»Epic löst Probleme, die Steam verursacht hat« - Ex-Valve-Mitarbeiter übt harte Kritik

Der ehemalige Valve-Mitarbeiter Richard Geldreich rechnet mit Steam ab. Die digitale Vertriebsplattform habe PC-Gaming getötet, so sein Vorwurf.

von Robin Rüther,
09.04.2019 11:49 Uhr

Der ehemaliger Valve-Mitarbeiter Richard Geldreich findet harte Worte gegen Steam.Der ehemaliger Valve-Mitarbeiter Richard Geldreich findet harte Worte gegen Steam.

Die Diskussion um Steam und den Epic Games Store entbrennt immer weiter. Viele Spieler hegen einen großen Groll gegen den Epic Store und lassen ihrer Wut freien Lauf.

Nachdem beispielsweise der Exklusivdeal mit Borderlands 3 und Epic bekannt wurde, straften Fans die alten Serienteile per Review-Bombing ab. Kurz darauf kam erstmals die neue Sicherheitsmechanik von Steam gegen solche Protest-Aktionen ins Spiel.

Es gibt aber auch einige, die Partei für Epic ergreifen. So etwa Richard Geldreich, der von 2009 bis 2014 bei Valve gearbeitet hat - also noch vor dem großen Steam-Exodus bekannter Spielemarken.

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»Steam hat PC Gaming getötet«

Der ehemalige Mitarbeiter hat schon in der Vergangenheit häufiger mit seiner harschen Kritik an Steam für Aufmerksamkeit gesorgt und seine Zeit bei Valve als schlimmste Erfahrung seines Lebens bezeichnet.

Bei der aktuellen Debatte um den potenziellen Datenklau bei Epic hat er sich ebenfalls für Studiochef Tim Sweeney ausgesprochen. Nun rechnet er weiter mit Steam ab und stellt den Epic Store als großen Heiland dar. Auf Twitter schreibt er:

"Steam hat PC-Gaming getötet und eine 30-Prozent-Steuer auf die gesamte Spiele-Industrie eingeführt. Es war unhaltbar. Ihr habt keine Vorstellung davon, wie profitabel Steam für Valve war. Es war eine virtuelle Druckerpresse. Das hat die gesamte Firma verzerrt. Epic biegt das jetzt das für alle Spieler wieder hin."

Geldreich hat außerdem einen Blick in die Zukunft geworfen und erklärt, dass Epics Flut an Exklusivtiteln nicht in naher Zeit aufhören würden. Steam werde eine Plattform für Indie, B-Ware, Schrottspiele und Pornografie. Epic und andere Launcher würden das Zuhause für AAA, so Geldreich.

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Allerdings gesteht Geldreich auch ein, dass der Epic Games Store aktuell noch »scheiße« sei. Er werde in Zunkunft aber besser. In der Roadmap für 2019 hat Epic kürzlich für seinen Shop Features wie Cloud Saves, Nutzer-Reviews, Wunschlisten und Achievements angekündigt.

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