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Inhaltsverzeichnis

Seite 28: Die 250 besten PC-Spiele aller Zeiten - Das große GameStar-Ranking

14. Bioshock

Entwickler: Irrational Games
Publisher: 2K Games
Erschienen: August 2007

Petra Schmitz: Ich habe gerade noch mal nachgeschaut: Laut Metacritic war die GameStar-Wertung mit 87 Punkten für Bioshock die drittniedrigste weltweit. Christian Schmidt und ich hatten triftige Gründe, so zu urteilen, trotzdem gab's einen riesigen Aufschrei bei uns im Forum (und am Telefon, der damalige PR-Verantwortliche in Deutschland rief am Tag gefühlt 20 Mal an, um mit uns zu diskutieren). Leider kann man das nun alles nicht mehr nachlesen, die Umstellung unserer Website hat die fast 1.000 Kommentare zu unserem Bioshock-Test ins Nirvana gespült.

Bioshock ist ungeachtet unserer gut begründeten 87 ein Spiel, das sich tief ins Gedächtnis derer gebrannt hat, die nach Rapture hinuntergetaucht sind. Das Art Design mit all seiner Opulenz, die gleichzeitig faszinierende wie abstoßende Unterwasserwelt, die bizarren Gegner, die Big Daddys, die Little Sisters! Allein die Anfangssequenz (Flugzeugabsturz, Tauchfahrt in die Tiefe) ist herausragend!

Dass das Spiel eigentlich nach DER Schlüsselszene ganz anders hätte weitergehen müssen, dass auch die Grafik und die Atmosphäre das zuweilen lahme Spieldesign mit seinen Automaten und dem Sammeln von Krimskrams nicht ordentlich hat kaschieren können und dass der Bosskampf am Schluss einfach nur dumm war? Natürlich. Trotzdem ist Bioshock ein Meilenstein unter den RPG-Shootern, weil er sich traut, unangenehme Fragen zu stellen. Die Antworten bleibt er allerdings schuldig.

14 Dinge, die ihr nicht über Bioshock wusstet - Versteckte Nachrichten und seltsame Inspiration 2:17 14 Dinge, die ihr nicht über Bioshock wusstet - Versteckte Nachrichten und seltsame Inspiration

Das erste Bioshock im GameStar-Test

Trivia:
-Zu Bioshock erschien 2011 auch ein Roman, der die Vorgeschichte der Unterwasserstadt Rapture erzählt.
-Auch wenn Bioshock wahnsinnig gut aussieht und es wirkt, als können man keinen schlechten Screenshots daraus ziehen, haben Christian und ich etwa einen Tag damit zugebracht, gescheite Bilder für den Test zu machen.

13. The Secret of Monkey Island

Entwickler: LucasArts Entertainment
Publisher: LucasArts Entertainment
Erschienen: Oktober 1990

Nils Raettig: Meine Anfangszeiten als PC-Spieler wurden vor allem durch tolle Adventures von Sierra und LucasArts geprägt. The Secret of Monkey Island gehört selbstverständlich dazu - auch wenn ich gestehen muss, dass ich zu der Zeit oft noch eher meinem großen Bruder beim Spielen zugeschaut habe, als wirklich selbst zu spielen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie beeindruckt ich war, als ich das erste Mal die Übersichtskarte von Melee Island gesehen habe - so nach dem Motto: »Wow, da kann man überall noch hin?!«. Und dann gibt es da ja noch die berühmte Schiffsreise nach Monkey Island, die tollen Rätsel auf der Insel selbst und das große (wenn auch kurze) Finale zurück auf Melee Island!

Wenn es um Monkey Island geht, dürfen außerdem die legendären Beleidigungs-Duelle nicht unerwähnt bleiben. Ich weiß noch, wie ich geprägt durch die Kämpfe in Prince of Persia (siehe Platz 72) und Indiana Jones and the Last Crusade (hat es leider nicht in diese Liste geschafft) beim ersten Duell darauf eingestellt war, Guybrush per Tastatur oder Maus nach links und rechts zu steuern und ihn Schwerthiebe ausführen zu lassen, aber von wegen! Schlagfertige Antworten auf Beleidigungen waren der Schlüssel zum Sieg, wobei die Kämpfe mit einfachen Piraten nur dazu dienten, genug Beleidigungen und Antworten für das finale Duell mit der Schwertmeisterin zu kennen - die gemeinerweise ganz neue Beleidigungen parat hatte.

