Hinter den Pixeln, Folge 2 - Chaosmotor Übersetzungen: Warum versteht man beim Spielen kein Spanisch?

Videospiele sind ein globales Medium. Ob ein Spiel aus Japan, den USA oder Polen kommt, ist spätestens mit dem Siegeszug des digitalen Vertriebs völlig egal geworden. Warum wir sie trotzdem verstehen können, klären wir in der zweiten Folge von Hinter den Pixeln.

von Daniel Ziegener, Peter Bathge,
30.08.2018 10:00 Uhr

Wie kommen katastrophale deutsche Übersetzungen in Spielen wie The Elder Scrolls: Oblivion zustande? Im neuen Podcast-Format Hinter den Pixeln spricht Daniel Ziegener mit Experten aus der Branche und fragt: Warum versteht man beim Spielen kein Spanisch?Wie kommen katastrophale deutsche Übersetzungen in Spielen wie The Elder Scrolls: Oblivion zustande? Im neuen Podcast-Format Hinter den Pixeln spricht Daniel Ziegener mit Experten aus der Branche und fragt: Warum versteht man beim Spielen kein Spanisch?

Das neue GameStar-Podcast-Format »Hinter den Pixeln« widmet sich in der zweiten Folge dem vor allem in Deutschland kontrovers diskutierten Thema der Übersetzungen. Wie schwierig ist es, ein PC-Spiel zu ins Deutsche zu übersetzen? Podcast-Autor Daniel Ziegener findet es in der Plus-exklusiven Folge 2 von »Hinter den Pixeln« für euch heraus.

Vermutlich hat jeder schon mal die Nase über eine schlechte Videospiel-Übersetzung gerümpft. Vielleicht hatte die selbe Waffe zwei unterschiedliche Namen, je nachdem, in welchem Menü man sie auswählt. Oder der Satzbau war irgendwie anders, als man das in der Schule gelernt hat.

Damit so etwas nicht passiert, geht jedes Wort vor dem Release noch einmal durch die Hände von Übersetzerinnen wie Iris Schäfer. Sie sorgt vom Handyspiel bis zum AAA-Titel für lupenreines Hochdeutsch auf dem Bildschirm. Michaela Bartelt ist als Localization Managerin bei EA nicht nur für die Übersetzungen ins Deutsche verantwortlich, sondern auch für die weltweiten Sprachversionen von Titeln wie Die Sims 4 oder Star Wars: Battlefront 2.

Hinter den Pixeln
Im Plus-Format »Hinter den Pixeln« blicken wir alle zwei Wochen genau dorthin - hinter die Kulissen der Spiele-Entwicklung. Im Gespräch mit Programmierern, Grafikerinnen und anderen, die an der Entstehung von Spielen beteiligt sind, möchten wir die Themen beleuchten, die beim Spielen unsichtbar bleiben.
Folge 1: Pixelgrafik - Ist das Kunst oder kann das weg? (kostenlos)
Folge 2: Übersetzungen - Deshalb sind deutsche Versionen oft so schlecht
Folge 3: PUBG - Der Kampf gegen die Bedeutungslosigkeit
Folge 4: Entwickler vs. Schummler - Was tun gegen Cheater?
Folge 5: Fanprojekte - Wenn Spieler zu Entwicklern werden
Folge 6: Feedback - Spieler haben was zu sagen

Das Taktikspiel Shadow Tactics: Blades of the Shogun erhielt eine japanische Sprachversion - aber keine deutsche Vertonung. Die Gründe dafür erklärt Entwickler Mimimi im neuen Podcast-Format Hinter den Pixeln.Das Taktikspiel Shadow Tactics: Blades of the Shogun erhielt eine japanische Sprachversion - aber keine deutsche Vertonung. Die Gründe dafür erklärt Entwickler Mimimi im neuen Podcast-Format Hinter den Pixeln.

Auf der anderen Seite stehen Narrative Designer wie Dennis Huszak vom Münchener Studio Mimimi. Für das Strategiespiel Shadow Tactics: Blades of the Shogun ließ er seine Story ins Japanische übersetzen. Was Fans machen, deren Lieblingsspiele nicht in eine für sie verständliche Sprache übersetzt wurden, erzählen Marco Russo und Robert Göffringmann. Die beiden haben neben dem Abitur mal eben den SNES-Klassiker Secret of Mana 2 übersetzt.

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