Geforce verdrängt Radeon? - Asus erschafft Arez für Radeons, Geforce Partner Programm vermuteter Grund

Die vielen Gerüchte rund um das umstrittene Geforce Partner Programm von Nvidia scheinen wohl zu stimmen, sofern die Nutzung bekannter Marken betroffen ist.

von Georg Wieselsberger,
09.04.2018 10:24 Uhr

Radeon-Grafikkarten von Asus erhalten wohl eine neue Marke.Radeon-Grafikkarten von Asus erhalten wohl eine neue Marke.

Aus mehreren Quellen war inzwischen zu hören, dass Firmen wie Asus, Gigabyte und MSI durch das »freiwillige« Geforce Partner Programm von Nvidia quasi dazu gezwungen werden, ihre bekannten Gaming-Marken nur noch exklusiv für Nvidias Geforce-Grafikkarten zu nutzen. Ansonsten streicht Nvidia den »Partnern« einen frühen Zugang zu neuen Grafikchips, die enge Zusammenarbeit mit den Nvidia-Entwicklern und die Unterstützung beim Marketing.

Nach Gigabyte und MSI auch Asus

Dieses Angebot eines Marktführers können die Grafikkarten-Hersteller kaum ablehnen und so lässt Gigabyte seine Aorus-Modelle der Radeon-Reihe verschwinden, während MSI seine AMD-Produkte der Gaming-X-Serie versteckt.

Auch Asus scheint sich dem Nvidia-Programm nicht entziehen zu können, wie Videocardz berichtet. Der große Hersteller aus Taiwan wird wohl den bisherigen Informationen zufolge als Partner von Nvidia seine bekannte Gaming-Marke Republic of Gamers (ROG) nicht mehr für Radeon-Produkte verwenden.

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Neue Marke Arez - ohne ROG, ohne Asus

Aus diesem Grund soll Asus nun planen, eine neue Marke mit der Bezeichnung Arez zu etablieren, die sich wohl an die früheren Ares-Modelle anlehnt, die nur mit AMD-GPUs bestückt waren. Es soll laut den Gerüchten in Zukunft also Radeon-Grafikkarten mit den Bezeichnungen Arez Strix oder Arez Phoenix geben. Eventuell streicht Asus bei diesen Grafikkarten sogar den eigenen Firmennamen und nutzt nur noch Arez als Bezeichnung.

Letztlich sollte es zwar keine Rolle spielen, wie eine Grafikkarte nun heißt, sofern die Leistung und der Preis stimmen. Doch manche kleineren Hersteller könnten vielleicht allein wegen des zusätzlichen Aufwandes darauf verzichten, neue AMD-Produkte anzubieten, wenn man eine eigene, bereits etablierte Marke dafür nicht mehr verwenden darf. Welche Folgen das Geforce Partner Programm tatsächlich hat und eventuell noch haben wird, ist weithin aber noch unklar.

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