HTC Vive Pro - VR-Headset vorbestellbar, aber nur ohne Controller und Sensoren

HTC hat mittlerweile die Vive Pro für den Vorverkauf freigegeben. Vorbesteller erhalten zum Preis von 879 Euro allerdings nur das reine Headset ohne Controller und Sensoren.

von Georg Wieselsberger,
20.03.2018 14:29 Uhr

Das neue VR-Headset HTC Vive Pro bietet eine höhere Auflösung. (Bildquelle: HTC)Das neue VR-Headset HTC Vive Pro bietet eine höhere Auflösung. (Bildquelle: HTC)

Update, 20.03.2018: Mittlerweile können Interessenten die HTC Vive Pro offiziell auf der Herstellerwebseite vorbestellen. Die aktualisierte Vive Pro kostet dort 879 Euro - 20 Euro weniger als die HTC Vive bei Marktstart. Als Auslieferungstermin für die Vive Pro gibt HTC den 5. April 2018 an.

Der Haken an der Sache: Wer die Vive Pro bestellt, bekommt nur das nackte Headset. Controller und Sensoren beziehungsweise Tracker sind in dem Paket nicht enthalten. HTC hat mit dem Angebot also vor allem Besitzer der ersten Vive-Brille im Auge, die das entsprechende Zubehör noch besitzen. Allerdings sollen noch im Verlauf dieses Jahres neue Tracking-Sensoren, die dann 10x10 statt wie bislang 5x5 Meter erfassen können sowie neue Controller erscheinen, erst dann wird es höchstwahrscheinlich ein Komplett-Set mit der Vive Pro geben.

Originalmeldung: Das neue Vive Pro von HTC war schon vor einigen Tagen angedeutet worden, nun hat das Unternehmen das neue Virtual-Reality-Headset auf der Consumer Electronics Show 2018 vorgestellt. Das neue Headset bietet eine Auflösung von insgesamt 2.880 x 1.600 Pixel auf zwei OLED-Panels oder 1.440 x 1.600 Pixel pro Auge.

Das ist ein deutlicher Fortschritt von den bisherigen 2.160 x 1.200 Pixeln oder 1.080 x 1.200 Pixel pro Auge und soll damit dem Screendoor-Effekt entgegenwirken und auch bei der Darstellung von Text weniger störende Effekte aufweisen.

Kopfhörer, zwei Mikrofone, zwei Kameras

Außerdem hat HTC dem Vive Pro integrierte Kopfhörer spendiert, die auch eine bessere Audioqualität bieten sollen als der bisher optionale Deluxe Audio Strap. Die Anzahl der Mikrofone hat HTC verdoppelt. Deutlich sichtbar sind die beiden Kameras an der Front des Headsets, zu denen es bisher aber noch keine Informationen gibt.

Viele VR-Nutzer hatten sich eine Möglichkeit gewünscht, mit Hilfe solcher Kameras kurz einen Blick auf die reale Welt in 3D werfen zu können, beispielsweise um sich ein Getränk zu greifen. Denkbar wäre die Nutzung beider Kameras auch für Augmented- und Mixed-Reality oder vielleicht sogar für Inside-Out-Tracking.

Optional auch drahtlos

Optional wird HTC für die Vive Pro einen Drahtlos-Adapter anbieten, der WLAN 802.11ad verwendet und im 60-GHz-Band arbeitet. Das neue Headset unterstützt nun auch SteamVR-Tracking 2.0, das für Privatnutzer aber wohl weniger interessant sein dürfte. Mit vier Basis-Stationen steigt damit die Größe einer VR-Spielfläche von bisher 25 Quadratmetern auf 100 Quadratmeter. Die neuen Basisstationen dafür sollen im Laufe des Jahres veröffentlicht werden.

Zum Preis der neuen HTC Vive Pro gibt es bisher noch keine Angaben. Die Besitzer der aktuellen Vive sollen aber noch im 1. Quartal 2018 ein günstigeres Upgrade angeboten bekommen, erst danach sollen Neukunden mit einem Gesamtpaket versorgt werden.


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