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Dieses Spiel ist eine einzige große Satire auf Open World Games

Über 400 Icons zum Sammeln, eine Geschichte aus Tagebuch-Einträgen und natürlich Angeln: Open World Game veralbert die aktuellen Open-World-Marotten.

von Elena Schulz,
01.12.2019 14:30 Uhr

Leere Open World? Challenge accepted! Leere Open World? Challenge accepted!

So beliebt Spiele mit offener Welt aktuell sind, so stehen sie auch immer wieder für bestimmte Aspekte in der Kritik: Leere und generische XXL-Welten, Icons zum Abgrasen, öde Mini-Spiele, belanglose Story-Schnipsel und natürlich irgendwelche Türme zum Draufklettern stehen für viele wie nichts anderes für das große Problem der Open-World-Spiele.

Auch wenn es heutzutage viele fantastische Open Worlds gibt (wie zum Beispiel jüngst die Western-Spielwelt von Red Dead Redemption 2 auf dem PC), dürften die meisten wissen, wovon wir sprechen.

Auch so manchem Entwickler scheint der Open-World-Wahnsinn inzwischen ein wenig auf die Nerven zu gehen. Zumindest hat das Studio Morning Person Games jüngst ein Satire-Spiel namens Open World Game: The Open World Game (allein der Name wirkt, als wolle er aktuelle Spieletitel verspotten) veröffentlicht, das sich über genau die oben genannten Open-World-Klischees lustig macht.

Wo liegt die Zukunft der Open World Games? Unser Video versucht eine Antwort zu finden:

Die Zukunft der Open World heißt Künstliche Intelligenz - Wie sich offene Welten verändern werden PLUS 0 Die Zukunft der Open World heißt Künstliche Intelligenz - Wie sich offene Welten verändern werden

Sammelt über 400 Icons auf der Map!

The Open World Game ist seit dem 19. November auf Steam verfügbar und kostenlos spielbar. Der Entwickler verspricht in der Beschreibung das »reinste Open-World-Erlebnis«. Den Spieler erwarten vereinfachte Mechaniken, minimalistische Grafik und eine sehr kurze Hauptstory, damit er sich endlich der wahren Aufgabe widmen kann - jeden Icon auf der Karte aufzusammeln. Jeder Completionist dürfte sich jetzt ziemlich ertappt fühlen.

Netterweise entfernt der Entwickler als Service am Spieler auch lästige Eigenschaften die viele Triple-A-Open-World-Games sonst mitbringen - genauer gesagt nervig detaillierte 3D-Umgebungen, unfassbar mitreißende Sprachausgaben oder eine packende Handlung.

Inhaltlich bietet das reduzierte Erlebnis von The Open World Game aber trotzdem eine ganze Menge: Ihr dürft über 400 Icons auf der Karte aufsammeln, einer epischen Geschichte in verstreuten Tagebuch-Einträgen folgen und natürlich angeln gehen. Angeln gehört definitiv zur Essenz einer jeden Open World.

Im Open World Game ist Angeln eine sehr wichtige Tätigkeit. Im Open World Game ist Angeln eine sehr wichtige Tätigkeit.

Damit ihr der Welt gewachsen seid, levelt ihr euren Charakter natürlich auch auf und schaltet packende Skills wie »Zielen« aus drei Fertigkeitenbäumen (Generalist, Speedrunner, Completionist) frei - mit der treffenden Beschreibung »Es ist dir egal, ob du das hier freischaltest«. Da schlägt das Completionist-Herz höher!

Da das Spiel als Satire gedacht ist, will es aber natürlich vor allem Kritik an den überladenen Open-World-Games üben, die dem Spieler viel zu oft belanglose Aktivitäten unterjubeln, um das Spielerelebnis in die Länge zu ziehen. In den positiven Reviews auf Steam kommt das schon einmal gut an. Wobei manche Spieler sogar zugeben, dass sie das simple Spielprinzip genossen haben und sie sich lustigerweise eher motiviert wurden, sich mal wieder in eine richtige offene Welt zu stürzen.

Skills? Skills! Skills? Skills!

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