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Die besten SSDs für Spieler: Kaufberatung für jedes Budget

SSDs sind schneller als HDDs und ein günstiger Weg, euren Gaming PC aufzurüsten. Wir empfehlen die besten Modelle und klären die Begriffe SATA, M.2, PCIe und mehr.

von Dennis Ziesecke,
17.06.2020 12:59 Uhr

In unserer SSD-Kaufberatung empfehlen wir euch schnelle Modelle im 2,5-Zoll- und M.2-Format, die die Schnittstellen SATA oder PCI Express nutzen. In unserer SSD-Kaufberatung empfehlen wir euch schnelle Modelle im 2,5-Zoll- und M.2-Format, die die Schnittstellen SATA oder PCI Express nutzen.

Dennis Ziesecke

Der beste Speicher für Gamer: Wer keine Lust hat auf lange Ladezeiten, braucht eine SSD. Festplatten sind günstig geworden und HDDs gehören längst zum alten Eisen. Die auf Flash-Speicher basierenden SSDs sind deutlich schneller als HDDs, agieren zudem nahezu lautlos, vibrieren nicht und sind weitgehend stoßunempfindlich. Für den Leistungsschub gegenüber einer magnetischen Festplatten sorgen übrigens weniger die hohen Übertragungsraten sondern die niedrigen Zugriffszeiten, weshalb auch SATA-SSDs nicht zum alten Eisen gehören.

Hauptsache SSD: Alle in dieser Kaufberatung vorgestellten SSDs erfüllen ihre Aufgabe. Im Zweifel ist für den "normalen Spieler" nicht so wichtig, wie leistungsstark die verbaute SSD ist, solange eine SSD verbaut ist. Falls ihr euch entscheiden müsst zwischen einem minimal besseren Modell oder mehr Speicher und einem günstigeren Modell, ist unsere Empfehlung eindeutig: mehr Speicher. Achtet aber im Zweifel darauf, dass das Laufwerk einen Cache aus DRAM nutzt oder, ganz modern, via PCIe den Hauptspeicher als Cache nutzen kann.

Inhaltsverzeichnis

Auf Seite 1 stellen wir unsere Favoriten für Spieler vor und geben allgemeine Tipps bei der Wahl der richtigen SSD.

Auf Seite 2 geben wir Alternativen zu unseren Favoriten und erklären alle wichtigen Begriffe.

*Die hier aufgeführten Angebote sind mit sogenannten Affiliate-Links versehen. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr GameStar: Ohne Auswirkung auf den Preis erhalten wir vom Anbieter eine kleine Provision.

Preis-Leistungs-Tipp SATA: Crucial MX500

Crucial MX500 Die Crucial MX500 gibt es in verschiedenen Größen. Wir empfehlen 1 TByte, da Spiele immer mehr Speicherplatz belegen. Bei Amazon zahlt ihr dafür etwa 105 Euro.*

Keinerlei Schwächen: Die Crucial MX500 ist rundheraus ein Upgrade zum Vorgängermodell MX300. Sie kostet wenig, bietet dafür aber extrem viel. Die Leistung liegt im Bereich der oberen Mittelklasse. Die Mindesthaltbarkeit (TBW) liegt bei 100 bis 700 TByte und die Garantie bei fünf Jahren. Diese SSD tut, was sie soll: Sie macht euren PC schneller und kostet wenig. Für Spieler mit normalen Ansprüchen braucht es keine teurere SSD. Im Gegensatz zu den BX-Modellen verfügt die MX500 über einen lange Schreibvorgänge beschleunigenden Cache aus DRAM.

Pro:

  • gute Datenraten: 560 MByte/s (lesen), 510 MByte/s (schreiben)
  • schneller DRAM-Cache
  • Unterstützt verschiedene Verschlüsselungsstandards
  • niedriger Preis

Contra:

  • Einbrüche der Schreibrate bei extremer Belastung

Crucial MX500 SATA-SSD bei Amazon kaufen*

Preis-Leistungs-Tipp NVMe: Crucial P1

Crucial P1 Die Crucial P1 SSD ist ein günstiger Einstieg in die schnellen NVMe-SSDs. Wir empfehlen dringend das Modell mit mindestens 1 TByte Speicher, da die Schreibraten besser sind. Ab 100 Euro bei Amazon.*

Sparsamer Alleskönner: Die Crucial P1 ist ideal für alle, die mehr Leistung wollen als eine SATA-SSD liefert, ohne dafür gleich zum Luxus-Modell von Samsung greifen zu müssen. Sie ist schnell, günstig und verbraucht wenig Energie. Denkt aber daran, dass die kleinere Version mit 500 GByte Speicher eine deutlich schlechtere Schreibrate von nur 950 MByte/s hat als die Version mit 1 TByte Speicher.

