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Gaming PC zusammen stellen und bauen - Die besten Spiele-Rechner ab 550 Euro, Dezember 2018

Gaming PC Selbstbau-Komponenten 2018 – wir empfehlen 5 Selbstbau-PCs von 550 bis 1.500 Euro mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für Spieler.

von Nils Raettig,
18.12.2018 15:29 Uhr

Selbstbau-PCs - Die wichtigsten Grundregeln für euren neuen Spiele-Rechner 7:41 Selbstbau-PCs - Die wichtigsten Grundregeln für euren neuen Spiele-Rechner

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Kaufberatung Gaming PCs Dezember 2018 - Wachablösung bei Nvidia

Nils Raettig
@nraettig

Während Intel-Prozessoren weiterhin vergleichsweise teuer sind, zeichnet sich bei Nvidia immer mehr eine Wachablösung ab: Die GTX-1000-Karten oberhalb der Geforce GTX 1060 verschwinden langsam, aber sicher vom Markt, was mit der für Anfang 2019 erwarteten Geforce RTX 2060 voraussichtlich weiter fortgeführt wird.

Durch den Abverkauf kann man deshalb bei manchen GTX-1000-Modellen momentan zu günstigen Preisen zuschlagen - solange die Verfügbarkeit nicht bereits zu schlecht geworden ist. Dank der inzwischen zu fairen Preisen erhältlichen Vega-GPUs gibt es gleichzeitig eine wirklich sinnvolle Alternative von AMD zur Geforce GTX 1070 (Ti) und Geforce GTX 1080, so dass in diesem Preisbereich endlich wieder mehr Optionen zur Wahl stehen.

Bei den Prozessoren gilt dagegen weiterhin, dass CPUs von Intel durch die momentan recht hohen Preise einen schweren Stand gegen die Ryzen-CPUs haben. Wenn die Grafikkarte nicht zum limitierenden Faktor wird sind sie zwar tendenziell etwas flotter als vergleichbare AMD-Prozessoren, letztere bieten aber mehr Kerne (und Threads) für weniger Geld und eine immer noch sehr gute Spieleleistung, so dass sie unterm Strich derzeit meist das bessere Gesamtpaket für einen Selbstbau-PC darstellen.

Hinweis:

Die hier dargestellten Empfehlungen sind mit so genannten Affiliate-Links versehen. Mit einem Kauf über einen dieser Links erhalten wir vom jeweiligen Anbieter eine kleine Provision. Auf den Preis oder unsere Wahl der Empfehlungen hat das keine Auswirkung, wobei die Angebote nicht notwendigerweise dem niedrigsten Preis auf dem Markt entsprechen.

550-Euro-PC

Modell

ca. Preis

CPU

Ryzen 3 1200

80 Euro

CPU-Kühler

- (bei der CPU mitgeliefert)

0 Euro

Mainboard

Asrock B450 Pro4

85 Euro

Arbeitsspeicher

Crucial Ballistix Sport LT (DDR4-2666) - 8,0 GByte Kit

65 Euro

Grafikkarte

PowerColor Radeon RX 570 Red Dragon V2 - 4,0 GByte VRAM

150 Euro

HDD

Western Digital Blue - 1.000 GByte

40 Euro

SSD

Kingston A400 SSD - 120 GByte)

25 Euro

Gehäuse

Cooltek TG-01 Basic

40 Euro

Netzteil

be quiet! Pure Power 11 - 400 Watt

55 Euro

Insgesamt

540 Euro

Unser Einsteiger-PC bietet genügend Leistung, um aktuelle Spiele in Full HD-Auflösung mit mittleren bis hohen Details flüssig darzustellen und schont dabei noch den Geldbeutel. Die Kombination aus flotter Radeon RX 570 und einem Ryzen-3-Prozessor mit vier Kernen sorgt für viel Performance pro Euro, auch wenn in anspruchsvolleren Spielen einige Grafikoptionen nicht auf der höchsten Stufe stehen.

• Prozessor Sockel AM4 – Ryzen 3 1200

An dieser Stelle haben wir lange Zeit Pentium-Prozessoren empfohlen, weil sie zu den günstigsten Intel-CPUs gehören und dank virtueller Kernverdoppelung trotz nur zwei Kernen durchaus noch zum Spielen geeignet sind. Da aber einerseits die Preise von Intel-Prozessoren derzeit recht hoch liegen und Spiele andererseits tendenziell immer weniger gut mit einer Dual-Core-CPU laufen, empfehlen wir AMDs Ryzen 3 1200 für etwa 80 Euro.

Sein Turbotakt liegt zwar bei relativ niedrigen 3,4 GHz, dank vier Kernen und aktueller Zen-Architektur von AMD spielt es sich mit dem Ryzen 3 1200 aber dennoch gut. Ist das Budget sehr eng, kommt auch der Athlon X4 950 für 30 Euro weniger in Frage. Er setzt zwar auf eine ältere Architektur mit schlechterer Energieeffizienz, in Spielen ist er aber nicht viel langsamer als der Ryzen 3 1200.

