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Seite 7: Gaming PC zusammen stellen und bauen - Die besten Spiele-Rechner ab 550 Euro, November 2018

Meltdown und Spectre

Mittlerweile sind die neuen Spectre-Sicherheitslücken »Next Generation« bekannt geworden. Wann es entsprechende BIOS- oder Windows-Update gegen alle davon gibt, steht noch nicht fest.Mittlerweile sind die neuen Spectre-Sicherheitslücken »Next Generation« bekannt geworden. Wann es entsprechende BIOS- oder Windows-Update gegen alle davon gibt, steht noch nicht fest.

Trotz neuer Hardware sind die CPU-Sicherheitslücken Meltdown und Spectre weiterhin ein Thema. Ersteres betrifft nach aktuellem Stand alle seit 1995 ausgelieferten Intel-Prozessoren (außer Itanium-Modelle und vor 2013 produzierte Atom-CPUs). Letzteres betrifft dagegen die meisten aktuellen Prozessoren inklusive CPUs von AMD (wenn auch je nach Variante und Prozessor in unterschiedlichen Maße).

Während Meltdown bereits per Windows-Update angegangen wurde, gibt es von Spectre mehrere relevante Versionen, die unterschiedliche Gegenmaßnahmen erfordern. Gegen die Variante 1 sind Software-seitige Aktualisierungen nötig, es empfiehlt sich also, sowohl Windows als auch Anwendungen wie Browser regelmäßig zu aktualisieren. Variante 2 erfordert dagegen zusätzlich zu solchen Updates neuen Microcode, der in der Regel per BIOS-Update für Mainboards implementiert wird.

Außerdem sind inzwischen weitere, auf Spectre basierende Sicherheitslücken bekannt geworden, die auch als »Spectre Next Generation« (oder »Spectre NG«) bezeichnet werden. Sie erfordern neue Sicherheitsupdates, die aber erst nach und nach erscheinen dürften.

Gegen die ersten Spectre-Probleme haben sowohl Intel als auch AMD an ihre Board-Partner den entsprechenden Microcode ausgeliefert. Bei Intel gilt das für alle aktuellen Prozessoren wie Skylake (Core i 6000), Kaby Lake (Core i 7000) und Coffee Lake (Core i 8000) sowie für viele ältere Modelle inklusive der Sandy Bridge-Generation (Core i 2000) und der Lynnfield-Generation (Core i 800/700), wie diese Übersicht zeigt. Bei AMD gibt es Updates bis hinab zu Prozessoren der Bulldozer-Generation (FX-CPUs). Ob für das eigene Mainboard bereits ein passendes BIOS-Update bereit steht, kann man auf den Support-Seiten der Hersteller herausfinden.

Negative Auswirkungen auf die Spiele-Performance haben die bisherigen Sicherheitsupdates unserer Erfahrung nach nicht. Das haben wir im Falle von Intel einerseits in einem eigenen Artikel näher beleuchtet. Im Falle von AMD haben wir entsprechende Gegentests im Rahmen unseres Tests des Ryzen 7 2700X durchgeführt.

Optische-Laufwerke und Soundkarten

In Zeiten von Steam & Co spielen DVD- und Blu-ray-Laufwerke eine immer geringere Rolle.In Zeiten von Steam & Co spielen DVD- und Blu-ray-Laufwerke eine immer geringere Rolle.

Zwei Komponenten tauchen in unserer Online-Kaufberatung nicht auf: Optische-Laufwerke wie DVD- und Blu-ray-Brenner und Soundkarten. In Zeiten digitaler Vertriebsplattformen wie Steam, Origin oder Good old Games ist ein Laufwerk in einem Spiele-PC unserer Meinung nach keine Pflicht mehr. Zudem lassen sich Laufwerke aus älteren PCs problemlos in einem neuen PC weiter nutzen, solange sie über einen SATA-Anschluss verfügen und das neue Gehäuse über entsprechende Laufwerkschächte verfügt.

Da viele heutige Mainboards – auch aus der Einsteigerklasse – außerdem auf ordentliche Soundchips wie den Realtek ALC 892 setzten und zudem brauchbare Digital-zu-Analog-Wandler verbaut haben, macht sich eine Investition in eine günstige Soundkarte (bis 30 Euro) nicht unbedingt bemerkbar. Gerade bei Wiedergabegeräten der Einsteigerklasse (Headsets/Kopfhörer bis 50 Euro, Lautsprecher von 100 bis 150 Euro) bedeutet der Verzicht auf eine (günstige) Soundkarte oft keinen groß hörbaren Nachteil.

Soundkarten wie die Creative Soundblaster Z oder die ASUS Xonar DX lohnen sich daher heute in der Regel nicht wegen ihrer besseren Signalqualität, sondern vor allem wegen der sehr nützlichen Surround-Simulation auf Stereo-Headsets. Allerdings werden die akustischen Vorteile nur dann wirklich hörbar, wenn ihr über ein entsprechend hochwertiges Headset/Kopfhörer verfügt. Ist das der Fall und legt ihr außerdem Wert auf eine gute Surround-Simulation, dann rentiert sich der Aufpreis gegenüber Onboard-Sound bereits beim 550-Euro-PC.

Wollt ihr euch ein DVD-Laufwerk und eine Soundkarte zu eurem PC dazu kaufen, dann empfehlen wir das Samsung SH-224GB für etwa 20 Euro sowie die Creative Soundblaster Z in der »Bullk«-Version für etwa 60 Euro.

Ab 70 Euro zu haben: Die Creative Soundblaster Z inklusive Mikrofon. In der Bulk-Version ohne rote Zierblende gibt es die Karte teils auch ab knapp 60 Euro.Ab 70 Euro zu haben: Die Creative Soundblaster Z inklusive Mikrofon. In der Bulk-Version ohne rote Zierblende gibt es die Karte teils auch ab knapp 60 Euro.

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