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Auf geht's

Seite 6: Gaming PC zusammen bauen - Die besten Spiele-Rechner ab 550 Euro, April 2018

1.350-Euro-PC

Für 1.350 Euro erhaltet ihr im Vergleich zum 1.100-Euro-PC eine schnellere Grafikkarte, die auch für hohe Auflösungen wie WQHD noch Luft hat. Außerdem ist eine größere und schnellere SSD mit 500 GByte verbaut.

• Prozessor Sockel 1151 – Intel Core i7 8700

Im Preisbereich von 300 Euro gibt es ein enges Duell zwischen AMD und Intel. Auf der einen Seite steht der inzwischen sehr gut verfügbare Core i7 8700(K) mit sechs Kernen, auf der anderen AMDs Ryzen-7-Prozessoren, allen voran die neuen Modelle der Ryzen-2000-Generation.

Wird die Grafikkarte in Spielen nicht zum limitierenden Faktor, hat Intel die Nase hier tendenziell noch ein Stück vorne. Wir empfehlen deshalb an dieser Stelle den Core i7 8700. Er verfügt zwar im Gegensatz zum i7 8700K über keinen freien Multiplikator und taktet etwas niedriger, das macht in Spielen aber keinen großen Unterschied.

In Anwendungen stehen AMDs Achtkerner oft sogar besser als Intels Sechskerner da. Insbesondere dann, wenn ihr nicht nur mit eurem PC spielt, könnt ihr deshalb auch zu einer entsprechenden Ryzen-CPU greifen. Wir empfehlen in diesem Preisbereich den Ryzen 7 2700, da er eine sehr gute Mischung aus Preis und Leistung (beziehungsweise Taktrate) bietet.

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• Prozessorkühler – EKL Alpenföhn Ben Nevis Advanced

Der neue Alpenföhn Ben Nevis Advanced von EKL kombiniert einen 130-Millimeter-Lüfter mit vier Heatpipes, dadurch ermöglicht er eine leise, aber leistungsstarke Kühlung. Seine Abmessungen sind gleichzeitig relativ kompakt, so dass es zu vielen Gehäusen und Speicherriegeln kompatibel ist.

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• Mainboard Sockel 1151 – ASRock Z370 Pro4

Das Z370 Pro4 von ASRock ist gut ausgestattet: Neben zwei M.2-M-Key-Slots für schnelle SSDs in diesem Format und einem USB-3.0-Port im USB-C-Standard bietet es unter anderem fünf USB-3.0-Posts vom Typ-A, vier Lüfteranschlüsse und eine ordentliche integrierte Soundkarte von Realtek. Der Preis fällt gleichzeitig mit etwa 105 Euro nicht allzu hoch aus.

Entscheidet ihr euch für die AMD-CPU, empfehlen wir als Alternative mit dem Sockel AM4 das AB350 Pro4 von ASRock, das etwa 20 Euro günstiger ist und dennoch die Möglichkeit bietet, den Ryzen 7 2700 bei Bedarf (und ausreichender Kühlung) zu übertakten. Fragt vor dem Kauf aber zur Sicherheit beim jeweiligen Händler nach, ob das Board bereits mit einem aktuellen BIOS für die Ryzen-2000-CPUs ausgestattet ist.

Platinen mit dem neuen X470-Chipsatz sind momentan erst ab ca. 140 Euro zu haben, was in Anbetracht der meist nur geringfügig besseren Ausstattung für unseren Geschmack etwas zu teuer ist.

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• Arbeitsspeicher DDR4-3000 – Corsair Vengeance LPX / 16,0 GByte Kit

Für den 1.350-Euro-PC setzen wir wie beim 1.200-Euro-PC auf 16,0 GByte RAM im Dual-Channel-Betrieb. Damit seid ihr problemlos für die nächsten (Spiele-)Jahre gerüstet. Corsair bietet mit dem Vengeance-LPX-RAM hoch getakteten Speicher mit 3.000 MHz zu einem akzeptablen Preis - soweit das bei den generell hohen Kosten für Arbeitsspeicher momentan möglich ist.

Entscheidet ihr euch für den AMD-Prozessor, empfehlen wir das Speicher-Kit Viper 4 Series (PV48G320C6K) von Patriot, das von ASRock erfolgreich mit dem AB350 Pro4 getestet wurde (siehe auch die entsprechende »Qualified Vendor List«). Beachtet allerdings, dass es nötig sein kann, die richtige Taktrate und die entsprechenden Timings im BIOS selbst einzutragen, damit sie auch wirklich genutzt werden.

Da der Patriot-Speicher aktuell nur bei wenigen Händlern gelistet wird, nennen wir außerdem zwei Alternativen: Einerseits könnt ihr zum niedriger getakteten Crucial Ballistix Elite (BLE4G4D26AFEA) mit 2.666 MHz greifen, dessen einzelnes 4,0 GByte-Modul ebenfalls auf der QVL-Liste zu finden ist. Andererseits ist auch RAM von AMDs eigener Ryzen-Kompatibilitätsliste eine Option.