Weil es The Last Crusade nicht in unsere Liste geschafft hat, erlaube ich mir außerdem noch eine kleine Randnotiz dazu: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug war mein erstes eigenes PC-Spiel. Weil mein Taschengeld im Alter von neun Jahren nicht allzu üppig ausgefallen ist, habe ich es mir kurzerhand zum Geburtstag gewünscht. Leider war eine der Disketten defekt, so dass man nur bis zu einem bestimmten Punkt spielen konnte - und da das nächste Geschäft mit Computerspielen weit weg und ich auf meinen Vater als Shuttleservice angewiesen war, hat es viel zu lange gedauert, bis wir endlich weiterspielen konnten - früher was also doch nicht alles besser.

The Secret of Monkey Island - Special Edition von 2009 im Test

Trivia:
- Als Kopierschutz lag dem Spiel eine Drehscheibe bei. Je nach dem, welchen Piratenkopf man damit zusammengesetzt hat, tauchten unterschiedliche Jahreszahlen zu sieben verschiedenen Orten auf, die zu Beginn des Spiels abgefragt wurden.
- Klickt man im Spiel im Wald von Melee Island einen bestimmten Baumstumpf an, behauptet Guybrush, ein Tunnelsystem zu entdecken. Man soll die Disketten 22, 36 und 114 einlegen - die es natürlich gar nicht gibt. Guybrush gibt auf und vermutet, dass dieser Teil des Spiels wohl noch nicht programmiert wurde.

12. Counter-Strike 1.6

Entwickler: Minh Le, Jesse Cliffe, Valve
Publisher: Sierra, Valve
Erschienen: November 2000

Petra Schmitz: An meine erste Partie Counter-Strike kann ich mich nur noch diffus erinnern. Da war das Ding noch eine sehr, sehr frühe Mod, und irgendwie hat's bei mir damals nicht gleich Klick gemacht. Ich bin dann wieder zurück zu Team Fortress Classic, während einige andere aus meinem Clan doch immer mal wieder in CS reinschauten und prophezeiten, dass das was werden könne. Recht sollten sie behalten. Counter-Strike wuchs, wurde besser, wurde populärer.

Allerdings gab's CS lange nur in Kombination mit Half-Life als Mutterspiel. Erst nachdem Valve sich die Mod (und die Macher) unter den Nagel gerissen hatten, wurde daraus im November 2000 ein Stand-alone-Spiel. Zu der Zeit war CS allerdings schon lächerlich erfolgreich. Es wurde auf LANs und im Internet rauf und runter gespielt. In Deutschland unter anderem, weil wir die Beta 6.0 auf der CD (ja, damals noch CD) hatten. Uns erreichten danach Mails und Briefe auf echtem Papier, dass wir die CS-Community zerstört hätten - zu viele Noobs (Verzeihung) würden sich nun dank uns auf den Servern tummeln.

Apropos Server: Auch die GameStar-Redaktion hatte ihren eigenen kleinen CS-Server. Da trafen dann Redakteure auf Leser. Und anders herum. Wir waren für eine Weile eine wundervolle - und teilweise auch wahnsinnig eingespielte - Gemeinde. Die auch bis spät in die Nacht aufeinander schoss, Bomben entschärfte und Geiseln befreite.

Das Tolle an CS ist ja, dass es nichts überkompliziert, zumindest nicht auf der Regel- und Mechanikseite. Das auf den ersten Blick Komplexeste dürfte sein, die Spray-Muster der Waffen zu lernen, jeder versteht in Nullkommanix, um was es geht. Die Ausführung hingegen ist bei jeder CS-Partie immer eine andere Geschichte. Und oft eine sehr spannende.

