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Die Siedler: History Collection im Test - Wusel hoch sieben

Zum 25. Geburtstag der nimmermüden Siedler gibt’s jetzt alle sieben Serienteile inklusive Addons als dezent modernisierte History Editions. Lohnt sich der Kauf – und wie spielen sich die Klassiker heute?

von Martin Deppe,
16.11.2018 16:26 Uhr

Welches ist das beste Siedler-Spiel in der History Collection? 8:50 Welches ist das beste Siedler-Spiel in der History Collection?

»Sehr geehrter Blue Byte Kunde. Was Sie hier in Händen halten, ist nicht lediglich die Anleitung zu einem Spiel. Es ist die Anleitung zu etwas, das ein Epos werden wird; etwas, das möglicherweise in den nächsten Monaten Ihr Leben und Freizeitverhalten nachhaltig zu verändern vermag.«

Mit diesen salbungsvollen Worten begrüßt 1993 die dicke Anleitung zum Aufbauspiel Die Siedler ihre geneigten Leser. Handbuch-Autor Volker Wertich, der die emsigen Kerlchen nebenbei noch erfunden und programmiert hat, scheint im Drittjob auch Hellseher zu sein, wie die Spielegeschichte beweist: Die Siedler-Serie wird zur Erfolgsstory, aus »den nächsten Monaten« werden viele Jahre, in denen uns die Aufbau-Reihe auf Trab hält.

Die Alternativen: GOG und RTTR Ihr wollt die Klassiker lieber DRM-frei spielen? Bei der Retrospiel-Fundgrube GOG gibt's die Serienteile 2, 3, 4 und 6, die ebenfalls auf Windows 10, 8, 7 sowie zusätzlich auf Vista und XP laufen. Diese Gold-Versionen sind allerdings deutlich teuer als Ubisofts neue History-Fassungen. Dafür gibt's hier auch das coole 3D-Remake von Siedler 2 namens Die nächste Generation, das 2006 erschienen ist.

Wer die Gold Edition von Siedler 2 besitzt, für den ist das Fanprojekt Return to the Roots (kurz RTTR) vielleicht interessant: Die Nachprogrammierung des Klassikers bringt neue Features wie Netzwerkunterstützung, höhere Auflösungen und läuft auf Linux und Mac OSX.

25 Jahre, um genau zu sein, und aus diesem Anlass hat Ubisoft alle sieben Serienteile technisch überarbeitet, sodass sie auch unter Windows 10/8/7 sowie in gescheiten Auflösungen laufen.

Inhaltlich bleibt dabei alles unangetastet, die History Editions sind keine Remakes oder Remaster. Die Versionen gibt’s sowohl einzeln bei UPlay oder im Gesamtpaket als Die Siedler History Collection bei UPlay und als Packung. Über UPlay könnt ihr ab Teil 3 auch im Multiplayer spielen. Falls ihr beim Reizwort UPlay Rot seht: Alle Spiele laufen nach dem Kauf auch im Offline-Modus.

Die Siedler: History Collection - Interview: »Das Schwerste war, Windows 10 zwei Mäuse beizubringen« 4:16 Die Siedler: History Collection - Interview: »Das Schwerste war, Windows 10 zwei Mäuse beizubringen«

Außerdem sind die jeweiligen Addons enthalten, und bei Siedler 2, 5 und 6 ist ein separat startbarer Map-Editor dabei (die Editoren von Siedler 3 und 4 werden laut Ubisoft noch nachgeliefert). Die Handbücher der ersten vier Teile liegen als pdf oder verlinkt im Installationsordner, die späteren Spiele kamen ja ohne Anleitungen aus.

Das kosten die einzelnen History Editions und das Gesamtpaket:

History Edition

Preis

Siedler 1

4,99 Euro

Siedler 2

4,99 Euro

Siedler 3

8,99 Euro

Siedler 4

8,99 Euro

Siedler 5

11,99 Euro

Siedler 6

11,99 Euro

Siedler 7

14,99 Euro

History Collection (alle Spiele)

39,99 Euro (statt 66,93 Euro)

Wir haben uns in alle sieben History Editions gestürzt, die technischen Änderungen getestet und vor allem eines ausprobiert: Wie spielen sich die Klassiker heute - welcher ist gut gealtert, wer ist nicht mehr so dolle?

