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Seite 2: Die besten SSDs für Spieler: Kaufberatung für jedes Budget

SSDs: M.2 und PCI Express

SATA oder PCIe? Modelle im M.2-Format können entweder SATA oder PCI Express nutzen. Mit SATA sind sie so schnell wie 2,5-Zoll-SSDs, aber kompakter und kommen ohne zusätzliche Kabel aus, benötigen allerdings einen entsprechenden M.2-Slot auf dem Mainboard. Per PCIe angebundene M.2-SSDs sind bei reinen Datenübertragungen hingegen um ein Vielfaches schneller als SATA-SSDs, kosten aber meist auch noch spürbar mehr.

SATA genügt für Gaming: Wer häufig große Datenmengen verarbeitet, greift am besten zu solch einem Modell. Normale PC-Anwender benötigen die zusätzliche Leistung in der Regel nicht und können mit einem SATA-Modell sparen. Außerdem gilt: Die hohen Geschwindigkeiten erreicht ihr natürlich nur, wenn alle am Kopiervorgang beteiligten Laufwerke entsprechend schnell arbeiten können. Die Angaben gelten außerdem für den Idealfall und damit für große Dateien.

Solltet ihr euch für ein M.2-Modelle mit PCI Express entscheiden, stellen die folgenden drei Modelle unserer Meinung nach eine gute Wahl dar.

Intel SSD 660p

Intel SSD 660p Für eine M.2 PCIe SSD günstiges Modell. Momentan nur leider kaum verfügbar. Bei Amazon beginnen die Preise ab 123 Euro für das 1 TByte-Modell.*

  • Speicherplatz: 512 GByte, 1 und 2 TByte
  • Formfaktor: M.2 2280
  • Schnittstelle und Protokoll: PCIe 3.0 x4, NVMe
  • Speicherchips: 3D-NAND QLC, 64 Layer
  • Datenrate: 1.500 - 1.800 MByte/s (lesen), 1.000 - 1.800 MByte/s (schreiben)
  • Mindesthaltbarkeit (TBW): 100 - 400 TByte
  • Garantie: 5 Jahre

Preise: 1 TByte ab 123 Euro

Intel SSD 660p mit 1 TByte bei Amazon kaufen*

Corsair Force Series MP510

Corsair Force Series MP510 Die MP510 hat eine seltsame Preisentwicklung hinter sich: Während die Modelle mit 240, 480 und 960 GByte immer teurer werden, ist die große Variante mit 1,92 TByte leicht gesunken.*

  • Speicherplatz: 240, 480 und 960 GByte, 1,92 TByte
  • Formfaktor: M.2 2280
  • Schnittstelle und Protokoll: PCIe 3.0 x4, NVMe
  • Speicherchips: 3D-NAND TLC, 64 Layer
  • Datenrate: 3.100 - 3.480 MByte/s (lesen), 1.050 - 3.800 MByte/s (schreiben)
  • Mindesthaltbarkeit (TBW): 400 TByte - 1,7 PByte
  • Garantie: 5 Jahre

Preise: 240 GByte ab 55 Euro, 480 GByte ab 90 Euro, 960 GByte ab 173 Euro, 1,92 TByte ab 324 Euro

Corsair Force Series MP510 bei Amazon kaufen*

Seagate FireCuda 520

Seagate FireCuda 520 Die Seagate FireCuda 520 nutzt bereits PCIe 4.0 für noch höhere Übertragungsraten. Die meisten Gen4-SSDs benötigen aber einen Heatspreader um der Abwärme Herr zu werden. Ab 273 Euro bei Otto.*

  • Speicherplatz: 500 GByte , 1 TByte und 2 TByte
  • Formfaktor: M.2 2280
  • Schnittstelle und Protokoll: PCIe 4.0 x4, NVMe
  • Speicherchips: Toshiba BiCS4 96-Layer 3D-NAND, TLC
  • Datenrate: bis zu 5.000 MByte/s (lesen), bis zu 4.400 MByte/s (schreiben)
  • Mindesthaltbarkeit (TBW): bis zu 2.600 TByte
  • Garantie: 5 Jahre

Preise: 1 TByte ab 273 Euro, 2 TByte ab 485 Euro

Seagate FireCuda 520 bei Otto kaufen*

M.2-SSDs im Fokus

Nutzen M.2-SSDs immer PCI Express? Nein, M.2-SSDs müssen nicht zwingend per PCI Express angebunden sein und damit das NVMe-Protokoll (siehe weiter unten) nutzen. Es gibt auch per SATA-3 angebundene M.2-SSDs. Diese Modelle sind durch die SATA-Schnittstelle deutlich langsamer, dafür M.2-typisch kompakt und ähnlich bepreist wie 2,5-Zoll-SSDs.