Pro:

  • sehr gute Datenraten: 2.000 MByte/s (lesen), 1.700 MByte/s (schreiben)
  • geeignet für Notebooks, dank geringer Größe und niedrigem Verbrauch
  • niedriger Preis dank QLC - höhere Speicherdichte
  • momentan günstiger als unsere SATA-Empfehlung

Contra:

  • vergleichsweise geringe TBW von 200 TByte (nicht relevant für den Alltagsgebrauch)
  • Einbrüche der Schreibrate bei extremer Belastung

Crucial P1 NVMe-SSD bei Amazon*

Die beste 2,5 Zoll SATA-SSD: Samsung 860 Evo

Samsung 860 Evo Die Samsung 860 Evo ist das Rundum-Sorglos-Paket unter den SATA-SSDs und kostet in der Variante mit 1 TByte bei Amazon etwa 123 Euro.*

SATA am Limit: Die Samsung 860 Evo reizt die SATA-Schnittstelle aus - mehr Leistung ist dort kaum noch möglich. Die Mindesthaltbarkeit (TBW) liegt bei gewaltigen 2.400 TByte und die Garantie bei fünf Jahren. Die SSD ist in fast allen Bereichen ein bisschen besser als unser Preis-Leistungs-Tipp, aber die Unterschiede sind minimal. Der Preisunterschied beträgt etwa 20 Euro.

Pro:

  • gute Datenraten: 550 MByte/s (lesen), 520 MByte/s (schreiben)
  • sehr energieeffizient
  • enorme Mindesthaltbarkeit
  • Unterstützung der üblichen Verschlüsselungsmethoden

Contra:

  • teurer als unser Preis-Leistungs-Sieger

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Die beste NVMe-SSD: Samsung 970 Evo

Samsung 970 Evo Plus Die Samsung 970 Evo Plus ist eine sehr schnelle NVMe-SSD für High-End-Gaming. Ein TByte bekommt ihr bei Amazon ab 170 Euro.*

Die Königin der SSDs: Das ist die Samsung 970 Evo. Gamer können die Pro-Version getrost links liegen lassen, denn die Evo operiert für beinahe alle Anwendungen am Leistungslimit. Die meisten Anwender werden die 970 Evo nicht auslasten - es sei denn, sie möchten damit einen Server betreiben. SSDs, die sich dafür eignen sind aber nicht Gegenstand dieser Kaufberatung.

Pro:

  • extrem schnell: 3.500 MByte/s (lesen), 2.300 - 3.300 MByte/s (schreiben)
  • Unterstützung der üblichen Verschlüsselungsmethoden
  • deutliches Upgrade zu 960 Evo

Contra:

  • unter Last wird die SSD warm und verliert an Leistung - Spieler merken das nicht

Samsung SSD 970 EVO Plus bei Amazon kaufen*

Das solltet ihr beim Kauf einer SSD beachten

SSD-Preise ziehen an: Seit Anfang des Jahres steigen die Preise für Speicherprodukte. Zusätzlich könnte das Coronavirus Auswirkungen auf die Produktion von PC-Komponenten haben. Wir können die Preisentwicklung von SSDs und anderen Speicherprodukten nicht vorhersagen. Wenn ihr Komponenten braucht, kauft sie. Falls ihr keine braucht, dann lasst es. Wir raten ausdrücklich ab von Panikkäufen und Hamsterkäufen.

2,5 Zoll SSDs: Die an herkömmliche Festplatten erinnernde SSDs werden wie ihre HDD-Vorgänger mit Strom- und Datenkabel verbunden. Sie setzen auf den SATA-3-Standard (auch: SATA 6Gb/s) und liefern Datenraten von maximal etwa 550 Megabyte pro Sekunde.

M.2-SSDs: SSDs, die PCI Express statt SATA 3 nutzen, erreichen höhere Datenraten. Es gibt aber auch M.2-Laufwerke, die das SATA-Protokoll nutzen. Diese erfordern einen M.2-Slot, der ebenfalls SATA beherrscht - achtet vor dem Kauf darauf.

Besserer Luftstrom: All diese Modelle nutzen den M.2-Formfaktor, bestehen aus nicht mehr als einer mit Speicherchips bestückten Platine und werden direkt auf das Mainboard gesteckt. Diese SSDs benötigen keine Kabel, was sich nicht nur optisch bemerkbar macht sondern auch den Luftstrom im Gehäuse verbessern kann. Im Unterschied zu 2,5-Zoll-SSDs gibt es M.2-SSDs in verschiedenen Größen. Die gängigste ist der M.2-2280-Formfaktor. Die ersten zwei Ziffern geben dabei die Breite, die letzten zwei die Länge der SSD in Millimeter an.

Welche SSD für Spieler? Zwar sind per PCI Express (und das NVMe-Protokoll) angebundene M.2-SSDs um ein Vielfaches schneller als SATA-SSDs, im Spieleralltag werdet ihr davon aber kaum etwas bemerken. Wer allerdings häufig größere Datenmengen liest und schreibt, könnte seine Produktivität mit einem solchen Modell deutlich steigern.

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