Die Siedler (1993) - Mit Splitscreen!

1993 legt Volker Wertich den Grundstein, und das grundsätzliches Spielprinzip zieht sich seitdem durch alle Serienteile - aus umgehauenen Bäumen sägen wir Bretter für den Hausbau, aus Getreide mahlen wir Mehl für den Bäcker und so weiter.

Die History-Fassung lässt das Spiel (wie die folgenden Serienteile auch) inhaltlich völlig unangetastet, packt aber eine sinnvolle Komfortfunktionen oben drauf: Wir können das Spiel jetzt in drei Stufen beschleunigen, was vor allem in der Startphase echt sinnvoll ist - und außerdem endlich pausieren.

Die Siedler - Serien-Erfinder Volker Wertich stellt das Reboot im Video vor 3:23 Die Siedler - Serien-Erfinder Volker Wertich stellt das Reboot im Video vor

Die Anzeigengröße lässt sich ebenfalls in drei Stufen einstellen bis hin zur maximalen Bildschirmgröße, bleibt aber im Fenstermodus. Trotzdem bringt der vergrößerte Bildausschnitt deutlich mehr Überblick, weil wir einen viel größeren Teil unserer Siedlung im Auge haben.

Und wie spielt sich das erste Siedler heute? Anfangs verflixt fummelig, weil wir erstmal wieder reinkommen müssen in die Neunzigerjahre: Dass wir eine Fahne samt Weg in die Berge platzieren müssen, damit der Geologe dort nach Bodenschätzen stöbern kann, sowas wussten wir alles noch. Aber wie gibt man ihm dem Befehl zum Probebuddeln? Ein Blick ins gescannte PDF-Handbuch verrät: Der Geologe will einen »Spezialklick« von uns - beide Maustasten gleichzeitig drücken.

Die Kult-Wuselserie: Die Geschichte der Siedler bei GameStar Plus

Na klar, schließlich war 1993 das Rad noch nicht erfunden. Dafür gab's was anderes, nämlich Multiplayer mit zwei Mäusen, am Splitscreen! Und den hat Blue Byte für die History Edition auch wieder hinbekommen: In einem separaten Config-Tool wählt ihr für den zweiten Spieler Tastatur, Maus oder Controller aus, und schon können ihr zu zweit lossiedeln und noch zwei KI-Konkurrenten dazu holen.

Achtung: Im Gegensatz zu Ubisofts Vorankündigung könnt ihr im Splitscreen nicht mit zwei Mäusen gleichzeitig spielen, das geht nur der History Edition von Siedler 2. Derjenige mit dem Controller ist klar im Nachteil, denn mit dem linken Stick den Cursor zu bewegen ist natürlich langsamer und unpräziser als per Maus.

Fazit: Das Ur-Siedler machen heute zwar auch noch Spaß, ist aber umständlich zu bedienen und vor allem in den Menüs zu pixelig-winzig. Der Serienauftakt eignet sich also eher dafür, seinen Kindern zu zeigen, was für ein harter Hund man damals war. Und warum man heute eine Brille trägt.

Die Siedler 1 bis 7 jetzt in HD und mehr - Trailer & Verbesserungs-Überblick zur History Collection 0:52 Die Siedler 1 bis 7 jetzt in HD und mehr - Trailer & Verbesserungs-Überblick zur History Collection

Die Siedler 2 (1996) - Der beste Teil - oder?

Die History Edition von Siedler 2 bietet jetzt sowohl Fenster- als auch Vollbildmodus, die Bildgröße passt sich ebenfalls der Auflösung eures Monitors an - bis zu 4K. Beim Testen sprang das Spiel bei uns allerdings immer auf 2.560x1.440 zurück, trotz passender Hardware. Und: Das Interface skaliert zum Teil nicht mit, vor allem die Buttons am unteren Bildrand bleiben furchtbar winzig - zum Glück sind's nur wenige, und wir brauchen sie nur selten, außerdem sind die Tastenkürzel beim Zoomen oder Bauplatzanzeigen sowieso schneller.

