Face ID - Apple glaubt an Überlegenheit gegenüber Android

Apples Marketing Chef Phil Schiller ist sich sicher: Das Face-ID-Feature auf iPhone-Systemen übertrifft bisher vorgestellte Android-Varianten deutlich.

von Sara Petzold,
11.12.2017 16:12 Uhr

Apples Marketing-Chef Phil Schiller ist sich sicher: Das Entsperren des Smartphones per Gesichtserkennung funktioniert auf iOS Dank Face ID am besten.Apples Marketing-Chef Phil Schiller ist sich sicher: Das Entsperren des Smartphones per Gesichtserkennung funktioniert auf iOS Dank Face ID am besten.

Wer hat in Sachen Gesichtserkennung mit 3D-Unterstützung die Nase vorn, Apple oder Android? Im Interview mit dem niederländischen Magazin Bright.nl gab sich Phil Schiller, Senior Vice President of Worldwide Marketing bei Apple, wenig überraschend siegessicher. Auf die in der Entwicklung befindlichen Android-Pendants zu Apples Face-ID-Technik angesprochen konstatierte er sogar selbstbewusst: »Sie sind alle miserabel«.

Face ID auf iOS als Multitasking-Feature

Schiller führt die Überlegenheit von Face ID auf iOS gegenüber Android auf die zahlreichen Funktionen zurück, die Apples Face ID erfüllen muss:

"[Face ID auf Android] funktioniert nicht auf die ganzen verschiedenen Arten, auf die es bei uns funktionieren muss. [...] Über die Jahre ist der Home Button [...] in so viele Funktionen hineingewachsen. Wir haben Touch ID hinzugefügt, [der Home Button] bringt euch zum Multitasking-Bildschirm, er piepst Siri an, aktiviert Apple Pay. [...] Wir brauchten also für Face ID den besten uns bekannten Weg, der uns erlaubt, unser Gerät einfach mit unserem Gesicht zu entsperren, [...] und der gleichzeitig alle diese anderen Funktionen erfüllt. "

Darüber hinaus wurde Schiller nicht müde, die Einzigartigkeit von Apples Face ID zu betonen und thematisierte zugleich die Sicherheitsbedenken einiger Experten.

Er erklärte, dass Datenschutz ein wichtiges Thema bei Apple sei und dass keinerlei Face-ID-Daten an Dritthersteller gelangen sollen. Face ID werde über einen verschlüsselten Algorithmus betrieben – dieser wiederum funktioniere losgelöst von Drittanbieter-Apps, die auf die Kamera des iPhones zugreifen.

Experten erwarten erste Android-Versionen vom Prinzip hinter Face ID im kommenden Jahr 2018 – wir werden uns also nicht mehr lange gedulden müssen, um Schillers Aussagen auf den Prüfstand stellen zu können.

Unabhängig davon, was man generell von Face ID mit Blick auf die Sicherheit und den praktischen Nutzen im Alltag hält, dürfte eine Umsetzung ähnlicher Techniken in Android-Smartphones jedenfalls für höhere Preise bei den entsprechenden Modellen sorgen.


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