Hitzekoller bei Apple (Update) - Bugfix für CPU-Drosselung zeigt Wirkung

Aktuellen Nutzerberichten zufolge drosselt Apples neues i9-MacBook Pro die Leistung, weil der Rechner unter hoher Auslastung zu heiß wird. Apple hat allerdings mittlerweile einen Patch veröffentlicht, der das Problem beheben soll.

von Sara Petzold,
25.07.2018 12:28 Uhr

Die Kühlerkonstruktion im MacBook Pro mit Core-i9-CPU scheint Probleme damit zu haben, die unter Last entstehende Wärme der Sechskern-CPU in den Griff zu bekommen. Ein Bugfix sorgt inzwischen aber immerhin für stabilere Taktraten unter Last.Die Kühlerkonstruktion im MacBook Pro mit Core-i9-CPU scheint Probleme damit zu haben, die unter Last entstehende Wärme der Sechskern-CPU in den Griff zu bekommen. Ein Bugfix sorgt inzwischen aber immerhin für stabilere Taktraten unter Last.

Update, 25.07.2018: Apple hat mittlerweile einen Patch veröffentlicht, der die Drosselung der CPU infolge von Hitzeproblemen beheben soll. Wie Macrumors bestätigt, zeigt das Update im Rahmen von macOS High Sierra 10.13.6 offenbar Wirkung: In den meisten Fällen behebt es die Drosselungsprobleme und führt zu einer besseren CPU-Leistung der betroffenen MacBookPros.

In einem Test von Cnet zeigte sich, dass die starken Fluktuationen bei der Taktrate (und in geringerem Umfang auch bei der Temperatur), die auf i9-MBPs vor dem Patch auftraten, mit dem Patch nicht mehr vorkommen. Macworld berichtet von einer Leistungssteigerung um etwa neun Prozent durch das Update.

Laut Macrumors war ein fehlender digitaler Schlüssel in der Firmware das Problem, der dazu geführt hat, dass das Macbook Pro bei hohen Temperaturen den Takt teilweise (zu) stark gesenkt hat. Die Temperaturen liegen laut der ersten Tests zwar auch weiterhin unter Last mit Werten im Bereich von (über) 90 Grad ziemlich hoch, die Taktrate bleibt aber gleichzeitig deutlich stabiler als zuvor.

Originalmeldung: Apple scheint ein Hitzeproblem zu haben, zumindest im Falle des schmalen Designs des neuen MacBook Pros mit i9-CPU und sechs Kernen, bei dem es zu Schwierigkeiten mit der Wärmeentwicklung des Prozessors unter Vollast kommt. Wie Motherboard berichtet, drosselt das MacBook die Leistung der Sechskern-CPU mit 2,9 GHz signifikant, wenn Nutzer den High-End-Prozessor voll ausreizen wollen.

Auf diversen Social-Media-Plattformen wie Reddit, Facebook und Discord häufen sich seit kurzem die Beschwerden von Nutzern, die ihr i9-MacBook Pro entsprechenden Benchmarktests unterzogen haben. In einem Fall beschreibt der Reddit-Nutzer Aea einen Einbruch um 0,4 GHz, nachdem er auf dem Rechner eine Minute lang das häufig für solche Belastungstests genutzte Prime 95 laufen ließ. Nach fünf Minuten sank die Prozessor-Leistung sogar auf 800 MHz.

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Aea verglich die Leistung mit einem i5-MacBook und stellte auch dort Leistungseinbrüche fest - die seien allerdings deutlich geringer ausgefallen als beim i9. Die Ursache für die Leistungsdrosselung liegt Aea zufolge in den im i9-MacBook Pro verbauten Lüftern: »Apple priorisiert niedrige Lautstärke und niedrige Lüfterdrehzahlen vor Performance«, sagt Aea.

Der Youtuber David Lee kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Seinen Analysen zufolge ist das MacBook aus designtechnischen Gründen nicht in der Lage, den i9 mit sechs Kernen ausreichend zu kühlen. In Lees Test mit Adobe Premiere sank die Leistung der CPU nach wenigen Sekunden auf 2,2 GHz.

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»Diese spezielle CPU ist sehr mächtig. Es ist der Typ CPU, den man normalerweise in einem zwei Zoll dicken Gaming-Notebook findet«, erklärte Lee gegenüber Motherboard. »Sie [i.e. Apple] haben das thermale Design nicht geändert, sie haben physikalisch nichts anders konstruiert. Die Lüfter sind dieselben, die Wärmerohre sind dieselben. Es kann einfach nicht funktionieren.« Apple selbst hat sich bislang zu den Problemen noch nicht offiziell geäußert.

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