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Seite 5: Gaming PC zusammen stellen und bauen - Die besten Spiele-Rechner ab 550 Euro, November 2018

1.500-Euro-PC

Modell

ca. Preis

CPU

AMD Ryzen 7 2700X

315 Euro

CPU-Kühler

Noctua NH-D15

85 Euro

Mainboard

MSI X470 Gaming Plus

130 Euro

Arbeitsspeicher

Patriot Viper 4 - 16,0 GByte Kit

130 Euro

Grafikkarte

Inno3D Geforce RTX 2070 Twin X2 - 8,0 GByte VRAM

530 Euro

HDD

Seagate BarraCuda Compute - 2,0 Terabyte

60 Euro

SSD

SanDisk SSD Plus - 480 GByte

75 Euro

Gehäuse

be quiet! Pure Base 600

70 Euro

Netzteil

be quiet! Straight Power 11 - 550 Watt

95 Euro

Insgesamt

1.490 Euro

In unserem 1.500-Euro-PC kommt eine extrem schnelle Geforce RTX 2070 zum Einsatz, außerdem setzen wir auf einen besonders hochwertigen CPU-Kühler und eine Festplatte mit 2,0 Terabyte.

• Prozessor Sockel AM4 – Ryzen 7 2700X

Mit acht Kernen inklusive virtueller Kernverdoppelung bietet der Ryzen 7 2700X für knapp 310 Euro als Ryzen-7-CPU mit den höchsten Taktraten unter Last sowohl eine hohe Leistung in aktuellen Spielen (und Anwendungen) als auch genug Reserven für kommende Titel.

Intels Coffee-Lake-Prozessoren wie der Core i7 8700 (sechs Kerne) sind in Spielen zwar tendenziell etwas flotter unterwegs, wenn die Grafikkarte nicht zum limitierenden Faktor wird, ihre Preise liegen momentan aber zu hoch. So ist der i7 8700 erst ab 350 Euro zu haben, der 8700K (ebenfalls sechs Kerne) liegt bei 420 Euro. Die neuen Core-i-9000-CPUs mit acht Kernen sind noch teurer.

Eine mögliche Alternative zu einem niedrigeren Preis als der Ryzen 7 2700X ist der Core i5 8400. Auch dieses Modell ist in Spielen tendenziell ein gutes Stück schneller, wenn die GPU nicht limitiert, allerdings verfügt der 8400 über zwei Kerne weniger und er bietet keine virtuelle Kernverdoppelung. Insgesamt empfehlen wir deshalb die Ryzen-CPU.

Die Prozessoren aus dem High-End-Bereich von AMD (Sockel TR4) und Intel (Sockel 2066) bieten zwar meist noch mehr CPU-Kerne, in Spielen profitiert man davon aber meist nicht spürbar. Außerdem liegen die Preise dieser CPUs deutlich höher, weshalb wir sie für einen Gaming-PC nicht empfehlen.

• Prozessorkühler – Noctua NH-D15

Noctuas NH-D15 kombiniert sechs Heatpipes mit gleich zwei großen und laufruhigen 140-Millimeter-Lüftern. Das sorgt für eine sehr hohe Kühlleistung bei relativ geringer Lautstärke, wobei in Sachen Temperaturen mit einer durchdachten Gehäusebelüftung noch Spielraum für Übertaktungsversuche vorhanden sein sollte.

• Mainboard Sockel AM4 – MSI X470 Gaming Plus

Das sehr gut ausgestattete MSI X470 Gaming Plus verfügt über alle Anschlüsse und Schnittstellen, die man heutzutage braucht. USB 3.1 ist zweimal als Typ-A-Anschluss vorhanden, zwei M.2-Anschlüsse mit PCI-Express-Anbindung gibt es ebenfalls (1x PCIe x4, 1 x PCIe x2).

Hinzu kommen unter anderem insgesamt sechs weitere USB-Ports (4 x USB 3.0, 2 x USB 2.0) und ein Toslink-Anschluss sowie insgesamt fünf Lüfteranschlüsse und ein Pumpenanschluss für den Betrieb einer Wasserkühlung. 3-Way-Crossfire für den Einsatz mehrere AMD-Grafikkarten wird ebenfalls unterstützt.

• Arbeitsspeicher DDR4-3200 – Patriot Viper 4 / 16,0 GByte Kit

Für den 1.500-Euro-PC setzen wir auf 16,0 GByte RAM im Dual-Channel-Betrieb. Damit seid ihr problemlos für die nächsten (Spiele-)Jahre gerüstet. Patriot bietet mit dem Viper-4-RAM hoch getakteten Speicher mit 3.200 MHz zu einem guten Preis. Achtet allerdings darauf, dass der RAM-Takt der Speicherriegel auch korrekt im BIOS eingestellt ist, da es vorkommen kann, dass das Mainboard nicht von selbst erkennt, welchen Takt der RAM unterstützt. Noch mehr Speicher braucht es unabhängig davon auch auf lange Sicht für einen Spiele-PC nicht.

