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Inhaltsverzeichnis
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Die Geschichte des PCs - Teil 2: Wie IBM den PC an Microsoft verschenkte

Das zweite Kapitel erzählt, wie IBM die PC-Rebellen bezwang, eine Notlösung zum Weltstandard wurde, und ein Missverständnis zum besten Geschäft aller Zeiten.

von Henner Thomsen,
10.10.2018 08:00 Uhr

Das »Imperium« IBM holt zum entscheidenden Schlag gegen PC-Rebellen wie Apple aus - und triumphiert. Bis Microsoft kommt.Das »Imperium« IBM holt zum entscheidenden Schlag gegen PC-Rebellen wie Apple aus - und triumphiert. Bis Microsoft kommt.

Die Siebzigerjahre hatten uns nicht nur »Star Wars« beschert, Discomusik und bizarre trichterförmige Hosen, sondern auch den »Personal Computer«, den bezahlbaren Mikrocomputer für jeden. Ausgehend von Pionieren wie Apple verbreitete sich der PC in der Computergalaxie und bedrohte das Großrechner-Imperium IBM: 1970 beherrschte es immerhin zwei Drittel des Marktes, am Ende des Jahrzehnts waren es nur noch halb so viel.

BM spürte eine Erschütterung der Macht - und musste handeln, um die Galaxie nicht an die Rebellion zu verlieren. Im Sommer des Jahres 1980, George Lucas hatte gerade im zweiten »Star Wars«-Film das Imperium zurückschlagen lassen, beschloss IBM zu reagieren. Ein Plan mit dem Codenamen »Project Chess« sollte IBMs Hegemonie sichern. Nein, nicht per Todesstern: mit einem eigenen Personal Computer.

Der Vorstand gab dem Chess-Team ein Jahr, um einen PC zu entwickeln. Unmöglich! Ein IBM-Programmierer sagte einst, sein Unternehmen brauche neun Monate für die Auslieferung eines leeren Kartons. Jedes Bit wurde handgefertigt, alles selbst entwickelt von der Tastatur bis zum Drucker, der Prozessor ebenso wie die Programme, die auf ihm liefen.

Die gewohnten IBM-Pfade führten über lange Entscheidungswege voller bürokratischer Hürden - für Project Chess galt es, sie zu verlassen. Und für diesen unbekannten Weg brauchte man Begleiter. In seiner Zeitnot bediente sich das PC-Team fertiger Komponenten, erstmals auch bei anderen Herstellern: Eine (legendär laute) Tastatur fand man noch beim eigenen IBM Datamaster, den (noch lauteren) Nadeldrucker jedoch bei Epson. Und die (lautlose) CPU? Nun, auch zu dieser Geschichte gibt's ein Prequel. Ohne Jar-Jar, versprochen.

Reportserie: Die Geschichte des PCs
In unserer vierteiligen Reportserie begleiten wir den Siegeszug des Personalcomputers von den schrankgroßen Anfängen zur ultimativen Spielemaschine.
6.10. - Teil 1: Als der Computer persönlich wurde
10.10. - Teil 2: Wie IBM den PC an Microsoft verschenkte
13.10. - Teil 3: Die großen Plattformkriege
16.10. - Teil 4: Mit sieben Upgrades zur ultimativen Spiele-Plattform

Der IBM-PC im Detail

Modell

Bild: Ruben de Rijcke, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0Bild: Ruben de Rijcke, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Model 5150 Personal Computer

Hersteller

International Business Machines (IBM)

Markteinführung

12. August 1981 (USA)

Einstiegspreis (damals)

1.565 $ (ohne Laufwerke/Monitor)

Einstiegspreis (heute, inflationsbereinigt)

Ca. 3.640 €

CPU-Typ

Intel 8088 (8/16-Bit)

CPU-Taktfrequenz

4,77 MHz

Arbeitsspeicher

16 bis 64, später bis 256 kByte

Laufwerke (optional)

Max. 2 5,25"-Diskettenlaufwerke Keine Festplatte

Das ewige Provisorium

Kehren wir noch einmal in die Siebzigerjahre zurück. Damals steckte nicht nur die Beinmode in der Krise, sondern auch ein Chiphersteller namens Intel: Die Konkurrenz drohte zu enteilen. Ja, Intel hatte einst Konkurrenz. Dabei war es dieses Unternehmen, das 1971 den weltweit ersten in Serie gefertigten Mikroprozessor auf den Markt gebracht hatte, die 4-Bit-CPU 4004, im Jahr darauf folgte mit dem 8008 der erste 8-Bit-Prozessor.

Aber verdammt, welche Zweierpotenz kommt nach der 8 …? Während Intel rechnete, lancierten HP, Texas Instruments und andere ab 1975 die ersten 16-Bit-Modelle, die schneller und mit größeren Speichern arbeiteten. Intel hatte keine Antwort - aber einen Plan; ein revolutionärer Chip sollte die 16-Bit-Konkurrenz ein- und überholen. Ihr ahnt wohl, was Intel plante: den ersten 32-Bit-Prozessor. Nicht weniger als die dominante CPU-Architektur der Zukunft sollte er werden. Sein Name: iAPX-432. Wenig schmissig, aber handlicher als »Core i7-7820HQ«.

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