Es kommt kein Dead Cells 2 - Klein und ohne Chef: So will das Studio hinter dem Indie-Hit bleiben

Motion Twin will trotz des Dead-Cells-Erfolgs nicht expandieren. Das nächste Spiel wird zudem kein Nachfolger. Stattdessen will man etwas vollkommen anderes machen.

von Mathias Dietrich,
09.04.2019 09:29 Uhr

Dead Cells wird keine komplette Franchise. Ein Nachfolger ist nicht geplant.Dead Cells wird keine komplette Franchise. Ein Nachfolger ist nicht geplant.

Schon in früheren Interviews gab Motion Twin - der Entwickler von Dead Cells - an, dass es keinen Nachfolger geben wird. Die Einstellung hat sich nicht geändert. Und auch als Studio selbst ist die Firma mit ihrem aktuellen Status zufrieden.

Auf der GDC 2019 sprach Designer Sebastien Benard mit Gameindustry.biz etwas mehr über die Firmengeschichte von Motion Twin und auch über den Aufbau der Firma. So hatte das Studio 2007 und 2009 einige Erfolge mit Browserspielen erzielt und wollte auf den Mobile-Sektor umsteigen. Doch das war wenig profitabel. Nach dem Motto »Wenn wir schon untergehen, dann wenigstens mit etwas, das wir machen wollen« begann schließlich die Entwicklung von Dead Cells. Und wie wir heute wissen, zahlte sich diese aus.

Motion Twin bleibt klein

Doch der große Erfolg ist kein Grund für das Team neue Talente anzuheuern und größere Projekte zu starten. Zwar hätte man diese Möglichkeit, doch Benard und auch Marketing Manager Steve Filby geben an, dass man die ideale Größe besitze.

Kein Chef bei Motion Twin: Das Indie-Studio bezeichnet sich selbst als ein »Worker co-operative«. Das bedeutet, dass es keinen Chef gibt. Alle Mitarbeiter des Teams erhalten den gleichen Lohn und haben das gleiche Mitspracherecht bei allen Entscheidungen. Die Struktur funktioniert Filby und Benard zufolge, weswegen man sie beibehalten will.

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Entscheidungen werden als Team getroffen: Durch diesen Aufbau gibt es keinen Boss, der andere entlassen könnte. Über Gruppendiskussionen können die Mitglieder von Motion Twin aber auch Bedenken äußern, die dann von allen Mitgliedern zusammen besprochen werden. Abseits dieser verkleinert sich das Team nur, wenn jemand aus eigenem Antrieb geht. Diese Art des Firmenaufbaus würde mit zu vielen Mitarbeitern nicht mehr funktionieren.

Die Mobile-Zeiten sind vorbei

Während größere Studios wie Blizzard oder Bethesda mit Spielen wie Diablo Immortal und The Elder Scrolls: Blades versuchen, den Mobile-Markt für sich zu erschließen, sind diese Zeiten für Motion Twin vorbei. Handyspiele will man nicht wieder machen.

Gleichzeitig hat man sein Ziel mit Dead Cells erreicht. Weder will man ein Dead Cells 2 entwickeln, noch hat man vor einen ähnlichen Titel zu erschaffen. Aufgrund der Studio-Struktur kann derzeit allerdings niemand sagen, was für ein Spiel Motion Twin als nächstes veröffentlichen wird. Jeder einzelne Mitarbeiter darf Ideen anbringen, muss dann aber das gesamte Team von diesen überzeugen.

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