• Grafikkarte – Inno3D Geforce RTX 2070 Twin X2 / 8,0 GByte VRAM

Im Preisbereich von 500 Euro duellieren sich neben AMDs Radeon RX Vega 64 (siehe unten) momentan zwei Nvidia-Karten: Die Geforce GTX 1080 und die Geforce RTX 2070. Da beide Modelle über 8,0 GByte VRAM verfügen, während die RTX 2070 tendenziell etwas schneller ist, entscheiden wir uns für die 2070.

Ein weiteres potenzielles Argument für die RTX-Karte, dessen Mehrwert aktuell aber noch mangels passender Spiele schwer einzuschätzen ist: Das Vorhandensein von speziellen Recheneinheiten für die Berechnung von Raytracing und DLSS.

Die Inno3D Geforce RTX 2070 Twin X2 gehört momentan mit Kosten von ungefähr 530 Euro zu den günstigsten Modellen. Ihr Boos-Takt ist mit 1.620 Mhz zwar etwas niedriger als im Falle von Nvidias Founders Edition (1.710 MHz), die kostet im Shop von Nvidia aber auch 100 Euro mehr.

AMDs Radeon RX Vega 64 ist grundsätzlich ähnlich schnell wie Nvidias GTX 1080 und teils auch für knapp unter 500 Euro zu haben. Da die GTX 1080 und die RTX 2070 aber die klar bessere Energieeffizienz zu bieten haben, empfehlen wir für den 1.500-Euro-PC den Griff zu der flotten RTX 2070 von Nvidia.

Die nochmal schnelleren Karten GTX 1080 Ti und RTX 2080 kosten über 700 Euro, weshalb sie nur mit Einsparungen an anderen Stellen in das Budget von 1.500 Euro zu bekommen sind. Ansatzpunkte sind etwa der Kauf des Ryzen 7 2700 statt des 2700X, der Verzicht auf den CPU-Kühler von Noctua (bei den Ryzen-Prozessoren wird ein etwas lauterer, aber insgesamt dennoch ordentlicher Kühler mitgeliefert), der Kauf eines günstigeren Mainboards sowie der Griff zu einem billigeren Gehäuse und Netzteil (etwa die Kombination aus dem 800 Euro-PC, wobei das 500-Watt-Netzteil problemlos für den Betrieb der GTX 1080 Ti und der RTX 2080 genügt).

• Festplatte – Seagate BarraCuda Compute / 2,0 Terabyte

Die BarraCuda Compute von Seagate ist mit 7.200 Umdrehungen pro Minute für eine herkömmliche Magnetfestplatte im 3,5-Zoll-Format ziemlich schnell und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Der Speicherplatz von nominell 2.000 GByte reicht für Windows sowie eine Menge Spiele.

• SSD – Sandisk SSD Plus / 480 GByte

Beim 1.500 Euro-PC ist genug Luft für eine große SSD mit 480 GByte Speicherplatz vorhanden. In dieser Kapazität stellt die Sandisk SSD Plus eines der günstigsten Modelle dar, gleichzeitig kann sie aber auch bei der Geschwindigkeit überzeugen. Wer noch mehr Speicherplatz in Form des Modells mit 1.000 GByte will, muss derzeit etwa 70 Euro mehr im Budget einplanen (140 statt 70 Euro).

Sollen es noch höhere Datenraten sein (was sich für Spieler allerdings primär in minimal kürzeren Ladezeiten äußert, siehe auch unseren Artikel »M.2-SSD mit NVMe gegen SATA3«), könnt ihr auch eine SSD im M.2-Format mit PCI-Express-Anbindung verbauen.

Dazu bieten sich etwa die sehr schnelle Samsung SSD 960 Evo (ca. 160 Euro für 500 GByte) oder die ähnlich teure, aber etwas langsamere Western Digital WD Black mit 512 GByte an. Die hier empfohlene SATA3-SSD von Sandisk ist mit einem Preis von circa 75 Euro aber deutlich günstiger und im Alltag werdet ihr meist kaum einen Unterschied spüren.

• Gehäuse – be quiet! Pure Base 600

be quiet! liefert mit dem Pure Base 600 ein optisch unauffälliges Gehäuse, das mit sehr guter Ausstattung zum fairen Preis punkten kann. Neben den beiden vorinstallierten Lüftern (140 Millimeter in der Front, 120 Millimeter an der Rückseite) ist für insgesamt drei weitere Modelle Platz. In der Front befinden sich zwei USB 3.0- und zwei Audio-Anschlüsse, zudem bietet das Pure Base 600 auch CPU-Kühlern mit einer Höhe von bis zu 165 Millimetern Platz und ist gut verarbeitet.

• Netzteil – be quiet! Straight Power 11 / 550 Watt

Das Straight Power 11 ist der Nachfolger des zuvor an dieser Stelle empfohlenen Straight Power 10. Wir haben uns für das Modell mit 550 Watt entschieden, das wie der Vorgänger mit 500 Watt über eine 80 Plus Gold-Zertifizierung verfügt. Der Lüfter besitzt einen Durchmesser von 135 Millimetern und arbeitet stets angenehm leise, die Kabel sind gleichzeitig alle abnehmbar, um ein aufgeräumtes Gehäuse zu ermöglichen.

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