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Die 10 bestbewerteten Steam-Spiele

Trivia:
-Bereits im ersten GameStar-Clanturnier, das im Sommer 2000 stattfand, wurde Counter-Strike gespielt.
-Charles Glimm, der frühere Textchef der GameStar, bestand darauf, dass wir Counterstrike statt Counter-Strike schrieben. Das hat damals vielen Redakteuren tiefe Schmerzen bereitet.

11. Minecraft

Entwickler: Mojang
Publisher: Microsoft
Erschienen: 17. Mai 2009 (Alpha 1.0.0)

Michael Graf: Minecraft nicht in den Top Ten, das darf eigentlich nicht sein. Aber so funktioniert Demokratie nun mal: gar nicht. Spaß beiseite, unsere Redaktionswahl hat absolut würdige Gewinner hervorgebracht, doch Minecraft hätte einen Platz unter den ersten zehn verdient. Es ist eines der einflussreichsten Spiele der Neuzeit, wenn nicht sogar das einflussreichste überhaupt. Es hat mit dem Verkauf von Vorabversionen den Early-Access-Boom eingeläutet. Es hat mit seinen zufallsgenerierten Welten und von den Spielern erzählten Abenteuern den Aufstieg der Let's Plays begünstigt, wenn nicht sogar maßgeblich verantwortet. Es hat uns gezeigt, wie wundervoll Survival unsere Nerven kitzeln kann, der Überlebenskampf in einer feindseligen Umgebung. ARK, Rust, Conan Exiles - all das hätte es ohne Minecraft so nicht gegeben. Vielleicht wäre nicht mal DayZ so populär geworden. Vielleicht.

Nicht zuletzt hat uns Minecraft mit etwas Besonderem konfrontiert und fasziniert: unserer eigenen Kreativität. Der Abbau und das Stapeln von Blöcken, das Umgestalten »unserer« Spielwelt und das Ausleben von Baufantasien bringen Minecraft den Schmähnamen »Lego am Bildschirm« ein und wecken zugleich einen Drang, der von Kindesbeinen an in jedem Menschen schlummert. Okay, vielleicht nicht in jedem, manche Spieler lässt Minecraft kalt. Das mag am Mangel an Tutorials und Führung liegen, an der bescheidenen Grafik oder der generellen Abwesenheit vorgefertigter Geschichten. Wen kümmert's! Über 144 Millionen Mal hat sich das Klötzchenspiel inzwischen weltweit und plattformübergreifend verkauft; es ist aus der Jugendkultur nicht mehr wegzudenken und hat seinen Erfinder zum Milliardär gemacht, der auf Twitter seinen Weltschmerz hinausbrüllt.

Minecraft hat nicht nur Spiele-, es hat Kulturgeschichte geschrieben, es hat endgültig bewiesen, dass »Indie« ein Qualitätssiegel sein kann, und es hat eine ganze Generation von Spielern geprägt. Es ist eines der bestimmenden Spiele der Gegenwart, auch wenn es viele Hardcore-Spieler nicht ständig auf dem Schirm haben. Aber fragt doch mal einen Jugendlichen, ob er Minecraft gespielt hat. Die Antwort dürfte »ja« lauten. Zumindest ein paar Dutzend Millionen Mal.

20 Jahre GameStar: Die zehn wichtigsten Spiele (2/10) - Minecraft - »Das haben wir echt verpennt« PLUS 8:40 20 Jahre GameStar: Die zehn wichtigsten Spiele (2/10) - Minecraft - »Das haben wir echt verpennt«

Minecraft im GameStar-Test: Zum 7. Geburtstag eine 94

Trivia:
- Für die Übernahme des Minecraft-Entwicklers Mojang bezahlte Microsoft 2,5 Milliarden US-Dollar. Das entspricht ungefähr dem Bruttoinlandsprodukt der Seychellen.
- In Skyrim konnte man die »Notched Pickaxe« finden, eine Anspielung auf den Minecraft-Erfinder Markus »Notch« Persson.
- Weil es sich schwer in Genre-Kategorien pressen lässt, hat Minecraft das damalige GameStar-Wertungssystem mit zu Fall gebracht. Wir haben es erst 2016 getestet.

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