Duck Season macht harmlosen NES-Klassiker zum Psycho-Schocker

Duck Season ist kein einfaches Remake von Duck Hunt, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht. Stattdessen wird daraus ein Horror-Spiel für den PC.

von Fabiano Uslenghi,
18.06.2019 17:23 Uhr

Hier wirkt der Hund noch freundlich, im Laufe des Spiels wird sich das aber sehr schnell ändern.Hier wirkt der Hund noch freundlich, im Laufe des Spiels wird sich das aber sehr schnell ändern.

Korrektur-Hinweis

Im Teaser war ursprünglich noch von der VR-Version die Rede. Das Spiel ist jetzt aber noch einmal als Nicht-VR-Variante für den PC erschienen, und darum geht es in dieser Meldung. Der Fehler wurde behoben.

Das Shoot'em up Duck Hunt ist ein echter Klassiker, der 1987 für das NES erschienen ist und trotz seines recht simplen Inhalts bei einigen Spiele-Veteranen noch heute wohlige Erinnerungen an ihre Kindheit weckt.

Jetzt ist das Spiel Duck Season für den PC erschienen, wobei es sich auf den ersten Blick um ein optisch durchaus beeindruckendes Remaster dieses Klassiker handelt. Doch der Eindruck täuscht gewaltig, denn in Duck Season werden wir dieses Mal selber zu Gejagten.

Zurück in die 80er

Wer Duck Season startet, wird nicht direkt in das eigentliche Spiel geworfen, sondern betritt zuerst das digitale Wohnzimmer eines Einfamilienhauses, das im Stil der späten 80er Jahre eingerichtet ist. Dabei bietet sich ein Bild, das einigen wohl sehr bekannt vorkommen wird. Wir sitzen in der Rolle eines kleinen Jungen auf dem Boden und blicken zu einem klobigen Röhrenfernseher hinauf, an dem neben einem VHS-Rekorder auch ein NES angeschlossen ist.

Daneben liegen verstreut einige Spiel-Module, darunter auch Duck Hunt. Wird Duck Hunt eingelegt, befinden wir uns in einem 3D-Feld und können jetzt endlich mit unserer Schrotflinte Jagd auf die aufsteigenden Wildenten machen. Das könnte den ganzen Tag so weiter gehen, wäre da nicht dieser verdammte Hund.

Das Original von 1987 wurde nicht mit einem Controller, sondern mithilfe einer Lightgun gesteuert. So auch in Duck Season. Das Original von 1987 wurde nicht mit einem Controller, sondern mithilfe einer Lightgun gesteuert. So auch in Duck Season.

Rache des Duck-Hunt-Hundes

Im Laufe des Spiels ist es auch möglich, anstatt auf die Ente auf den Hund zu schießen. Das tötet diesen zwar nicht, macht ihn aber durchaus sauer. Was dann folgt, ist ein wahrhaft psychedelischer Horror-Trip. Die Grenze zwischen Spiel und Realität beginnt immer stärker zu verschwimmen. Wie bei Five Nights at Freddy's macht der diabolische Hund Jagd auf uns und taucht dabei sogar in unserem Wohnzimmer auf.

Der Duck-Hunt-Hund war schon im Klassiker eine kuriose Gestalt, die immer mal wieder aufgetaucht ist und eigentlich die Enten aus dem Feld jagen sollte. Allerdings zeigte er die Angewohnheit, sich über den Spieler lustig zu machen, wenn ein Schuss mal daneben geht. Der Hund wirkte also freundlich, war aber in Wirklichkeit ziemlich gehässig und machte sich damit wenige Freunde. Verärgerte Spieler legten deshalb auch schon im Original gerne mal auf den Köter an. Damals waren die Folgen jedoch nicht so angsteinflößend wie jetzt in Duck Season.


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