Brauchen M.2-SSDs Kühler? Da M.2-SSDs deutlich kleiner sind als ihre Verwandten im 2,5-Zoll-Format, kann bei dauerhafter Belastung die Temperatur der Speicherchips schnell ansteigen, die dann wiederum ihre Leistung drosseln müssen, um abzukühlen und nicht zu überhitzen.

Gute Gehäuse genügen als Kühlung: Ein mit einem Wärmeleitpad ausgestatteter Kühlkörper verlängert die Zeit bis zur Drosselung oder kann sie sogar ganz verhindern. Im normalen Spieleralltag hat sich jedoch gezeigt, dass ein Kühler bei einer guten Gehäusebelüftung nicht notwendig ist und eine Drosselung meist nur bei anhaltender Dauerlast auftritt.

Was muss ich bei einer M.2-SSD beachten? Ihr benötigt ein Mainboard mit einem M.2-Slot, der idealerweise mit vier PCI Express 3.0 Lanes angebunden ist. So wird garantiert, dass eure M.2-SSD nicht durch die Anbindung ausgebremst wird. Alternativ könnt ihr auch eine PCIe-Adapterkarte nutzen, wenn kein M.2-Slot (mehr) vorhanden ist.

Es gibt auch SSDs, die von Haus aus als Steckkarte angeboten werden, sie verlieren auf dem Markt aber an Bedeutung.

PCI Express 4.0, NVMe & mehr

M.2-SSDs sind auch mit PCIe-Adapterkarte erhältlich. Das ist praktisch, wenn auf dem Mainboard kein Slot vorhanden beziehungsweise mehr frei ist. M.2-SSDs sind auch mit PCIe-Adapterkarte erhältlich. Das ist praktisch, wenn auf dem Mainboard kein Slot vorhanden beziehungsweise mehr frei ist.

Was bringt PCI Express 4.0? Seit dem Sommer 2019 gibt es erste Hardware mit PCI Express 4.0, entsprechende SSDs sind jedoch noch verhältnismäßig teuer, können aber von der verdoppelten Bandbreite profitieren und erreichen lesend bis zu 5.000 MByte pro Sekunde.

Vorerst nur für AMD: Noch klappt das aber nur mit aktueller Ryzen-3000-Hardware von AMD (X570-Mainboard, Ryzen-3000-CPU), außerdem stellen in der Praxis oft andere Elemente in der Datenkommunikation einen Flaschenhals dar, so dass die hohe Geschwindigkeit von PCIe 4.0 eher selten ein echter Vorteil ist. Eventuell ändert sich daran in den kommenden Jahren etwas: Sony und Microsoft wollen in ihren kommenden Konsolen Playstation 5 und Xbox One Series X die SSD-Geschwindigkeit auch für ein besseres Spielerlebnis einsetzen.

Was ist AHCI? Das AHCI-Protokoll (Advanced Host Controller Interface) ist ein offener Schnittstellen-Standard, der für magnetische Festplatten entworfen und bereits 2004 veröffentlicht wurde.

Was ist NVMe? Das NVMe-Protokoll (Non-Volatile Memory Express) ist im Unterschied zu AHCI speziell für (Flash-Speicher-)Datenträger mit PCIe-Verbindung entworfen und auf parallele Zugriffe optimiert. Es nutzt zudem Mehrkern-Prozessoren besser aus und ist in Sachen Latenzen, Befehlsraten und Effizienz AHCI überlegen.

