dead Air« oder eben »No Mercy« haben mich gut 80 Stunden lang besser unterhalten als jedes Battlefield oder Call of Duty. Selten war Multiplayer so kooperativ, selten stand der Team-Gedanke so stark im Vordergrund wie in Left 4 Dead.

Um den Einfluss dieses in der deutschen Version böse geschnittenen Shooters abzuschätzen, muss man heute nur einen Blick darauf werfen, wie strikt sich aktuelle Koop-Hits wie Payday 2 und Warhammer: Vermintide 2 noch immer an den von Turtle Rock festgelegten Prinzipien des Teamplays orientieren. Fast zehn Jahre danach ist Left 4 Dead immer noch ein leuchtendes Vorbild im Multiplayer-Geschäft und mein allerliebster Koop-Shooter.

Left 4 Dead - Test-Video zur Zombie-Apokalypse 7:04 Left 4 Dead - Test-Video zur Zombie-Apokalypse

Left 4 Dead im GameStar-Test

Trivia:
- Wie Portal entwickelte Valve Left 4 Dead nicht selbst, sondern unterstützte das Team Turtle Rock Studios, das die Idee für den Zombie-Shooter hatte. 2008 kaufte Valve den Entwickler und benannte ihn in Valve South um.
- Seit 2011 existiert Turtle Rock Studios wieder als eigenständige Firma. Mit Evolve versuchte man sich direkt an einem neuen Koop-Experiment, doch anders als Left 4 Dead wurde daraus kein Millionenseller, sondern ein kolossaler Flop.

25. GTA 5 - Grand Theft Auto 5

Entwickler: Rockstar Games
Publisher: Take 2
Erschienen: April 2015

Johannes Rohe: 21 Jahre ist der erste GTA-Teil alt und ziemlich genau so lang ist auch mein erster Kontakt mit der Reihe her. Auf der alten Rumpelkiste von Computer, die das Arbeitszimmer meines Nachbarn in ihrer ganzen beige-gelben Pracht schmückte, bin ich in der Vogelperspektive durch Liberty City geflitzt, habe Passanten über den Haufen gefahren und mit dem Flammenwerfer herumgezündelt - natürlich ohne das Wissen meiner Eltern, schließlich war ich damals zarte zehn Jahre jung.

Seit diesem ersten Kontakt habe ich mein Herz an die GTA-Reihe verloren und natürlich jeden einzelnen Teil bis zum Umfallen gespielt. Auch GTA 5, doch bis es soweit war, musste ich einige harte Prüfungen bestehen. Lange Zeit war schließlich nicht klar, ob GTA 5 überhaupt für den PC erscheint. Eine PS3 oder Xbox 360 konnte und wollte ich mir nicht leisten und so musste ich beten, bangen und hoffen, dass Rockstar sich der PC-Gemeinde erbarmt.

Auf der E3 2014, also etwas weniger als ein Jahr nach dem Release für Xbox 360 und PS3, dann die erlösende Nachricht: Ja, GTA 5 erscheint auf dem PC - allerdings erst 2015. Einige Monate des qualvollen Wartens später konnte ich dann endlich mit Michael, Trevor und Franklin durch Los Santos cruisen. Und verdammt nochmal, das Warten hatte sich gelohnt.

Aus der Vielzahl an Locations, Missionen, Events, Geheimnissen und Details, die Rockstar in dieses Spiel gepresst hat, hätten andere Studios drei Spiele gemacht. In GTA 5 stehe ich morgens in meiner Wohnung auf, esse ein paar Snacks zum Frühstück, nehme einen Schluck Whisky aus der Pulle und schaue fern. Anschließend fahre ich mit meinem Porsche an den Strand, steige dort aufs Fahrrad um und genieße bei einer Radtour den Sonnenschein. Dann geht's mit dem Boot aufs Meer. Die Taucherausrüstung angelegt und abgetaucht in die Unterwasserwelt. Und zum Abschluss des Tages stibitze ich einen Kampfjet von der nahegelegenen Militärbasis und wage bei Gewitter einen Fallschirmsprung über dem Mount Chilliad. Und das alles ohne Ladezeiten in einer durchgehenden Spielwelt. Irre!

Von den Missionen habe ich bei dieser Aufzählung ja noch gar nicht angefangen. Die Aufträge sind durchweg abwechslungsreich und so durchgeknallt wie die drei Protagonisten des Spiels. Ganz besonders sind mir aber die Koop-Raubüberfälle im Multiplayer-Part GTA Online in Erinnerung. Bei aller berechtigten Kritik an der schlechten Infrastruktur und Cheater-Problemen sind die gemeinsamen Heists eine echte Wucht.

GTA Online Testvideo - Was taugt der Multiplayer nach über 30 DLCs? 12:05 GTA Online Testvideo - Was taugt der Multiplayer nach über 30 DLCs?

GTA 5 im GameStar-Test

GTA Online im GameStar-Test

Trivia:
- Auf dem Meeresboden vor Sandy Shores ist eine Luke versteckt, die eindeutig an Lost erinnert.
- Jeder Charakter hat einen eigenen Schlafrhythmus: Geht ihr schlafen, um zu speichern, vergehen bei Michael sechs Stunden, bei Franklin acht und bei Trevor satte zwölf Stunden.

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