Bei Intel gibt es vier echte Kerne erst ab den Core-i3-Modellen der aktuellen Coffee-Lake-Generation (beziehungsweise Core i5 im Falle des Vorgängers Kaby Lake), aufgrund der Preise wäre eine solche CPU aber derzeit zu teuer für den 550-Euro-PC.

• Prozessorkühler – beim Prozessor mitgelieferter Boxed-Kühler

Um etwas mehr Geld für die in Spielen sehr wichtige Grafikkarte übrig zu lassen, verzichten wir bei dem 550 Euro-PC auf einen zusätzlichen Prozessorkühler und setzen stattdessen auf das bei der CPU mitgelieferte Boxed-Modell von AMD.

In weniger gut belüfteten Gehäusen und bei dauerhafter Spielelast kann der Boxed Kühler im Top-Blower-Format aber schon hörbar aufdrehen. Eine günstige und leisere Alternative ist der Tower-Kühler Arctic Freezer 7 Pro Rev. 2 für etwa 17 Euro.

• Mainboard Sockel AM4 – Asrock B450 Pro4

ASRock hat mit dem B450 Pro4 ein gut ausgestattetes Mainboard zum fairen Preis im Programm. Neben zwei M.2-Schnittstellen (1x PCIe x4, 1 x PCIe x2) finden sich auch zwei USB 3.1-Ports auf der Platine (1 x Typ-C, 1 Typ-A). Der Arbeitsspeicher darf per Übertaktung bis 3.200 MHz erreichen, bis zu sechs Datenträger können per SATA3 angeschlossen werden und Extras wie RAID-Verbindungen (für vier der sechs-SATA-Ports) und CrossFireX für den Einsatz von zwei (AMD-)Grafikkarten werden ebenfalls unterstützt.

• Arbeitsspeicher DDR4-2666 – Crucial Ballistix Sport LT / 8,0 GByte Kit

In vielen Spielen reichen 4,0 GByte RAM zwar immer noch aus, um ausreichend flüssig zocken zu können. Einige Titel machen mit nur 4,0 GByte RAM aber schon keinen Spaß mehr. Daher setzen wir im 550-Euro-PC auf 8,0 GByte. Der Crucial-Speicher ist dabei mit 2.666 MHz getaktet und bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, für späteres Aufrüsten bleiben zwei RAM-Slots frei.

Achtet allerdings darauf, dass der RAM-Takt der Speicherriegel auch korrekt im BIOS eingestellt ist, da es vorkommen kann, dass das Mainboard nicht von selbst erkennt, welchen Takt der RAM unterstützt.

• Grafikkarte – PowerColor Radeon RX 570 Red Dragon V2 / 4,0 GByte VRAM

Die im Einsteigerbereich interessantesten Kandidaten von Nvidia und AMD sind aus unserer Sicht die Geforce GTX 1050 Ti sowie die Radeon RX 570 mit jeweils 4,0 GByte VRAM. Die RX 570 ist dabei etwas flotter unterwegs als die 1050 Ti. Da ihr Preis in den letzten Wochen deutlich gefallen ist und sie damit wieder in den Regionen der GTX 1050 Ti liegt, empfehlen wir aktuell die AMD-Grafikkarte. Die RX 570 Red Dragon V2 von PowerColor bietet eine gute Kühllösung zum fairen Preis von etwa 150 Euro. Für das Spielen in Full HD genügen die 4,0 GByte RAM und die Leistung in der Regel problemlos.

RX-570-Modelle mit 8,0 GByte VRAM kosten etwa 30 Euro mehr - und sind damit zu nahe an der nochmal flotteren Radeon RX 580, die ungefähr 40 Euro teurer ist als die hier empfohlene Karte von Powercolor. Falls ihr etwas mehr Geld ausgeben wollt und euch für eine RX 580 entscheidet, empfehlen wir das Modell mit 8,0 GByte, das inzwischen meist nicht teurer als die Variante mit 4,0 GByte ist.

• Festplatte – Western Digital Blue / 1,0 TByte

Mit Blick auf die Datenträger gibt es aus unserer Sicht zwei empfehlenswerte Varianten für einen PC in diesem Budget: Entweder ihr kombiniert die hier vorgeschlagene große HDD (1.000 GByte) mit einer kleineren SSD für Windows und ein paar Spiele (120 GByte, siehe auch den nächsten Abschnitt), was etwas höhere Ladezeiten in den Spielen mit sich bringt, die ihr aus Platzgründen auf der HDD installieren müsst. Oder ihr entscheidet euch nur für eine mittelgroße SSD mit etwa 500 GByte ohne zusätzliche HDD, was zwar insgesamt weniger Speicherplatz, aber mehr flotten Flashspeicher für kürzere Ladezeiten in Spielen bedeutet.

