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Die besten Gaming-Gehäuse Juli 2018 - Gehäuse für Spieler von ATX bis Mini-ITX

Wir haben die besten Gehäuse für Spieler in drei verschiedenen Preisbereichen zusammengestellt, außerdem empfehlen wir kompakte Mini-ITX-Cases.

von Christoph Liedtke, Nils Raettig,
19.07.2018 15:41 Uhr

Unsere Kaufberatung für die besten Gaming-Gehäuse deckt verschiedene Preisbereiche und Geschmäcker bei ansprechender Ausstattung ab.Unsere Kaufberatung für die besten Gaming-Gehäuse deckt verschiedene Preisbereiche und Geschmäcker bei ansprechender Ausstattung ab.

Gehäusekaufberatung Juli 2018 - Glas gegen Gitter

Nils Raettig
@nraettig

Seit einiger Zeit erfreuen sich Gehäuse mit Wänden, die fast vollständig aus Hartglas bestehen, immer größerer Beliebtheit. Ein relativ neuer Vertreter dieser Gattung hat es jetzt als Preis-Leistungs-Tipp in den Preisbereich von 60 bis 100 Euro geschafft: Genauer gesagt geht es um das TG5 RGB von Sharkoon. Um die namensgebenden RGB-Lüfter in der Front möglichst gut zur Geltung zu bringen, kommt hier wie beim linken Seitenteil größtenteils Hartglas zum Einsatz.

Preis und Ausstattung liegen auf einem ähnlichen Niveau wie beim Fractal Design Meshify C, das in der günstigsten Variante über kein Glasfenster verfügt und das in der Front auf eine Gitteroptik statt auf Glas setzt. Es war zuvor an der besagten Stelle unsere primäre Empfehlung. Wer weniger wert darauf legt, das Innenleben seines Gehäuses betrachten zu können, der wird aber auch weiterhin mit dem Fractal-Gehäuse sehr glücklich - oder aber er greift für etwa 10 Euro Aufpreis zu dem Modell mit Hartglas-Seitenteil.

Faktoren wie eine (variable) Farbe von vorinstallierten Gehäuse-Lüfter oder der großflächige Einsatz von Hartglas sind natürlich größtenteils Geschmackssache. Zu welcher Fraktion gehört ihr dabei? Lieber Hartglas statt blickdichten Gehäusewänden? Und dürfen Lüfter in einer Farbe (oder mehreren) leuchten oder sollen sie lieber ohne Beleuchtung ihre Arbeit verrichten? Schreibt es gerne in die Kommentare.

Schnell-Navigation:

» Gehäuse bis 60 Euro

» Gehäuse von 60 bis 100 Euro

» Gehäuse ab 100 Euro

» Mini-ITX-Gehäuse

Gehäuse bis 60 Euro

Wer bei seiner Rechner-Zusammenstellung auf jeden Cent achten muss oder schlichtweg dem Gehäuse einen nicht allzu hohen Stellenwert beimisst, findet im Preisbereich bis 60 Euro durchaus einige empfehlenswerte Gehäuse. Allerdings ist in diesen Fällen nicht nur für den Käufer das Budget schmal, auch der Hersteller muss an gewissen Stellen den Rotstift ansetzten. Meistens geschieht das bei der Materialstärke des Stahls, der Verarbeitung und der Ausstattung. Als Nutzer entscheidet man sich bei einem PC-Gehäuse bis 60 Euro daher immer für einen Kompromiss zwischen den drei genannten Bereichen.

Vor allem dem Kühlkonzept solltetn ihr bei günstigen Gehäusen immer einen kritischen Blick widmen. Oftmals legt der Hersteller dem Gehäuse nur einen Lüfter bei, der meistens nicht zu den leisesten gehört. Hier lohnt häufig der separate Kauf von günstigen Lüftern und das eigenhändige Nachrüsten. Empfehlen können wir hier vor allem den Arctic F12 PWM 120 Millimeter, den es bereits für etwa fünf Euro gibt. Zwei Lüfter sind in einem Gaming-Gehäuse immer sinnvoll, gerade im Hinblick auf heiße Sommertage.

Wer seinen PC zudem öfter hin und her transportiert oder regelmäßig Komponenten tauscht, sollte auf eine ordentliche Verarbeitung, ausreichende Materialstärke und komfortable, schraubenlose Montagemöglichkeiten achten.

Hinweis:

Die hier dargestellten Empfehlungen sind mit so genannten Affiliate-Links versehen. Mit einem Kauf über einen dieser Links erhalten wir vom jeweiligen Anbieter eine kleine Provision. Auf den Preis oder unsere Wahl der Empfehlungen hat das keine Auswirkung.

Preis-Tipp: Sharkoon VS4

Sharkoon VS4 - Bilder ansehen

Das Sharkoon VS4 ist mit einem Preis ab circa 30 Euro eines unter vielen Angeboten im extrem günstigen Segment, bietet dafür aber einen hohen Gegenwert. Das Sharkoon VS4 gibt es in drei Varianten: Einmal mit USB 2.0 für 25 Euro (VS4-S), mit USB 3.0 für 30 Euro (VS4-V) und schließlich als USB 3.0-Variante mit zusätzlichem beleuchteten 120 Millimeter-Lüfter und Sichtfenster ab circa 35 Euro (VS4-W).