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• Grafikkarte – Gigabyte Geforce GTX 1070 Windforce OC / 8,0 GByte VRAM

Die Geforce GTX 1070 Windforce OC von Gigabyte bietet hohe Leistung und zukunftssichere 8,0 GByte VRAM bei guter Energieeffizienz. Ihr Preis ist allerdings wie bei so vielen Modellen aktuell recht hoch: Lag sie im Mai letzten Jahres noch bei unter 400 Euro, sind es aktuell knapp 490 Euro. In Anbetracht der mehr als 600 Euro, die noch vor einigen Wochen fällig wurden, hat sich die Situation zuletzt aber wieder klar gebessert.

Die günstigsten 1070-Modelle sind etwa 50 Euro billiger als die Gigabyte-Karte, gleichzeitig verfügt das Custom Design gegenüber der Founders Edition der GTX 1070 von Nvidia nicht nur über etwas höhere Taktraten, die auch in höherer Leistung resultieren, sondern auch über ein besseres Kühlsystem, das bei geringerer Lautstärke niedrigere Temperaturen ermöglicht.

AMDs Radeon RX Vega 56 ist grundsätzlich ähnlich schnell wie Nvidias GTX 1070, mittlerweile sind von der Karte auch mehr Custom-Designs gut verfügbar. Aktuell stellt sie aber vor allem wegen des Preises keine gute Alternative dar: Es gibt die Vega 56 erst ab etwa 650 Euro. Außerdem verbrauchen Nvidias Pascal-Chips bei gleicher oder ähnlicher Leistung weniger Strom. Vorerst empfehlen wir deshalb für den 1.350-Euro-PC den Griff zur GTX 1070.

Eine weitere denkbare Alternative ist die Geforce GTX 1070 Ti von Nvidia selbst. Sie ist in Spielen etwa 15 Prozent schneller als die GTX 1070 und damit nahe an der GTX 1080 dran, dafür kostet sie allerdings auch je nach Modell etwa 50 bis 100 Euro mehr als die GTX 1070 – womit sie ähnlich teuer wie die wiederum etwas flottere GTX 1080 ist.

Sinnvoll ist der Kauf der GTX 1070 Ti damit aus unserer Sicht aktuell höchstens dann, wenn man ein Modell kauft, das preislich zwischen der hier empfohlenen GTX 1070 von Gigabyte (ca. 490 Euro) und der GTX 1080 von KFA² aus dem 1.600-Euro-PC (ca. 580 Euro) liegt.

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• Festplatte – Western Digital Blue / 1,0 Terabyte

Die Blue-Modelle von Western Digital mit 7.200 Umdrehungen pro Minute sind für eine herkömmliche Magnetfestplatte im 3,5-Zoll-Format ziemlich schnell und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Speicherplatz von nominell 1.000 GByte reicht für Windows sowie eine Menge Spiele.

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• SSD – Crucial MX500 / 500 GByte

Beim 1.350 Euro-PC ist genug Luft für eine große SSD mit 500 GByte Speicherplatz vorhanden. In dieser Kapazität stellt die MX500 von Crucial eines der günstigsten Modelle dar, gleichzeitig kann sie aber auch bei der Geschwindigkeit überzeugen.

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• Gehäuse – Fractal Design Core 2500

Trotz des schlichten Äußeren hat das Fractal Design Core 2500 Gehäuse viel zu bieten. Neben zwei vorinstallierten 120-Millimeter-Lüftern können bis zu vier weitere davon im Gehäuse angebracht werden, am linken Seitenteil ist sogar für einen 140-Millimeter-Lüfter Platz.

Auch die integrierte Lüftersteuerung sowie die durchweg solide Verarbeitung ist in der Preisklasse des Fractal Design Core 2500 nicht selbstverständlich. Die Lieferbarkeit lässt momentan allerdings etwas zu wünschen übrig, deshalb empfehlen wir außerdem das ähnlich ausgestattete und teure Corsair Carbide 100R Silent Edition.

Entscheidet man sich für das Corsair-Gehäuse, muss man den oben empfohlenen CPU-Kühler Ben Nevis Advanced allerdings gegen ein weniger hohes Modell austauschen (etwa den Ben Nevis ohne »Advanced«-Zusatz im Namen), da im Carbide 100R maximal Modelle mit 150 Millimeter eingebaut werden können.

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• Netzteil – be quiet! Pure Power 10 / 500 Watt

Das ATX-Netzteil Pure Power 10 von be quiet! glänzt mit hoher Effizienz, die der Stromversorgung eine 80 Plus Silber-Zertifizierung einbringt. Luxus-Features wie absteckbare Kabel, sodass nur die nötigen Strippen im Gehäuse liegen, hat es zwar nicht, die kosten aber immer etwas Aufpreis. Das Pure Power 10 CM (Cable Management) hat die Option für 10 Euro mehr.

Mit 500 Watt liefert das Pure Power 10 genug Leistung für den 1.350 Euro-PC, auch stärkere aktuelle Grafikkarten kommen heute damit aus. Die Garantie liegt bei drei Jahren.

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