Corsair Force Series MP600 PCIe Gen4

Corsair Mp600 Die Corsair MP600 nutzt PCIe 4.0, benötigt dafür aber ein passendes Mainboard - sonst funktioniert sie zwar trotzdem, schaltet aber einen Gang auf PCIe 3.0 herunter. 1 Tbyte kostet 209 Euro.*

  • Speicherplatz: 500 GByte, 1,0 und 2,0 TByte
  • Formfaktor: M.2 2280
  • Schnittstelle und Protokoll: PCIe 4.0 x4, NVMe
  • Speicherchips: 3D-NAND TLC, 98 Layer
  • Datenrate: bis zu 4.950 MByte/s (lesen), bis zu 4.250 MByte/s (schreiben)
  • Mindesthaltbarkeit (TBW): 1,8 PByte
  • Garantie: 5 Jahre

Preise: 500 Gbyte ab 125 Euro, 1,0 TByte ab 209 Euro, 2,0 TByte ab 399 Euro

Corsair Force Series MP600 bei Amazon kaufen*

Haltbarkeit und Speicherarten

M.2-SSDs werden im entsprechenden Slot auf dem Mainboard mit einer Schraube fixiert. Kabel für den Datentransfer oder die Stromversorgung entfallen. M.2-SSDs werden im entsprechenden Slot auf dem Mainboard mit einer Schraube fixiert. Kabel für den Datentransfer oder die Stromversorgung entfallen.

Wie lange halten SSDs? SSD-Hersteller geben zusätzlich zur Garantie auf ihre Produkte meist eine Haltbarkeitsangabe als TBW (Total Bytes Written) an, eine garantierte Schreibleistung, die als Mindesthaltbarkeit verstanden wird. Je höher die Kapazität der SSD, desto größer auch ihre Haltbarkeit, da anfallende Schreibvorgänge auf mehr Chips und Zellen verteilt werden können.

Generell sollten SSDs in Spieler-PCs sehr lange halten. Werden pro Tag 20 GByte an Daten auf die SSD geschrieben (was bereits sehr viele Daten wären), könnte schon ein Modell mit relativ niedriger TBW von 100 TByte mindestens 5.000 Tage beziehungsweise knapp 14 Jahre ihre Arbeit verrichten.

Es geht dabei tatsächlich ausschließlich um Schreibvorgänge, da sich die Speicherzellen beim Schreiben abnutzen. Lesevorgänge sind unproblematisch. Je mehr Bits pro Zelle geschrieben werden können, desto niedriger ist die Haltbarkeit - dazu mehr im nächsten Absatz.

SLC, MLC, TLC und QLC? Die unterschiedlichen Speicher-Typen geben an, wie viele Bits pro Zelle gespeichert werden. So schreibt beispielsweise SLC (Single Level Cell) 1 Bit pro Zelle und QLC (Quad Level Cell) gleich 4 Bit pro Zelle. Je mehr Bits pro Zelle geschrieben werde kann, desto höher die Kapazität.

Das bringt allerdings auch Nachteile mit sich: Das Lesen und Schreiben wird komplizierter, die Leistung nimmt ab. Deshalb haben viele SSDs mit TLC- oder gar QLC-Speicher einen schnellen SLC-Cache, der abhängig vom Modell meist mehrere Gigabyte groß ist. Erst wenn dieser voll ist, wird der TLC- beziehungsweise QLC-Speicher direkt genutzt. Zusätzlich kommt oft auch ein Cache aus schnellem DRAM zum Einsatz, bei neueren NVMe-Modellen wird stattdessen auch der Arbeitsspeicher des PCs genutzt.

Was ist 3D-NAND? SSDs basieren auf NAND-Flash-Speicher, der über die Jahre in immer kleineren Herstellungsverfahren produziert wurde, darunter litt die Haltbarkeit. Um diesen Trend entgegen zu wirken, stapeln die Hersteller den Speicher in einzelnen Schichten aufeinander.

Das ist platzsparend, gewährt hohe Kapazitäten und steigert durch größere Abstände voneinander die Haltbarkeit. Außerdem soll das Verfahren die Kosten minimieren, sodass Hersteller als auch Verbraucher von günstigeren NAND-Flash-Speicher profitieren. Bei steigenden Speichermengen und dem anhaltenden Trend zur Miniaturisierung der Laufwerke bleibt den Herstellern zudem kaum etwas anderes übrig, als in die Höhe zu stapeln.

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