Hinter den Pixeln, Folge 11: Crunch - Aus Leidenschaft kaputt gearbeitet

Nach den Schlagzeilen über schlechte Arbeitsbedingungen in der Spieleentwicklung kann man die Uhr stellen. Das schadet den Angestellten – und ist ein Problem für die gesamte Industrie. Wir sprechen mit deutschen Entwicklern, die vom Crunch betroffen sind - oder dagegen kämpfen.

von Daniel Ziegener,
21.03.2019 08:00 Uhr

Wie viel Arbeit ist gesund und ist der Crunch in der Spieleindustrie wirklich ein notwendiges Übel? Für unser GameStar-Plus-exklusives Podcast-Format Hinter den Pixeln sprechen wir mit deutschen Entwicklern über Überstunden und Betriebsräte.Wie viel Arbeit ist gesund und ist der Crunch in der Spieleindustrie wirklich ein notwendiges Übel? Für unser GameStar-Plus-exklusives Podcast-Format Hinter den Pixeln sprechen wir mit deutschen Entwicklern über Überstunden und Betriebsräte.

Bei »Hinter den Pixeln«, dem Podcast-Format mit Entwickler-Interviews, schieben wir keine Überstunden - aber wir reden darüber. Denn eigentlich klingt die Arbeit in der Videospielentwicklung nach einem Traumjob. Acht Stunden am Tag erschafft man virtuelle Welten, die von Millionen Menschen geliebt werden - wenn es bei diesen acht Stunden bleiben würde.

In der Realität gehören massive Überstunden in sogenannten Crunsh-Perioden und Massenentlassungen seit Jahren zum Alltag, sei es die plötzliche Schließung von Telltale Games oder Berichte über 100-Stunden-Wochen bei Rockstar Games.

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Interview-Partner in Hinter den Pixeln, Folge 11

Johannes Roth gründete Mimimi Games. Nach Shadow Tactics: Blades of the Shogun arbeitet das deutsche Team gerade an Desperados 3. Doch mit dem kritischen und kommerziellen Erfolg kam auch eine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden, die ihrem Geschäftsführer bewusst ist - besonders, weil die Firma schon einmal fast pleite war. Deshalb möchte Mimimi mit positivem Beispiel voran gehen.

Auch Jörg Friedrich ist sein eigener Chef, wenn auch beim viel kleineren Unternehmen Paintbucket Games. Dort arbeitet er an Through The Darkest Of Times. Vor der Selbstständigkeit war er bei größeren Studios angestellt und hat dort selbst erlebt, dass sich mehr Arbeit nicht einfach mit Mehrarbeit bekämpfen lässt.

Der Industrie den Rücken gekehrt hat unterdessen Frank Rentmeister. Nach der Veröffentlichung von Sacred 2 ging Ascaron in die Insolvenz und er verlor seinen Arbeitsplatz bei Studio 2. Warum er dieser Zeit allerdings nicht nachtrauert und warum im Unternehmen noch kurz vor der Insolvenz ein Betriebsrat gegründet wurde, erzählt er in dieser Folge von »Hinter den Pixeln«.

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