Alle Varianten bieten einen relativ stabilen Korpus aus Stahl und ausreichend Platz für Grafikkarten (bis zu 310 Millimeter bzw. 385 Millimeter Länge ohne Festplattenkäfig). Des Weiteren passen bis zu vier SSDs (2,5 Zoll), drei HDDs (3,5 Zoll) und drei 5,25 Zoll Laufwerke in das VS4. Selbst Komfortoptionen wie eine kabellose Montage der Laufwerke, eine große Öffnung im Mainboard-Tray zur einfacheren Kühlermontage und Kabeldurchführungen zur Eindämmung des Kabelgewusels hat Sharkoon beim VS4 implementiert.

Spürbare Abstriche müsst ihr dagegen bei den Kühlmöglichkeiten und der Lautstärke eingehen. Der in der Front montierte 120 Millimeter Lüfter könnte beim VS4-S und VS4-V für manche Gaming-Hardware und an heißen Sommertagen zu schwachbrüstig sein, auch an der Lautstärke des Lüfters und der Entkoppelung der Festplatten merkt man dem Sharkoon VS4 den günstigen Preispunkt an. Das VS4-W bietet mit zwei Lüftern zwar bessere Kühleigenschaften, aber auch hier sollten geräuschempfindliche Nutzer nachträglich andere Lüfter einbauen. CPU-Kühler finden bis zu einer Höhe von 160 Millimeter Platz, nur sehr große Oberklasse-Kühler sind noch höher.

Wer sich hingegen mit diesen Kompromissen abfinden kann oder im Nachhinein für mehr (und bessere) Lüfter sorgt, findet mit dem Sharkoon VS4 einen wirklich günstigen und soliden Aufbewahrungsort für seine Hardware.

Preis-Leistungs-Tipp: Fractal Design Core 2300

Fractal Design Core 2300 - Bilder ansehen

Fractal Design ist bei Spielern einerseits wegen seiner schlichten, aber funktionalen Gehäuse sehr beliebt, andererseits stimmt meist auch das Preis-/Leistungsverhältnis. Das Core 2300 für etwa 40 Euro bildet da keine Ausnahme. Die Front ist in der Optik von gebürsteten Aluminium gestaltet und bietet einen USB 3.0, einen USB 2.0 und zwei Audio-Anschlüsse. Außerdem können hier bis zu zwei 5,25-Zoll-Laufwerke installiert werden (auch wenn die heutzutage immer weniger eine Rolle spielen).

Das Netzteil wird wie mittlerweile üblich am Boden des Gehäuses eingebaut. An der Rückseite und in der Front befindet sich jeweils ein vorinstallierter 120 Millimeter-Lüfter, insgesamt können bis zu sieben Lüfter eingebaut werden. Auch für Radiatoren von Wasserkühlungen ist Platz vorhanden (240/280 Millimeter in der Front, 240 Millimeter an der Oberseite).

Die Halterung des Mainboards bietet besonders großzügige und viele Öffnungen. Einerseits, um den CPU-Kühler (maximale Höhe: 162 Milllimeter) leicht austauschen zu können, andererseits für ein besseres Kabelmangement. Die maximale Länge für Grafikkarten liegt bei stolzen 380 Milllimetern, allerdings nur, wenn nicht alle Slots für 3,5-Zoll-Festplatten genutzt werden. In dieser Preisklasse ebenfalls nicht selbstverständlich: leicht entnehmbare Staubfilter.

Leistungs-Tipp: BitFenix Shinobi

Bitfenix Shinobi - Bilder ansehen

Unser Leistungs-Tipp im Preisbereich bis 60 Euro ist ein alter Bekannter: Das Bitfenix Shinobi befindet sich bereits seit einigen Jahren auf dem Markt, hat aber kaum an Reiz verloren. Besonders seine matt gummierte Oberfläche verleiht dem Gehäuse ein wertiges und fingerabdruckfreies Äußeres – ein nicht zu unterschätzender Vorteil im alltäglichen Gebrauch. Auf der Oberseite des Gehäuses finden sich zudem jeweils zwei USB-3.0-Ports und USB-2.0-Ports sowie zwei 3,5-Millimeter-Klinken zum Anschluss eines Headsets.

Das Innere des Shinobi überzeugt ebenso: Sämtliche Komponenten finden ausreichend Platz, selbst große Grafikkarten (bis zu 325 Millimeter) und wuchtige CPU-Kühler (bis zu 165 Millimeter). Kabel verlegt ihr ordentlich durch die dafür vorgesehenen Kanäle. Neben drei Einschüben für optische Laufwerke bietet das Bitfenix Shinobi ganze acht Einbaumöglichkeiten für 3,5-Zoll-Laufwerke, aber keinen dedizierten 2-5-Zoll-Parkplatz für SSDs. Der schnelle Flash-Speicher muss mittels Adapterrahmen in den 3,5 Zoll Schächten verbaut werden. Ein 120-Millimeter-Lüfter liegt dem Gehäuse bereits bei, zudem bleibt noch Platz für fünf weitere. Im Bitfenix Shinobi montieren Sie alle Komponenten werkzeugfrei.

Aktuell lässt sich das Shinobi in seiner Standard-Ausführung für etwa 60 Euro erwerben. Darüber hinaus gibt es das Gehäuse in etlichen Versionen und Farbvarianten, beispielsweise mit Sichtfenster, mit Schalldämmung oder in XL-Größe. Die Lieferbarkeit ist aber oft nur noch auf wenige Händler beschränkt - es könnte also durchaus sein, dass das Gehäuse bald gar nicht mehr lieferbar ist.

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