Facebook legt getrackte Daten offen - Mausbewegungen, GPS-Position, Fotos und SMS-Verlauf

Nach Mark Zuckerberg im Cambridge-Analytica-Skandal vor dem US-Kongress ausgesagt hat, gab Facebook zusätzlich einen ausführlichen Bericht in schriftlicher Form ab. Den hat der Kongress jetzt veröffentlicht.

von Sara Petzold,
15.06.2018 16:57 Uhr

Nach Mark Zuckerbergs Aussage vor dem US-Kongress hat Facebook in einem schriftlichen Bericht nachträglich noch offene Fragen beantwortet.Nach Mark Zuckerbergs Aussage vor dem US-Kongress hat Facebook in einem schriftlichen Bericht nachträglich noch offene Fragen beantwortet.

Richtig aufschlussreich und aufklärungsfördernd war der Auftritt von Mark Zuckerberg vor dem US-Kongress im Rahmen des Facebook/Cambridge-Analytica-Skandals nicht. Dafür bringt jetzt aber ein schriftlicher Bericht Facebooks mehr Licht ins Dunkel, den Facebook dem Kongress nachträglich vorlegte.

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Das 229 Seiten starke PDF-Dokument soll Antworten auf offen gebliebene Fragen liefern - und ist gleichzeitig ein erster Schritt hin zu der vom Konzern selbst angekündigten, erhöhten Transparenz in Sachen Datenschutz. Dabei fördert der von ComputerBase zusammengefasste Bericht einige interessante Details über Facebooks Datensammel-Praktiken zutage.

Unter anderem bestätigt das Dokument, dass Facebook sämtliche Mausbewegungen des Nutzer registriert und gleichzeitig Informationen über den Zustand des Browserfensters (geöffnet, minimiert, etc.) sammelt. Dieses Vorgehen rechtfertigt Facebook mit der Abwehr von Bots.

Auf Smartphones sammelt die Facebook-App eine ganze Reihe zusätzlicher Daten, darunter:

  • installierte Apps
  • vorhandener Speicherplatz
  • Akkustand des Geräts
  • Zugriff auf das Internet via Wlan oder mobilen Daten
  • Signalstärke
  • GPS-Position
  • Details zu nahen Funkzellen, Wlan-Signalen und Bluetooth-Geräten
  • Anrufdaten und SMS-Verläufe (bei erlaubtem Zugriff auf Kontakte und Fotos)

In dem Bericht dementiert Facebook außerdem, dass man in Smartphones integrierte Mikrophone zum Belauschen ihrer Besitzer nutze oder mithilfe von Eye-Tracking die Augenbewegungen der Nutzer zu verfolgen. Entsprechende Technologien befinden sich bei Facebook allerdings bereits in Entwicklung, auch wenn der Konzern stets betont, die Privatsphäre der eigenen Kunden zu berücksichtigen.

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