Siedler 2 ist für viele immer noch der beste Serienteil. Wir haben’s ausprobiert: Das Ding ist verflixt gut gealtert und fesselt immer noch.Siedler 2 ist für viele immer noch der beste Serienteil. Wir haben’s ausprobiert: Das Ding ist verflixt gut gealtert und fesselt immer noch.

GameStar-Podcast: Der Siedler-Erfinder erzählt, wie alles begann!

Die coolen Beobachtungsfenster, die wir nach Belieben für neuralgische Gebäude wie Erzschmelze oder Waffenschmiede zusätzlich öffnen und frei platzieren können, sind aber locker groß genug. So haben wir auch bei großen, verzweigten Siedlungen alles im Blick - keine Ahnung, wie wir das früher mit den winzigen Röhrenmonitoren gemacht haben! Wie beim ersten Siedler könnt ihr zu zweit an einem Bildschirm wuseln, hier aber auch mit zwei Mäusen gleichzeitig. Eine Zeitbeschleunigung wurde nicht neu eingebaut - die gab's nämlich damals schon, per V-Taste.

Fazit: Siedler 2 gilt für viele Serienfans als der beste Serienteil - und ist auch heute noch echt klasse, vor allem für Wegebau-Fetischisten. Und optisch muss sich das 22 Jahre alte Spiel echt nicht hinter aktuellen Indie-Pixel-Titeln verstecken!

Die Siedler 3 (1998) - Wege weg!

Auch wenn es sich viele wünschen würden: Nein, auch in der History Edition von Siedler 3 dürft ihr eure Wege nicht selbst verlegen. Wie vor 20 Jahren trampeln sich eure Untertanen die Pfade selbst - da gab's schon in der Prä-Shitstorm-Ära einen ganz schönen Aufschrei.

Trotzdem mischt Teil 3 heute bei den beliebtesten Siedler-Episoden ganz vorne mit, was unter anderem daran liegt, dass viel mehr Bewohner durch die schicken Landschaften stromern als zuvor. Außerdem müssen wir seltener in Infofenstern wühlen, denn alles Wesentliche ist direkt zu sehen: In den offenen Lagern stapeln sich Baumaterialien, Fertigwaren, Werkzeuge und Waffen, auf den Türmen, Burgen und Festungen schieben Bogenschützen Wache, aus den Fenstern lugen Nahkämpfer.

Wege weg! In Siedler 3 trampeln sich eure Untertanen eigene Pfade. Waren, Waffen und Werkzeuge liegen gut sichtbar in der Pampa. Auch dieser Teil ist heute noch großartig!Wege weg! In Siedler 3 trampeln sich eure Untertanen eigene Pfade. Waren, Waffen und Werkzeuge liegen gut sichtbar in der Pampa. Auch dieser Teil ist heute noch großartig!

Die History Edition vergrößert den Bildausschnitt auf bis zu 4K, sodass ihr weniger rumscrollen müsst. Außerdem könnt ihr via Uplay im Multiplayer spielen: Sobald ihr beim Multiplayer-Setup auf »Spieler einladen« klickt, schaltet das Spiel auf die Uplay-Oberfläche um, wo ihr Freunde dazu holen könnt. Diese Möglichkeit habt ihr auch in den History Editions aller folgenden Siedler-Teile.

Fazit: Auch der Klassiker Siedler 3 ist in Würde gealtert und gehört neben den Serienteilen 2 und 7 zu unseren Favoriten. Berühmt-berüchtigt: das bockschwere Amazonen-Addon mit rollendem Riesengong, der Gebäude akustisch zerbröselt.

Die Siedler - Entwickler-Video zum Jubiläum: 20 Jahre siedeln 13:12 Die Siedler - Entwickler-Video zum Jubiläum: 20 Jahre siedeln

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