Wählt ihr die erste Variante, stellen die Blue-Modelle von Western Digital mit 7.200 Umdrehungen pro Minute eine gute Wahl dar. Sie sind für eine herkömmliche Magnetfestplatte im 3,5-Zoll-Format ziemlich schnell und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Eine dritte Möglichkeit: Ihr greift zu einer HDD, die über einen Cache mit schnellen Flash-Speicher verfügt. Bei der FireCuda Compute im 2,5-Zoll-Format ist der Cache immerhin 8,0 GByte groß. Das kann zumindest den Bootvorgang und den Start häufig genutzter Anwendungen spürbar gegenüber einer HDD beschleunigen. Mit 500 GByte ist die FireCuda etwa 10 Euro teurer als die Western Digital Blue, mit 1.000 GByte etwa 20 Euro.

• SSD – Kingston A400 SSD / 120 GByte

Trotz stetig sinkender Preise ist Speicherplatz bei SSDs immer noch klar teurer als bei HDDs. Kauft ihr euch eine SSD im Preisbereich der oben empfohlenen HDD von Western Digital (ca. 40 Euro), sind maximal 250 GByte statt 1.000 GByte drin. SSDs ab 480 GByte gibt es derzeit ab ungefähr 65 Euro, während HDDs für diesen Preis satte 2.000 GByte zu bieten haben.

Mit Preisen im Bereich von 20 Euro sind SSDs mit 120 bis 128 GByte dennoch so günstig, dass sie eine gute Ergänzung zu der oben empfohlenen HDD von Western Digital darstellen, etwa in Form der Kingston A400 SSD. Bei Installationsgrößen von teils 50 GByte und mehr passen zwar neben Windows nur wenige Spiele darauf, dafür wird aber zumindest der Windows-Alltag spürbar beschleunigt.

Lässt das Budget es zu, könnt ihr auch zur Variante mit 240 GByte greifen, die etwa 35 Euro kostet. Das Modell mit 480 GByte für 65 Euro ist aus unserer Sicht groß genug, um sich die Kosten für die zusätzliche HDD ganz zu sparen. Wer viel Platz für Videos und andere Daten braucht, fährt mit einer HDD aber immer noch am günstigsten.

Gehäuse – Cooltek TG-01 Basic

Cooltek bietet mit dem TG-01 Basic ein relativ günstiges Gehäuse an (ca. 40 Euro), das dennoch über gute Ausstattungsmerkmale wie drei USB-Ports in der Front (2 x USB 3.0), viele Möglichkeiten zum Kabel- Management und Glasfenster (seitlich sowie in der Front) verfügt. In der Basic-Variante gehört ein 120-Millimeter-Lüfter an der Rückseite zum Lieferumfang, in der Front können drei weitere Modelle dieser Art eingebaut werden.

Achtet beim Zusammenbau darauf, das 8-Pin-Kabel für die zusätzliche Stromversorgung der CPU vor dem Einbau des Mainboards durch die entsprechende Öffnung des Mainboard-Trays (oben rechts an der Rückseite) zu führen, da nach dem Einbau nur noch der Umweg über die größeren Löcher im linken Tray-Bereich frei ist.

Mittlerweile ist das TG-Basic nur noch bei wenigen Händlern lieferbar, wobei die Modelle mit drei zusätzlichen farbigen Lüftern in der Fron (rot, grün oder blau) besser verfügbar sind als das Standardmodell ohne vorinstallierte Frontlüfter. Für einen Aufpreis von etwa 10 Euro gibt es das Gehäuse auch mit farblich anpassbarer Beleuchtung in der Vorderseite (statisches Rot, Blau, Grün oder Weiß und verschiedene Wechsel-Modi stehen zur Wahl).

Eine vergleichbare (und besser lieferbare) Alternative stellt zu guter Letzt das Kolink Stronghold für etwa 40 Euro dar.

• Netzteil – be quiet! Pure Power 11 / 400 Watt

Das ATX-Netzteil Pure Power 11 von be quiet! glänzt mit hoher Effizienz, die der Stromversorgung eine 80 Plus Gold-Zertifizierung einbringt. Abnehmbare Kabel, um nur die wirklich benötigten Strippen verwenden zu können und das Gehäuse etwas aufgeräumter zu gestalten gibt es bei dem Pure Power 11 mit dem Zusatz »CM« (»Cable Management«), das etwa 10 Euro mehr kostet.

Mit 400 Watt liefert das Pure Power 11 genug Leistung für den 550 Euro-PC, auch stärkere aktuelle Grafikkarten kommen heute damit aus. Die Garantie liegt bei fünf Jahren. Wer etwas Geld sparen will, kann auch zum ebenfalls empfehlenswerten Vorgänger Pure Power 10 greifen (80 Plus Silber statt 80 Plus Gold, drei Jahre Garantie statt fünf Jahre Garantie).

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