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Seite 6: Die besten Gaming-Mäuse für PC-Spieler

Palm-Grip vs. Fingertip-Grip vs. Claw-Grip

Noch vor der verbauten Technik ist das Wichtigste an einer guten Maus in erster Linie ihre Form und Ergonomie. Will die Maus einfach nicht mit eurer individuellen Handgröße oder Maushaltung harmonieren, kann der Sensor noch so fortschrittlich sein, die Bedienung der Maus wird euch niemals zufrieden stellen. Im schlimmsten Fall ärgert ihr euch sogar täglich über die unbequeme Haltung oder bekommt nach einiger Zeit Schmerzen in Hand oder Handgelenk. Hier ein Überblick der gängigsten Griffarten:

Palm-Grip Die für euch angenehmste Haltung der Maus ist sehr wichtig. Führt ihr die Maus eher mit der ganzen Handinnenfläche inklusive aufgelegtem Handballen, gehört ihr zu der Fraktion der Palm-Grip-Spieler. In diesem Fall sind eher große, ergonomisch geformte Mäuse empfehlenswert, je nach Wunsch auch mit ausladender Ablage für Ring- und kleinen Finger.

Fingertip-Grip Falls ihr die Maus mit den Fingerspitzen ohne aufliegenden Handballen steuert, nutzt ihr den Fingertip-Grip. Dieser Griff ermöglicht in der Regel schnellere Bewegungen auf dem Mousepad, ist aber etwas ermüdungsanfälliger. Die meisten Mäuse eigenen sich allerdings gut für den Fingertip-Griff, auch die Handgröße spielt für diese Griffart eine untergeordnete Rolle.

Claw-Grip Die dritte Griffart, der sogenannte Claw Grip, ist vorranging unter Spielern schneller, klickintensiver Spiele verbreitet. Hierbei stabilisiert der Spieler die Maus mit dem Handballen, die Finger sind wie eine Kralle geformt und klicken nahezu im 90 Grad Winkel auf die Feuertasten. Dadurch lassen sich noch etwas schnellere Klick-Folgen realisieren. Claw-Grip-Spieler führen die Maus meistens mit eher hohen DPI-Zahlen, da weites Herumgleiten mit der Maus (durch niedrige Empfindlichkeit bedingt) mit dieser Griffart auf Dauer ziemlich anstrengt.

Sensor - Laser vs IR LED

Die Epicgear-Mäuse Meduza (links) und Anura (Mitte) verwenden sowohl einen Infrarot- als auch einen Laser-Sensor. Üblicher ist der Einsatz nur eines (und meist optischen) Sensors wie im Falle der G400S von Logitech (rechts).Die Epicgear-Mäuse Meduza (links) und Anura (Mitte) verwenden sowohl einen Infrarot- als auch einen Laser-Sensor. Üblicher ist der Einsatz nur eines (und meist optischen) Sensors wie im Falle der G400S von Logitech (rechts).

Die Sensor-Einheit erfüllt die zentrale Aufgabe einer Maus: Das Erfassen von Bewegungen. Eine Lichtquelle (Laser oder LED, entweder im sichtbaren oder unsichtbaren Infrarot-Spektrum) strahlt gebündelt durch verschiedene Optiken die Oberfläche an, auf der die Maus sich bewegt.

Ähnlich wie bei einer Fotokamera werden mikroskopisch kleine Einzelbilder der Oberfläche aufgenommen, die wiederum ein Signalprozessor analysiert. Er versucht, kleinste Unebenheiten auf der Oberfläche zu erkennen, um markante Punkte in aufeinanderfolgenden Bildern wiedererkennen zu können. So lässt sich mit ein wenig Mathematik die relative Distanz eines Punktes berechnen, die dieser in der Zeitspanne von zwei Bildern (im gedachten Koordinatensystem) zurückgelegt hat.

Die Funktionsweise zwischen Laser- und »optischen« LED-Mäusen ist dabei bis auf die Lichtquelle im Grunde gleich, weswegen auch die stetige Unterscheidung zwischen diesen beiden Sensorarten im Grunde irreführend ist. Beide arbeiten mit Licht und den Gesetzen der Optik. Nichtsdestotrotz hat sich diese Namensgebung weitreichend etabliert, sodass auch wir im folgenden Artikel dies beibehalten werden.

Nahezu alle Sensoren für Spieler-Mäuse kommen dabei derzeit von nur einem Hersteller – Pixart aus Taiwan. Zwar liest man bei vielen Sensoren den Namen Avago, dessen Patente (über 600 Stück) für Mäuse wurden allerdings Ende 2011 von Pixart lizensiert respektive gekauft. Ein weiterer, aber für Spieler (noch) wenig bedeutender Sensor-Hersteller für Mäuse ist Philips.

Die roten Linien haben wir mit aktiviertem Angle-Snapping gezogen, die schwarzen frei Hand – die Stärke des Eingreifen der Software hängt dabei vom Hersteller ab. Die roten Linien haben wir mit aktiviertem Angle-Snapping gezogen, die schwarzen frei Hand – die Stärke des Eingreifen der Software hängt dabei vom Hersteller ab.

Sensor - Vor- und Nachteile

Welche praktischen Vor- und Nachteile bieten die beiden Verfahren? In der Regel funktionieren Laser-Sensoren auf mehr Oberflächen und erreichen eine höhere Auflösung. Die Maximalwerte aktueller Laser- und LED-Sensoren sind aber dermaßen hoch, dass sie in der Praxis mit maximaler Empfindlichkeit selbst bei sehr hohen Auflösungen so gut wie unbenutzbar sind.

Auch die Lift-Off-Distanz, also die Distanz (Höhe), ab der der Sensor noch Bewegung registriert, liegt bei Laser-Mäusen meistens niedriger. Letzteres ist vor allem für Spieler wichtig, die Ihre Maus oft umsetzen.

Nachteile der Laser-Mäuse führen zurück auf die Eigenschaften des Laser-Lichtes: Weil dieses im Vergleich zu Licht einer LED gebündelter, energiereicher strahlt und dadurch tiefer in die Oberfläche dringt, werden deutlich mehr, oft für die reine Distanzberechnung jedoch unnötige Informationen der Oberfläche registriert. Je nach der Materialbeschaffenheit der Unterlage und der Geschwindigkeit, mit der die Maus bewegt wird, variiert die Genauigkeit der Abtastung daher um bis zu fünf bis sechs Prozent. Die besten optischen Mäuse mit LED- statt Laser-Sensor schwanken nur in einem von hundert Fällen.

Optischen LED-Mäusen wird daher oft ein direkteres, gleichmäßigeres Zeigerverhalten nachgesagt. In der Praxis sind die Unterschiede gering, aber durchaus spürbar. Vor allem für möglichst hohe Konstanz ist die technikbedingte Abtast-Schwankung von Laser-Mäusen nicht optimal. Das könnte mit ein Grund dafür sein, dass mittlerweile immer weniger Hersteller auf Laser-Sensoren setzen.

Weitere Funktionen wie »Angle Snapping« (Pfadbegradigung) oder »Mouse Acceleration« (Zeigerbeschleunigung) sind bei Spielern ebenfalls (zu Recht) verpönt, lassen sich in den meisten Fällen jedoch deaktivieren, um die Mausbewegungen ohne künstliche Begradigung möglichst authentisch und unverfälscht ins Spiel zu übertragen.

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